Genau auf den Sammeltrieb setzt Nintendo ja bei vielen Dingen. Seien es Sidequests in Zelda oder eben jetzt sowas wie Sammelfiguren. Dass man darauf anspringt, ist irgendwo ganz natürlich und man muss sich dafür nicht schämen. Nur irgendwo muss man auch wissen, wo man die Grenzen für sich setzt.
Generell will ich in einem Spiel, was ich gerne spiele, auch schon den vollen Content. Alles freischalten, alles sammeln, alles haben, egal ob es einem vielleicht auch nicht viel bringt. Ich ticke da so. Wenn dann aber Nintendo in jüngster Vergangenheit darauf abzielt, mit diesem Sammeltrieb extra Kohle zu scheffeln, sei es durch überteuerten DLC oder amiibo-Sperren, klingelt bei mir eben der rote Alarm. Hier merke ich halt, dass Nintendo versucht mich als Kunden zu melken. Da hört der Spaß auf und mein jahrelanges Vertrauen zu Nintendo ist inzwischen völlig zerstört.
Besonders mit amiibo bin ich auf Kriegsfuß, weil ich selber die Figuren nicht will, den Content dahinter aber schon. Bei Splatoon ist das auch einer der Gründe, warum ich mir das Spiel noch nicht geholt habe, obwohl es mich rein vom Gameplay und dem Stil her durchaus anspricht... Der teure DLC in Smash ist aber auch nicht viel besser. Ich hätte schon gern alle Kämpfer und Stages parat, spiele Smash 4 aber auch nicht so intensiv, dass dafür der Preis von 20€ für drei Kämpfer und zwei Stages (wo die Hälfte davon nicht mal neu ist, sondern nur recyclet) in irgendeiner Form gerechtfertigt wäre.
Den DLC von Mario Kart 8 hingegen fand ich supergeil. Sowohl preislich, als auch inhaltlich. Da schmeiß ich Nintendo gern mein Geld hinterher und man hat hier kein schlechtes Gefühl bei der Sache.