*sich nachdenklich am Kopf kratzt*
Wann gab es denn zuletzt ein Spiel, das mich durch einen außerordentlich hohen Schwierigkeitsgrad zu einer nennenswerten Reaktion verleitet hat? Lange ist es her, dass Spiele noch schwierig genug waren, mich zu frustrierten Emotionen zu bringen. Schade eigentlich...
An Metroid Prime 3: Corruption auf dem Schwierigkeitsgrad "Hypermodus" kann ich mich noch erinnern. Ich habe es heute noch nicht geschafft, unter diesen Voraussetzungen den letzten Endgegner zu besiegen. Meistens schaffe ich Dark Samus, dann vielleicht auch die erste Form der Aurora-Einheit, bei der zweiten und letzten Form jedoch bin ich stets gescheitert. Wieder und wieder habe ich es versucht, bis ich schließlich die Wiimote weglegte, den Fernseher ausmachte und frustriert begonnen habe, meinen Frust in einer Tafel Schokolade zu ersticken. Hat auch geklappt, das muss man dazu sagen...^^'
Damit ein Spiel die Möglichkeit besitzt, mich zu frustrieren, muss es bei mir einen bestimmten Grad an Anerkennung besitzen. Nur wenn ich eine Leidenschaft für dieses Spiel empfinde, habe ich auch das Verlangen, es "hundertprozentig" durchzuspielen, sprich auch auf höchster Schwierigkeit mit allen erfüllbaren Aspekten. Und dies traf auf Metroid Prime 3 zu. Es ist einfach atemberaubend, wie ich finde. Der Soundtrack ist wunderbar atmosphärisch, das Setting ist einfach nur cool, die Hintergrundgeschichten der verschiedenen Orte sind ergreifend, regen zum Nachdenken an und... ach, bei diesem Spiel stimmt einfach so einiges! Aber das nur am Rande. Jedenfalls habe ich durch diese Leidenschaft versucht, das Spiel auch auf höchster Schwierigkeit durch zu spielen, was mit der Zeit jedoch dazu führte, dass diese Leidenschaft durch Frustration soweit abflaute, dass ich irgendwann aufgab. Trotzdem, derartiges erlebe ich leider nur selten bei neueren Spielen.
*Sich Tränen der Nostalgie aus den Augen wischt*
Ausrasten tue ich manchmal auch, aber dann nicht aus so tiefgreifenden Gründen wie oben. Wenn ich mal einen Leichtsinnsfehler mache, oder meine Figur irgendwie nicht so will wie ich, dann folgt manchmal schon ein Ausruf der Empörung, den ich hier jetzt nicht genauer zitieren möchte. Zuletzt in Skyward Sword, wo Link einfach ums Verrecken nicht sein Schwert in die Richtung schwingen wollte, wie ich es eigentlich vorhatte. Das war im Kampf gegen zwei dieser blauen Echsen, wo man ja eigentlich bedacht handeln sollte, um ihre Verteidigung zu überwinden und nicht ihren Kontern zum Opfer zu fallen. Jedenfalls hat Link nie das gemacht, was ich von ihm wollte und so verfiel ich in einen wutentbrannten Zustand der Gewalt, in dem ich nur noch rumgefuchtelt habe wie ein Irrer. Zwei Feen hat mich das gekostet, aber am Ende waren die beiden Echsen dann doch besiegt. Sowas tut echt gut, kann ich euch sagen. :D
Dennoch kann ich wohl mit einem gewissen Maß an Eigenlob verkünden, dass ich mich beim Zocken relativ gut unter Kontrolle habe. Und doch, die Emotionen, die ich beim Zocken habe, sei es in negativer oder positiver Hinsicht, würde ich keinesfalls vermissen wollen. Wo bliebe denn da das Erlebnis?^^