Beiträge von Adi

    Nusma Ich denke, du fehlinterpretierst da etwas.

    Ich habe nie gesagt, dass ich eine friedliche Lösung möchte. Ich weiß selber, dass sich der IS nicht durch eine friedliche Diskussion umstimmen lässt und seine Weltanschauung ändern wird. Beim IS handelt es sich um radikale Islamisten, die tatsächlich eine Bedrohung für die westliche Welt und auch für uns sind. Ja, der IS führt seinen Krieg nicht am Computer. Wie ich aber bereits gesagt habe, ist das, was Anonymus tut, nur ein Schritt von vielen, die noch gegangen werden müssen. Was ich mit meinem Beitrag lediglich andeuten wollte ist, dass jede Bombe den IS im Endeffekt stärker macht. Die sogenannten "Kolletaralschäden", die Menschen, die dabei umkommen, sind das, was dem IS treibende Kräfte einbringt, was deren Ideologie bestätigt und was letztendlich dazu führt, dass sich mehr Menschen ihnen anschließen, während die übrigen, die nicht kämpfen wollen, nach Mitteleuropa fliehen. Der IS wird in meinen Augen von der Politik maßlos unterschätzt. Deshalb unternimmt die westliche Politik nichts gegen die Wurzel des Übels, sondern rupft nur ein paar Blätter vom Strauch ab. Wenn überhaupt.

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    Krieg ist eine hässliche Sache, da sind wir uns alle einig. Viele gute, unschuldige Menschen sterben im Krieg, das hat auch unser Land vor etwa 70 Jahren erfahren müssen. Aber war es falsch, wie Nazi-Deutschland damals besiegt wurde? Sind wir oder unsere Eltern nun Terroristen geworden, weil unsere Vorfahren bombardiert wurden? Und wäre das Problem durch eine Sperrung von Hitlers Twitteraccount gelöst worden? Nein, meine ich.


    Das sind Relationen, die du nicht vergleichen kannst, weil Hitlers Propaganda ganz anders funktionierte und viel unmittelbarer war, als über das Internet. Vielleicht sind wir Deutschen keine Terroristen geworden, aber die Folgen waren dafür andere. Die Alliierten haben damals in Deutschland schon genug Mist gebaut. Vielleicht sagt dir der Kalte Krieg ja etwas? Der ist die unmittelbare Folge eines besetzten Deutschland, über das sich die Westmächte und die Sovietunion nicht einig werden konnten. Natürlich gab es dafür auch andere, tiefliegendere Faktoren, aber die Besetzung Deutschlands und die Folgen für das Land in der Nachkriegszeit waren ausschlaggebend dafür, dass überhaupt dazu kam. Aber ich schweife ab. Fest steht für mich, dass die Folgen ähnlich sein werden. Nur die Relationen und Dimensionen sind andere.

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    Soweit mir bekannt ist, nimmt Deutschland im Kampf gegen den IS übrigens eher eine unterstützende Rolle ein. Wir machen Aufklärungsflüge, deren Ergebnisse wir dann den Gegnern des IS übermitteln, wodurch diese gezielter vorgehen können. Wenn beispielsweise die kurdische Artillerie Stellungen des IS präzise ausschalten kann, ohne die umliegenden Gebäude mit eventuellen Zivilisten darin ebenfalls einäschern zu müssen, dann ist das eine gute Sache, wie ich finde. So werden genau die zivilen Opfer verringert, die hier auf so starke Kritik stoßen. Also überlegt euch bitte nochmal, wo ihr mit eurem Namen unterschreibt.


    Hab ich mir ausreichend genug überlegt und ich würde nochmal drunter unterschreiben. Wie realistisch ist es bitte, dass die kurdische Artillerie es mit ihren Geschützen schaft, gerade die IS-Militaristen zu treffen und alle anderen unschuldigen Männer, Frauen und Kinder am Leben zu lassen? Die Tendenz geht für mich gegen Null. Abgesehen davon werden die Soldaten ihre Befehle haben und Zivilisten die bei sowas draufgehen, werden formell wohl eher als Kolletaralschäden gehandhabt. Tatsache ist für mich aber, dass man den IS auch anders angreifen kann. Beispielsweise Wirtschaftlich. Eine weitere Stärke des IS ist ja auch sein enormer Geldnachschub. Dem IS den Geldhahn zuzudrehen würde denen wohl mehr schaden, als die militante Methode. Es gibt außerdem wohl auch genug Länder, die den IS finanziell unterstützen. Gegen solche Geldquellen ließe sich auch, vor allem von Seiten der UN, vorgehen, mit Sanktionen etc.. An der Stelle sollte ich wohl auch noch einwerfen, dass ich zwar nur schlecht einschätzen kann, wie effektiv solche Maßnahmen wären, aber es wäre eine Möglichkeit. Die Einnahmen, die der IS durch die Ölexporte machen soll, sollen wohl gar nicht so groß sein. Dennoch sehe ich auch darin eine Möglichkeit wirtschaftlich anzugreifen und dem IS zu schaden.

    Aber was ich für noch viel wichtiger halte, ist dem IS den "Nachschub" zu entziehen. Wenn der Bundestags seine Truppen doch unbedingt nach Syrien schicken will, dann doch bitte wenigstens, damit die Soldaten dort Aufbauarbeit leisten und die Menschen dort unterstützen, sowie mit notwendigen Dingen zum Leben versorgen. Welchen Grund hätten die Menschen noch, sich auf Seiten des IS zu schlagen, wenn der Westen sie unter seine Fittiche nehmen würde? Militante Aktionen seitens der Terror-Organisation gegen Soldaten aus Europa würden sich da nicht gerade dienlich für sie erweisen. Damit würden sie wieder mehr sich selbst schaden, als uns. Und in diesem Falle würde ich es auch voll und ganz befürworten, wenn man Truppen in den Nahen Osten schickt, weil es dann für einen besseren Zweck wäre. Da das aber nicht der Fall ist, sondern einzig und allein die Zerstörung des IS im Mittelpunkt steht ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung, lehne ich den Einsatz ab.

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    So oder so, ob die Bomben nun von den Franzosen kommen oder von uns, ist im Grunde ja auch irrelevant, die Auswirkungen bleiben die gleichen.


    Und wenn ich sehe, wie jemand zusammengeschlagen wird, macht es auch nichts mehr, wenn ich auch mal zutrete? Und wenn ich sehe, wie Skinheads eine Flüchtlingsunterkunft anfackeln, ist es auch vollkommen egal, wenn ich meinen Spiritus auch noch ins Feuer kippe?
    In meinen Augen ist JEDE Bombe, die über Syrien abgeworfen wird, eine Bombe zu viel. Und das gilt für alle Länder, die ihre Flugzeuge mit Sprengladungen beladen dorthin schicken. Ich bin nicht der Meinung, dass man in dieser Situation eine "Och, wenn das alle machen, kann ich das ja auch machen"-Ansicht vertreten sollte. Man sollte Flagge zeigen und sich dagegen stellen. Das hat in meinen Beispielen mehr etwas mit Zivilcourage zu tun, aber das Prinzip ist dasselbe. Aber Deutschland war schon immer ein Mitläufer und deswegen hat mich die Entscheidung des Bundestags auch nicht weiter überrascht.

    Witzig, hab heute erst eine Online-Petition gegen die Entscheidung des Bundestags, Soldaten der Bundeswehr nach Syrien zu schicken, unterschrieben. Fraglich ob das was hilft. Dieser Beschluss hat mich aber auch nicht weiter überrascht - Frankreich, Russland, dann England - dass Deutschland mitzieht war ja wohl klar. Ich finde es aber dennoch sehr viel trauriger, wie wieder mal Bomben auf das Land Syrien abgeworfen werden - mit einem Erfolg, der höchstwahrscheinlich gegen Null tendiert.

    Ich glaube, dass das Attentat von Paris grade mal 12 Stunden her war, da hat Frankreich schon Bomben über der IS-Hochburg, deren Name mir grade nicht präsent ist, abgeworfen. Gebracht hat das gar nichts. Sämtliche IS-Terroristen waren nämlich schon ausgeflogen. Wie viele Zivilisten man stattdessen zu Tode gebombt hat - naja, darüber werden keine Angaben gemacht. Wen wundert das?

    Man hätte jetzt ja meinen können, dass irgendein kluger Politiker kommt und sagt: "Hey, ich weiß ja nicht, wie's euch geht, aber findet ihr das Zubombadieren irgendwo nicht ein wenig sinnlos?" Sowas Ähnliches hat glaube ich sogar schon ein SPD-Politiker gesagt (Sigmar Gabriel, wenn mich nicht alles täusch... *shrugs* kann auch falsch sein). Interessiert hat's bloß keinen.

    Warum ich das für so unsinnig halte? Naja, ich seh das ganze so: Wir befinden uns einem Teufelskreis. Envys Bild vom Anfang ist schon ein netter Ansatz, allerdings trifft es den Nagel noch nicht auf den Kopf. Tatsache ist, dass mit jeder abgeworfenen Bombe, die Dutzende Zivilisten und wenns hoch kommt vielleicht zwei IS-Aktivisten in den Tod reißt, fünf Überlebende dem IS beitreten. Wie rekrutiert der IS seine Mitglieder denn überhaupt? Durch Propaganda. Und wo fruchtet Propaganda besser als bei denen, die verzweifelt sind, weil man ihnen grade die Hütte überm Kopf weggebombt hat? Abgesehen davon glaube ich nicht, dass man den IS für so unglaubwürdig hält mit seinen Ansichten, wenn alles, was man vom Westen bekommt, Sprengstoffladungen sind.

    Mit anderen Worten: Krieg gegen den Terror - gut und schön. "Man darf keine Angst vor Terrorismus haben" - von mir aus. Aber das ist nicht zielführend. Nicht auf diese Art und Weise. Um den IS wirklich nachhaltig bekämpfen zu können, braucht man mehr als ein paar Jets und Bomben. Man müsste dem IS das Fundament nehmen und deren Propaganda lahmlegen. Anonymus macht das sogar schon vor. Das Hackerkollektiv geht mittlerweile nämlich sogar schon selbst gegen die Terrororganisation vor und zwar greifen sie dort an, wo es wirklich sinnvoll ist, nämlich bei der Propaganda. Twitter-Konten und Websites werden lahm gelegt, insofern sie dem IS dienlich sind. Sowas finde ich viel sinnvoller, auch wenn es allein natürlich noch lange nicht zum Ziel führt.

    Fest steht für mich: Der Terror lässt sich durch Krieg nicht beenden. Der Krieg wird den Terror nur nähren. Deshalb halte ich persönlich es auch für sinnvoll, solche Petitionen zu unterschreiben, auch wenn es natürlich nicht absehbar ist, welche Folgen das letztendlich für die deutsche Politik hat, kann ich nicht sagen. Theoretisch ist es per Gesetz festgelegt, dass Petitionen als Volksmeinung vom Bundestag bearbeitet werden müssen. Ob das wirklich passieren wird, hoffe ich natürlich, aber es steht in den Sternen.

    Aber in meinen Augen hätten solche Petitionen auf jeden Fall das Potential, erfolgreich zu sein. Allein wenn man den ganzen Rechtspopulisten, Pegida-Anhängern und Neonazis klar machen könnte, dass durch den Kriegseinsatz Deutschlands in Syrien nur noch mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen, dürfte eine Petition dagegen durchaus die nötige Anzahl an Unterschriften bekommen. ^^

    Um mal ein Update zu bringen.

    An Mangas habe ich vor kurzem Big Order angefangen und lesen nebenbei auch den Manga von Shingeki no Kyojin.

    Vor kurzem hab ich Blood-C abgeschlossen, der mehr so... naja, war. Kämpfe waren ganz gut gemacht und wer auf Splatter steht, der wird schon irgendwie Freude daran finden. Aber vom Hocker gehauen hat es mich nicht.

    Danach habe ich jetzt Zetsuen no Tempest angefangen. Nebenbei schaue ich auch noch Noragami Aragoto und One Punch Man.

    DaveMania01

    Da ich Steins;Gate sowieso ziemlich gut finde, hab ich mir bereits auch überlegt, die Visual Novel zu Gemüte zu führen. Wäre da nur gut, wenn es eine Deutsche oder zumindest Englische Version davon gibt (Ich nix Japanisch xD). Ne Idee, ob und wo es die gibt?
    Und den Art-Style kenn ich, ich mag den auch. ^^ Er ist ziemlich special und eigentlich unverwechselbar, wie ich finde. Jedoch fand ich auch den Zeichenstil vom Anime nicht wirklich schlecht, aber ich bin da eigentlich nie wirklich wählerisch.
    El. Psy. Kongroo. o/

    Da werde ich wahrscheinlich weit ausholen müssen und mir viel Zeit für genaue und unnötig gehypte Begründungen finden, warum folgende Animes, die absolut Mainstream sind und so, mir persönlich sehr gut gefallen. Und los. Da ich nicht so viele Mangas lese, werde ich hier auch nur von den Animes ausgehen und die Mangas eher weniger in meine Bewertung miteinbeziehen. ^^
    Da die Begründung größtenteils ziemlich lang geworden sind, hab ich Plot-Zusammenfassung in Spoiler gepackt, hab mich aber trotzdem bemüht, nicht zu viel über den Plot zu verraten. ^^

    Platz 5: Psycho Pass

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    Vorneweg: Ich liebe dystopische Animes. Mit Happy Ends kann ich meistens nicht so viel anfangen, genauso wenig mit einer klischeehaften "Gut-Böse"-Polarisierung. Psycho Pass hat weder das eine, noch das andere. Der Anime selbst spielt in einer scheinbar utopischen Welt, in der das sogenannte Sybell-System (richtig geschrieben? ach wayne ~) unter der Bevölkerung für Frieden sorgt und jedem Zivilisten eine Arbeit zuschreibt, die am besten zu ihm passt. Anhand des personalisierten Psycho Pass jedes Zivilisten kann gemessen werden, wie stark das jeweilige Ziel zu kriminellen Aktivitäten neigt. Dabei ist ab einem Psycho Pass >100 von einem potentiellen Verbrecher auszugehen. Die Polizei nutzt dabei den sogenannten Dominator, eine Art Laserpistole, um den Psycho Pass von Individuen zu messen und je nach dessen Höhe das Ziel entweder mit einem Paralysierer auszuschalten oder mit einem kraftvollen Energiestoß in 1000 Teile zu zerfetzen. Durch das Sybell-System ist die Kriminalitätsrate um mehr als 80% gesunken. Jedoch wird die Utopie gestört, als sich Fälle von kriminellen Übergriffen häufen und eine rätselhafte Person in Erscheinung tritt, deren Psycho Pass so gut wie immer 0 beträgt - trotz der Morde, die die sie begeht.


    Mal so knapp das Wesentliche des Animes zusammengefasst. Was mir an dem Anime so gut gefällt, ist in erster Linie die Handlung, das ganze Sybell-System, die Hintergründe, die man darüber erfährt und nicht zuletzt der "Antagonist" (die Anführungszeichen sind Absicht), den ich in seiner Form als einen der besten Bösewichte bezeichnen würde, der mir in seiner Form jemals in einem Anime über den Weg gelaufen ist. Der Zeichenstil ist in gewisser Hinsicht gewöhnungsbedürftig finde ich, aber man stört sich nicht lange dran.
    Dazu sei noch gesagt, dass ich nur die 1. Staffel gesehen habe, da man mir zunächst von der 2. abgeraten hat. Ich denke, dass ich sie mir in absehbarer Zeit trotzdem noch zu Gemüte führen werde. Meine Meinung gilt deshalb auch nur für die 1. Staffel, die in meinen Augen aber durchaus wert ist, geschaut zu werden.

    Platz 4: Shingeki no Kyojin/Attack on Titan
    Hup, hup, Hype-Train voraus!
    Ja, vielleicht wird das Anime etwas sehr gehypt, allerdings würde ich sagen: Zurecht. Das Grundkonzept von ausgebildeten Spidermans an Drahtseilen, die gegen nackte Riesen kämpfen mag sich abgedroschen anhören - ist es aber nicht. Ich persönlich würde sogar soweit gehen und sagen: Der Hype ist gerechfertigt. Und dabei bin ich selbst keiner, der auf jeden Hype mitaufspringt, ich gehöre sogar eher noch zu denen, die das anfangen zu haten, was alle hypen (SAO, Tokyo Ghoul...).

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    Um die Handlung nochmal kurz zusammenzufassen: Die Menschheit wurde vor 100 Jahren fast vollständig von den Titanen ausgerottet und verkroch sich daraufhin hinter drei Mauerringen, die sie vor den Riesen schützen sollte. Als schließlich der Kolosstitan erscheint und die Mauer durchschlägt, nimmt das Schicksal seinen Lauf, was die Menscheit erneut an den Rand der Auslöschung durch die menschenfressenden Titanen bringt.


    Der Anime schildert die Geschehnisse dabei zum Großteil aus der Sicht des Hauptcharakters Eren Jäger, der zugegebenermaßen zwar ziemlich klischeehaft gestaltet ist, jedoch in meinen Augen definitiv nicht der Hauptgrund ist, den Anime anzuschauen. Mit dem Hauptcharakter, der dem Armeekorps beitritt in den Titanen den Kampf ansagt, weicht der Fokus mehr und mehr auf die Soldaten und ihren Kampf gegen die Titanen. Zugegebenermaßen schaut das alles dabei ziemlich awesome aus, aber ich persönlich liebe auch die düstere Stimmung des Animes, der sich nicht davor scheut, Charaktere, die man grade eben erst lieb gewonnen hat, im nächsten Moment an Titanen zu verfüttern. Trotz allem ist aber nicht alles komplett hoffnungslos und Eren ist auch ganz sicher nicht der Einzige, der seinen Kampfwillen hinausbrüllt. Die Charaktere sind aber zum Großteil (bis auf Eren und Mikasa vielleicht), wirklich originell, schön konzipiert und weisen zum Teil auch wirklich gutes Charakter-Development auf. Der Soundtrack ist auch sehr episch und von einzigartigen und eindrucksvollen Tracks geprägt, die man garantiert überall wiedererkennen würde. Selbst wenn man dem ganzen Hype kritisch gegenüber steht, sollte man sich den Anime trotzdem definitiv wenigstens mal angeschaut haben. Es mag viele Meinungen geben, allerdings kann man etwas erst dann richtig haten, wenn man weiß, warum es gehypt wird. ;)

    Platz 3: Steins;Gate
    Muss ich dazu noch was sagen? Ja? Was meinst du damit, du kennst den Anime nicht? Gna, Schande über dich. Also auch hier mal das Wesentliche zusammenfassen:

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    Okabe Rintarou aka Hououin Kyouma aka Okarin aka MAD SCIENTIST hat eine Mikrowelle. Dass das aber nicht irgendeine Mikrowelle ist, stellt sich heraus, als die Wissenschaftlerin Kurisu Makise aka Christina aka The Zombie entdeckt, dass die Mikrowelle so ähnlich wie eine Zeitmaschine funktioniert. Lange Diskussionen, Theorien und eine Menge Physik und Wissenschaft später gelingt es dem Team bestehend aus Okabe, Kurisu und einigen anderen, mithilfe der Mikrowelle Nachrichten in die Vergangenheit zu schicken und sie somit ändern zu können. Die dabei entstehenden Zeitsprünge bemerkt aber nur Okabe selbst, während alle anderen jedoch nichts davon merken, dass die Zeitlinie gewechselt wurde. Mit seinen Zeitreise-Versuchen verstrickt sich Okabe aber nicht nur in einen Konflikt mit der Wissenschaftsorganisation namens SERN (Anspielung auf CERN, get it?), sondern auch in ein Wirrwarr aus Zeitlinien.


    Ich will an der Stelle auch gar nicht mehr über den Anime erzählen, aber wer ihn gesehen hat, kann denke ich verstehen, weshalb ich Steins;Gate für seinen Hauptcharakter Okabe Rintarou liebe und für sein Charakter-Development. Der ganze Plot ist wirklich sehr interessant und wird durch die Zeitreisegeschichten sehr komplex, sodass man etwas mitdenken muss, um nicht den Faden zu verlieren. Auch den Humor mag ich an dem Anime sehr, der präzise eingestreut ist und seine Wirkung so gut wie nie verfehlt. Abgesehen davon betrachtet der Anime das Thema Zeitreisen mal aus einem neuen Blickwinkel und mit anderen Voraussetzungen und Gegebenheiten. Das gefällt mir persönlich auch sehr gut und davon abgesehen - Zeitreisen! Ein Anime kann durch Zeitreisen nur besser werden!

    Platz 2: Code Geass - Lelouch of the Rebellion
    Und wo wir gerade bei genialen Protagonisten sind... Code Geass! Oder auch bekannt unter dem Titel: The Most Fabulous Revolution ever.

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    In einem alternativen Universum, in der die Vereinigten Staaten den Unabhängigkeitskrieg verloren haben oder so (meine Interpretation, ab hier beginnt der offziellen Plot) wurde Japan von der Weltmacht Brittania erobert und gilt nun gemeinhin als Area 11. Die Japaner wurden ihrer Rechte beraubt und in Slums zusammengepfercht, während sich ansässige Brittanier ein schönes Leben machen. Natürlich begehren hier und Japaner gegen das Regime auf, aber nur mit mäßigem Erfolg, da die Brittanier über die sogenannten Nightmare Frames verfügen, große Kampfroboter, die von Piloten gesteuert in jedem Gelände eingesetzt werden können.
    Als der Junge Lelouch Lamperouge eines Tages in einen Zwischenfall zwischen Revolutionären und der brittanischen Armee verwickelt wird, trifft er auf die junge Frau C.C., die ihm eine rätselhafte Kraft verleiht: Das Geass, mit dem er anderen seinen Willen aufzwängen kann. Mit dieser Kraft ausgestattet beginnt das Taktikgenie seinen eigenen Feldzug gegen die brittanische Regierung und wird in seiner geheimnisvollen Gestalt als Zero zu einem Symbol für die Japaner im Kampf für ihre Freiheit. Jedoch verfolgt Lelouch ganz eigene Absichten - Absichten die seinen Vater, den König des Königreichs Brittania betreffen.


    So, darf wieder nicht zu viel verraten... gut, was mag ich an dem Anime? Also, wer Death Note mochte, dürfte diesen Anime wohl in 90% aller Fälle auch mögen (außer er mag keine Mechs oder heißt Yassi *hust*). Die Kämpfe in diesem Anime stellen größtenteils Schlachten dar, die sehr taktisch geführt und enorm gut dargestellt werden. Hab ich schon erwähnt, dass ich Charakter-Development mag? Gibt's hier auch, vor allem beim Hauptcharakter. Tiefgründig ist der Anime auch und hat ebenso einen sehr genialen Soundtrack mit sehr guten Titeln. Und sowieso: Der Plot ist enorm geil, auch wenn es in der 2. Staffel stellenweise etwas verworren wurde. Und sowieso das allerbeste an dem Anime: Das Ende. Das ungelogen beste Ende, was ich je in einem Anime gesehen habe. [SIZE=7]Und ich darf nichts darüber verraten. >_<[/SIZE]
    Also, wer den Anime nicht gesehen hat: Anschauen!

    Platz 1: Mirai Nikki
    BEEEVOR ich hier zu weiteren Ausführungen komme, muss ich an der Stelle zugeben, dass ich psychisch und wohl auch emotional sehr an den Anime gebunden bin. Es war der erste Anime, den ich gesehen habe, der mich so mitgerissen hat und auch wenn es objektiv betrachtet bessere Animes gibt, mag ich den Anime dennoch unglaublich gerne.
    Now for some plot...

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    Yukiteru Amano ist ein Außenseiter, der den Großteil seines Tages damit verbringt, seinen Tagesablauf und alles, was er sieht und bemerkt, auf seinem Handy zu notieren. Außerdem ist sein einziger Freund ein Gott, den er glaubt, sich selbst einzubilden. Dies stellt sich jedoch als Falsch heraus, als dieser seinem Handy die Fähigkeit verpasst, die Zukunft voraussagen zu können. Zunächst fühlt er sich dank dieser Fähigkeiten wie ein Gewinner, stellt jedoch erst im Nachhinein fest, dass er dadurch in einen Überlebenskampf verwickelt wurde, denn er ist nicht der Einzige mit einem Zukunftstagebuch in Form eines Handys. 12 Tagebuchbesitzer sollen sich gegenseitig in einem Kampf auf Leben und Tod ausschalten, denn es kann nur einen geben, der es wert ist, ein Gott zu werden.
    Yukiteru wäre als Weichei, wie er nun mal eins ist, in diesem Spiel natürlich komplett aufgeschmissen, wäre da nicht seine Stalkerin Yuno Gasai, die ebenfalls ein Tagebuch besitzt und alles tun würde, um ihren "Yuki" zu beschützen.


    Wahrscheinlich ist der Anime mehr für Yuno als für den Protagonisten bekannt (wobei ich sogar soweit gehen würde und sagen würde, dass Yuno die eigentliche Protagonistin ist...), was wohl vor allem daran liegt, dass der Junge ziemlich viel Hate abgekommen hat. Aber genau mit seiner ganzen Art, mit dem er mal so gar nicht ist, wie der Großteil aller Shonen-Protagonisten (Hallo, Eren) wird so ein Erlebnis wie Mirai Nikki überhaupt erst möglich. Hätte der Charakter auch nur einen Tick mehr Eier gehabt, wäre Yuno wahrscheinlich in ihrer Rolle untergegangen und der ganze Charakter wäre nicht so wundervoll rübergekommen, wie er es in Wahrheit tat. Ich bin kein Fan von Pairings und bin so romantisch wie ein nasses Stück Toast, aber die zwei gehören einfach so wie sie sind zusammen und ist in meinen Augen auch einfach das perfekteste Pärchen, dass ein Anime für mich jemals zu bieten hatte.
    Aber abgesehen von den Protagonisten hat der Anime auch so sehr interessante Charaktere, mit größtenteils bewegten und krassen Vergangenheiten. Auch hier haben wir wieder einen wundervollen Soundtrack und einen Zeichenstil, den ich persönlich sehr gerne mag. Die Handlung ist auch echt gut, auch wenn ich persönlich ein paar Dinge anders gemacht hätte. Das Ende des Animes ist auch gut, wenn auch traurig, aber passend. An dieser Stelle möchte ich noch sagen, dass ich den OVA totschweige, weil der mir den Anime beinahe ruiniert hat. ^^ Aber wenn man den getrost ignoriert, gibt der Anime ein klasse Gesamtbild ab und erschafft eine gute und spannende Atmosphäre, die mich so mitgerissen hat, wie damals kein Anime zuvor. Wahrscheinlich ist es irgendwo auch Mirai Nikki zu verdanken, dass ich heute so viele Animes gesehen habe.

    An jene, die alles, außer den Spoilern gelesen haben: Hoffentlich konnte ich euch einen kleinen Einblick vermitteln, wie ich über meine Lieblingsanimes denke. ^^
    An jene, die alles, also WIRKLICH ALLES inklusive der Spoiler gelesen haben: Habt ihr sonst nichts zu tun?

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    Original von akii
    Ja ich weiß, mein Niveau ist heut auch wieder abgedriftet :D
    Manchmal ist mir halt so danach, was - wie du bereits sagtest - nicht förderlich für eine sachliche Diskussion ist.
    Dennoch wollte ich einfach mal zeigen, wie diese ganze Diskussion hier rüber kommt: ziemlich stumpfsinnig und eine Diskussion kann man es nicht nennen.
    Eigentlich ist es mehr eine 4vs1 Front, wo von man versucht die 1 einfach mal etwas "offener" dem Spiel gegenüber versucht zu bringen. Bringt nur nicht viel, wenn man alle Argumente nur als "Ansichtssache" abspeist.


    Tja, aber dieses "einfach mal zeigen, wie dämlich das ist" führt leider zu nichts, weil das den anderen dann nur wieder anstachelt, erneut beleidigend zu werden. So entstehen Bitchfights, die keiner lesen will. Nichts für ungut - aber wenn dir danach ist "unförderlich für eine Diskussion" zu sein, dann doch bitte per PN oder über 'nen Messenger. Ich für meinen Teil würde gerne eine halbwegs anständige Diskussion führen und sowas stört dann einfach nur und macht eine entspannte Diskussion unmöglich.

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    Original von akii
    JA das kann man ironisch sehen xD ich mag es nicht, dass Link pinke Haare hat und verstehe es auch nicht und den Laser find ich halt etwas.."musste das sein?" - aber keineswegs so krass, wie ich es oben schrieb ;)
    Deswegen schrieb ich ja vorab: "machen wir das mal mit deinem Niveau"
    Ich wollte einfach mal verdeutlichen, wie scheiße es sich anhört, wenn man über etwas herzieht, was man mag. Denn die Wortwahl bzw. die Zeilen zwischen den Worten von Mangetsu sind nicht besser geraten.


    Ich vertrete die Auffassung: Wenn das Niveau sinkt, geht die Diskussion mit ihr unter. Es ist also ziemlich kontraproduktiv, sich bei einer sachlichen Diskussion auf das niedere Niveau eines anderen Diskussionsteilnehmers herab zu begeben. Stattdessen sollte man eher versuchen, dass Niveau wieder zu heben und andere wieder auf ihr Niveau nach oben zu ziehen. Deswegen fand ich diese ironischen Textpassagen ziemlich kindisch und unpassend, zumal es um OoT geht, nicht um AlttP.
    Und was den "Laser" angeht: Den gibt es faktisch seit Zelda 1 und ist somit ein klassisches Zelda-Element. ;) Auch wenn er in AlttP etwas anders dargestellt wird.

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    Original von Mangetsu
    ALttP ist älter als OoT und macht (in meinen Augen) soo viel besser als OoT, das Argument "Alter" zieht einfach nicht.


    Und siehst du, da fängt es schon an. AlttP ist ein 2D-Zelda, OoT ein 3D-Zelda, im übrigen auch das erste (!) 3D-Zelda und hatte deswegen ganz andere Möglichkeiten als es dieser Vorgänger hatte. Die beiden Spiele zu vergleichen ist so, als würdest du Äpfel mit Birnen vergleichen. Die 3D-Technik damals war eben noch nicht so weit wie die Pixelgrafik damals. 2D sah damals - finde ich heute noch - viel besser aus, aber man wollte eben etwas Neues probieren.
    Ich merke aber grade, dass ich mich wiederhole und meine Worte wohl doch nur auf taube Ohren stoßen, da du jedes Argument abweist (hab leider grade nicht die Muse, dir eine Liste aus den oberen Beiträgen zusammen zu basteln). Vielleicht denkst ja trotzdem nochmal über das nach, was wir versucht haben dir mitzuteilen und siehst das alles vielleicht mal ein bisschen weniger engstirnig.

    Aber wenn du dich sowieso ausklinken willst, finde ich, dass man den Thread auch schließen kann. Für dich scheint sich die Diskussion ja erledigt zu haben und andere Meinung scheinst du ja nicht für voll zu nehmen. Liest sich jedenfalls so aus deinen Beiträgen.

    Wow, ich würde gerne mal wissen, wie man bei dir argumentieren muss, damit nicht sofort alles als Ansichtssache oder wertlos abgestempelt wird. Btw, diese Aussage allein ist schon beleidigend. Das ist dasselbe, als hätte ich unter deinen Anfangspost geschrieben: "Voll behämmert, geh nach Hause Junge."

    Und abgesehen davon würde ich gerne wissen, was genau an Myxocons technischen Fakten beispielsweise Ansichtssache ist. Aber es ist nun mal FAKT, dass man im letzten Jahrhundert einfach noch nicht dieselben Möglichkeiten hatte, wie heute, aber wenn man sie gehabt hätte, wäre OoT sicher ein vollkommen anderes Spiel mit Highend-Auflösung, mehreren Enden und einer noch viel größeren und lebendigeren Steppe geworden. Ist es aber nicht. Weil OoT nun mal alt ist. Nicht so alt wie AlttP, aber definitiv älter als TWW. Kritisieren kann man alles, aber man sollte es trotzdem in einen kausalen, historischen und vor allem realistischen Kontext setzen.

    Und zeig vielleicht mal ein bisschen Einsicht. Zwei Leute schreiben nicht umsonst, dass sie dich als aggressiv empfinden. Den "OoT-Minion" hätte ich beispielsweise auch negativ aufgefasst. Davon abgesehen sind die langen Texte, die Herr der Zeit, Myxocon und auch Karl der Heinz geschrieben haben keinesfalls inhaltslos. Denk vielleicht mal ein bisschen drüber nach, okay? ^^

    Edit: akii

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    Ich bitte dich...einfach aus Respekt & appeliere an die Erziehung die du hoffentlich genossen hast: Hab deine eigene Meinung...aber hab sie mal gefälligst etwas netter! Du musst nicht deine ganze Wut in ein "Spiel" projäzieren. Wenn es dich so "nervt" dann spiel halt etwas anderes, danke!


    Dann appeliere ich noch aus Respekt und Erziehung auch noch an dich: Man kann seine Meinung über AlttP auch netter formulieren. Weiß ja jetzt nicht, ob das ironisch gemeint war, aber ich fasse das grade so auf, dass du dich um keinen Deut besser verhältst als Mangetsu. Auf der Basis "Ich find dich echt lächerlich" lässt sich keine Diskussion führen.

    Vielleicht solltest du wirklich mal an deiner Ausdrucksweise arbeiten, Mangetsu, denn nur weil jemand findet, dass OoT derartige Kritik nicht verdient (seh ich im Übrigen auch so), musst du nicht gleich persönlich werden. Es ist auch nur seine Meinung und wenn du deine Meinung in einem Thread preis geben willst, solltest du dich darauf einstellen, dass Leute was dazu sagen werden, die das anders sehen. Wenn du nur auf Zustimmung hoffst, muss ich deine Hoffnung leider enttäuschen, denn sicher gibt es Leute, die es genauso sehen, aber der Großteil teilt deine Ansicht wohl nicht. Ich zähle mich außerdem zu diesen Leuten.

    OoT ist nicht mein Lieblingszelda, aber ich mag es trotzdem recht gerne. Wie Myxocon schon sagte, es war ein Meilenstein. Es war der erste Zelda-Titel, der mit einer 3D-Grafik rauskam und selbst wenn es sich leer anfühlt, war wohl damals einfach nicht mehr möglich. Denn damals haben es viele nicht mal für möglich gehalten, dass sich Zelda überhaupt in 3D übertragen lässt. Und für "pupseinfach" würde ich es auch nicht halten. Beim ersten Durchspielen hatte ich mit OoT mehr Probleme als mit TP beispielsweise, die ich im Übrigen beide im selben Alter durchgespielt habe, aber das ist auch nur wieder mein persönliches Empfinden. Wenn du es für zu einfach hältst und dir die Gegner zu schwach sind, solltest du vielleicht eher Dark Souls als Zelda spielen. xD

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    Ich habe genug Videospielerfahrung, um OoT so bewerten zu können, man sieht ja in meinen Beiträgen, dass ich großer Fan von ALttP und TWW bin, zwei grandiose Spiele, die wirklich alles haben was ein Zelda braucht - viel zu entdecken (hat OoT nicht), innovative Rätsel (hat OoT nicht), Schwierigkeit (hat nur ALttP, TWW ist leider auch ein Witz), noch dazu hat der Link in TWW deutlich mehr Persöhnlichkeit, als diese Wasserleiche, mit der man in OoT spielt.

    Stimmt. Aber guess what: TWW kam Jahre nach OoT raus. Die Entwickler werden sich wahrscheinlich die Vorgänger, MM und OoT, unter die Lupe genommen haben und geguckt haben, was sie besser machen können. Und AlttP... du kannst mir nicht erzählen, dass der Link aus AlttP mehr Charakter hat als der aus OoT.

    Zu guter Letzt noch, was dein Steppen-Argument angeht: TWW ist mindestens genauso leer. Weiten an Ozean, zwischendrin ein paar Schatz-Lichter und hier und da ein paar Haie und Oktoroks, vielleicht mal 'ne Möwe... aber sonst nichts. Die Inseln sind mehr als großzügig verteilt und ich bin mir ziemlich sicher, dass man in OoT für den Weg über die Strecke Kokiri-Dorf --> Stadt Hyrule mindestens genauso lange braucht, wie mit dem von Port Monee nach Drakonia.
    Außerdem würde ich die Inseln aus TWW auch eher mit den Orten aus OoT Hyrule, Kakariko, Kokiri-Dorf, Hylia-See etc. vergleichen. Die Steppe verbindet diese Orte nur. Das Gleiche macht das Meer bei TWW.

    Auch nur meine Meinung, die ich dir mitteilen wollte. Hab dir vorherigen Beiträge nur überflogen, für eventuelle Dopplungen entschuldige ich mich deshalb. Wäre nett, wenn du nicht gleich wieder beleidigend wirst, sondern sachlich bleibst. :)

    Dieser Thread geht vor allem an alle SnK-Fans unter euch!

    Alle, die das Spiel bereits kennen - ihr dürft den Text überspringen bis zum markierten Text weiter unten.
    Für die, die Spiel noch nicht kennen sollten: Attack on Titan - Tribute Game ist so ziemlich das, wonach es sich anhört.
    Ihr wolltet schon immer mal mit einem 3D-Manövergerät durch die Gegend fliegen (außer im echten Leben)?
    Ihr wolltet schon immer mal mit Paketmessern durch die Nacken von riesigen, nackten Menschfressern schneiden (nicht im echten Leben)?
    Und ihr wolltet schon immer einmal vor Verzweiflung schreien weil ihr gefressen werdet (natürlich nicht im echten Leben)?

    Tja, selbst wenn der letzte Punkt bei euch nicht zutrifft, hier ist eure Möglichkeit! Ein Kerl namens feng, der wohl etwas zu viel Langeweile hatte, hat in einigen Monaten schweißtreibender Programmier und Animierarbeit ein Flash-Game programmiert, dass man eigentlich in eine ordentliche Grafik packen sollte, womit es quasi schon fast verkaufsfertig wäre. Das Spiel orientiert sich natürlich am Anime/Manga Attack on Titan bzw. Shingeki no Kyojin und stellt eigentlich ein ziemlich simples Setting auf die Beine:

    Tja, das Spiel wird euch aber innerhalb weniger Minuten klar machen, dass das... leichter gesagt als getan ist. Zugegeben, das Spiel ist nicht einfach zu spielen, aber macht dafür wirklich richtig viel Spaß und hat einen großen Suchtfaktor (ich muss es wissen). Dadurch unterstreicht der Spiel aber auch nur nochmal die Atmosphäre, für die SnK ja typisch ist. Vielleicht fühlt man sich trotz Paketmesser und Fliegerausrüstung den Titanen haushoch unterlegen, aber hier zahlt sich harte Arbeit eben aus - und mit jedem getöteten Titan werdet ihr besser.

    Wem ich jetzt also Lust auf das Spiel gemacht habe, der darf sich eingeladen fühlen, es sich selbst einmal anzusehen und wer den Anime nicht kennt, darf sich ebenso eingeladen fühlen, den mal anzusehen.
    Zum Spiel geht's hier: http://fenglee.com/game/aog/
    Achtung: Zum Spielen braucht ihr den Unity Web Player.

    [mark]Und hab ihr ein Aufruf an alle, vor allem an die, die bisher immer alleine gespielt habe![/mark]
    JOIN THE RECON CORPS! (oder so)

    Ne, Spaß. Ich suche Leute, die vielleicht Lust haben hin und wieder Titanen bekämpfen zu gehen. ^^ Ich glaube, dass ich die Steuerung mittlerweile ganz gut beherrsche, nur ist es allein eben doch langweilig, größtenteils alleine zu spielen und zusammen macht eben alles mehr Spaß. :D Wenn ihr also Lust und Zeit habt, könnt ihr mich gerne auf Skype adden (Skype-Name im Profil) oder wenn ihr mich bereits geaddet habt, mich auch gerne anhauen. ^^ Natürlich wäre eine gewisse Toleranz gegenüber Anfängern ganz nett. :)

    Bis denne und have fun ~

    Wirklich schade. Er war ein Mann, der einiges geschafft und vor allem erschaffen hat. Aber der Tod ereilt uns nun mal alle, früher oder später. Sein Name wird wohl nicht so schnell in Vergessenheit geraten und ich glaube, dass wir alle Gutes, was er vollbracht hat, in Erinnerung behalten können. Es bleibt also einzig und allein zu hoffen, dass er in den letzten Moment seines Lebens nichts mehr bereuen musste. Ruhe in Frieden, Satoru Iwata.

    akii

    Ich glaube ja irgendwie nicht, dass das ein komplett neuer Teil ist, sondern eher ein Port auf den 3DS, was ich persönlich ziemlich gut finde. Die WiiU ist für mich als jemand, der kein festes Einkommen hat und nur den 3DS, mit dem er an sich eigentlich vollauf zufrieden ist, unerschwinglich und unnötig, zumal es da nur eine handvoll Titel gibt, die ich mir wirklich holen würde (Handvoll = 2-3 Spiele), weshalb es für mich viel billiger ist, mir den 3DS-Port zu holen. Plus die zwei zusätzlichen Charaktere. ^^ Wenn es ein komplett neues Spiel geworden wäre, hätten sie entweder noch mehr Charaktere als nur zwei hinzugefügt oder sie alle komplett neu designt. Ansonsten wäre das Spiel es eigentlich nicht wert, sich einen "zweiten Teil" zu schimpfen.

    Edit: Oder ja, just as Kyle said...

    Von dem her: Ich finds super. Vor allem den roten Leuenkönig: Man kann als fu**** Boot spielen! xD Die Träume eines Gamers sind erfüllt worden. Wahrscheinlich wird das mein Weihnachtseinkauf dieses Jahr, wenns nicht früher rauskommt. Letztes Jahr wars ja SSB. ^^

    Nachdem meine Festplatte sich verabschiedet hatte und ich eine Neue einbauen musste (das wichtigste aber gerettet bekommen *puh*), hab ich die Gelegenheit mal genutzt und Steam nach langer Zeit mal wieder gestartet. Nach langer Zeit hab ich heute auch mal wieder Portal 2 gespielt und da wird einem direkt mal wieder bewusst, wie toll das Spiel ist. ^^ Und dass ich dringend mal den Ersten spielen sollte...

    Nebenbei hab ich auch noch Tomb Raider am laufen, demnächst wird wahrscheinlich auch bald mal wieder Skyrim dazu kommen, was ich ab und an spiele.

    Zwischendurch daddel ich aber auch an meinem Handy, vor allem Hearthstone, ein Kartenspiel von Blizzard mit dem Hintergrund von WoW, hat es mir grade angetan (obgleich so viel Ahnung von WoW hab wie vom Eier ausbrüten...). Ist F2P, inwiefern es aber P2W ist, kann ich momentan noch relativ schlecht einschätzen...

    Zitat

    Original von Gyorg
    Genau, man sollte endlich mal aufhören, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen und sich lieber um die Zukunft kümmern.
    Denn die Vergangenheit steht fest, sie kann nicht verändert werden, die Zukunft kann man aber sehr wohl nach Belieben gestalten...

    Man könnte aber auch schauen, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist, damit man in Zukunft nicht mehr dieselben Fehler macht. :zwinkern:
    Hört sich für mich fast so an, als ob da jemand Geschichte als Hassfach in der Schule hat, was ich persönlich gar nicht nachvollziehen kann, denn ich finde Geschichte faszinierend und äußerst interessant. Es ist richtig, sie kann nicht verändert werden, aber nur weil etwas so wie es ist unveränderlich ist, sollte man es trotzdem nicht ignorieren. Du kannst Gift drauf nehmen, hätte man die Taten des NS-Regimes beispielsweise nicht wieder aufgearbeitet, wäre Deutschland heute nur eine amerikanische Provinz oder erneut in der Hand eines Faschisten. Gegenwart, Zukunft Vergangenheit - das hängt alles zusammen, wie eine Kausalkette. Was in der Vergangenheit passiert ist, beeinflusst unsere Entscheidungen heute, die wiederum das beeinflussen, was wir im Morgen tun. Sie prägt und formt das Bild einer ganzen Nation, Deutschland ist da nur ein Beispiel von vielen. Weshalb ich es ehrlich gesagt ziemlich naiv finde, wenn du behauptest, man sollte aufhören, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen.
    Es wäre ein Fehler, hat aber was aus dem Spruch zu tun: "Aus Fehlern lernt man." Du würdest doch auch nicht zweimal auf die heiße Herdplatte fassen, oder?

    Zitat

    Original von SönkesAdventure
    Direkt nach dem ersten Mai, dem "Tag der Arbeit", regt sich ein ganzes Land über den Streik der Bahn auf. Läuft bei uns.


    Mal ganz ehrlich, wundert dich das? xD
    Menschen sind halt auf die Bahn angewiesen. Wenn die Mitarbeitet streiken und sich alle drüber aufregen, zeugt das meiner Ansicht nach nur von der Wirksamkeit eines Streiks. Außer wenn sich der Frust der Bevölkerung gegen die Streikenden und nicht gegen den Konzern richtet. Aber ich mein, das Recht zum Streik ist den Arbeitern ja per Gesetz gegeben, von dem her...
    Und wer sich ärgert, macht sich auch keine Gedanken mehr über einen "Tag der Arbeit", der im Volksmund ja ohnehin mehr als "Wanderfeiertag" bekannt ist.

    Zitat

    Original von Gyorg
    Anstatt einfach froh zu sein, einen freien Tag im Kalender zu haben, diskutiert ihr hier über Hitler und sonstigen Dreck, der Teil der Vergangenheit und ein Teil deutscher Geschichte ist, den man eigtl aus seinen Gedanken entfernen sollte. -.-


    1. Ging es hierbei nicht um Hitler, sondern um den Unterschied der links- und rechtsradikalen Szene der GEGENWART und der unterschiedlichen Auffassung von Gewalt.
    2. Geschichte sollte man meiner Meinung nach generell nicht vergessen, man sollte wohl eher lernen, mit dem umzugehen, was passiert ist.
    3. Ich für meinen Teil hab mich über den freien Tag auch gefreut, jedoch macht es mir auch Spaß, über solche Themen zu diskutieren. Wenns dich nicht interessiert, brauchst du es nicht zu lesen. ;)

    Ich muss an der Stelle noch erwähnen, dass ich die Diskussion ziemlich interessant finde. Obgleich sie zwar vollkommen vom Thema abweicht - vielleicht sollte man Threadtitel in: "1. Mai & Proteste von Links" oder sowas ändern. ^^

    Zitat

    Zur Qualität, da muss ich drauf bestehen, dass wir den Begriff klären. Ich zieh auch hier mal Wikipedia zur Rate und zitiere:

    Zitat:
    Qualität (lat.: qualitas = Beschaffenheit, Merkmal, Eigenschaft, Zustand) hat zwei Bedeutungen:

    a) neutral: die Summe aller Eigenschaften eines Objektes, Systems oder Prozesses
    b) bewertet: die Güte aller Eigenschaften eines Objektes, Systems oder Prozesses


    In der Umgangssprache wird häufig die Bedeutung b) verwendet, in der Wissenschaft allerdings meistens die Bedeutung a), die ich auch verwende. Wenn ich also von Qualität der Gewalt rede, dann meint dies tatsächlich nur das Ausmaß, die Schwere der Gewalt. Von daher ist die Gewalt der Nazis de facto von höherer Qualität, auch wenn es selbst für mich schon komisch klingt, das zu schreiben.


    Tatsächlich habe ich den Begriff bewertet interpretiert und kenne/kannte ihn auch nur so. Ich bin leider kein Politikstudent, sondern nur ein 08/15 Abiturient, weshalb ich glaube, dass da eine unmissverständlichere Umschreibung angebrachter gewesen wäre. Man kann in der Hinsicht leider nicht erwarten, dass das automatisch jeder weiß, weil b) einfach gebräuchlicher im gemeinen Volk ist. Du sagst ja selbst, höhere Qualität von Gewalt klingt komisch.
    Ich kann die Aussage aber nach diesem Hintergrundwissen auch eher nachvollziehen. :)

    Zitat

    Wenn die Linken seit Jahren verzweifelt fordern, doch bitte endlich menschenwürdig mit Flüchtlingen umzugehen oder mit Hartz IVlern, dann interessiert das, zumindest auf Bundesebene, wenig. Was tut man also als Autonomer Flüchtlingshelfer in Berlin, wenn man merkt, dass seine Meinung völlig egal ist, wenn man miterleben muss, wie Menschen vom Staat misshandelt werden? Man wehrt sich.

    Aber ganz wichtig hierbei ist mir, dass dies meine persönliche politische Einstellung ist. Ich kann nicht verlangen, dass du das verstehst, geschweige denn akzeptierst. Ich will dich auch nicht überzeugen, das Gewalt legitim ist. Ich will dir bloß zeigen, warum ich sie unter Umständen für legitim halte. Na klar, sind die Flüchtlinge nicht gerettet, aber sie erleben praktische Solidarität, das ist viel wert.


    Sorry, falls das jetzt unproduktiv ist, aber ich hatte da gerade eine sehr witzige Vorstellung in meinem Kopf. xD
    *Flüchtling kommt nach Deutschland, landet irgendwo in der Gosse, wird fast von Nazis verprügelt, dann von Linken gerettet, die ein paar Meter weiter die Scheiben einwerfen und Autos anzünden*
    "Ja, ähm, hmm... warum bin ich nochmal aus dem Irak abgehauen? Ich glaube, ich geh wieder zurück..."

    Zitat

    Aber nicht die Verletzung ist das Ziel dieser Gewalt, sondern die Zerstörung der Güter dieses Systems.


    Mjaaa... wenn ich meinem Nachbar die Scheibe einwerfe, dann muss aber entweder der sie zahlen oder ich und nicht der Staat.
    Deutschland ist kein kommunistischer Staat, es gibt in diesem Staat noch das Privateigentum (was ich auch gut finde, ich bin der Meinung, dass ein Kommunismus nach marxistischen Vorbild in der Praxis nicht umsetzbar ist, dafür ist der Mensch an sich zu arschig), von dem her ist es dem Staat doch vollkommen Rille, das die Scheibe kaputt ist oder ein paar Meter weiter ein Auto brennt. Der Staat muss dafür nicht aufkommen. Das ist Eigentum von Individuen, die für den Schaden grade stehen müssen. Und wenns eine Bank ist, dann muss es der Geschäftsleiter zahlen, von den Einnahmen seines Betriebs, was dann aber wiederum nicht verstaatlicht ist, sondern dem Betrieb gehört. Und woher hat der Betrieb sein Geld? Von uns. Geht also wieder unser Geld für drauf. Aber wie gesagt, den Staat juckt das nicht. Und deshalb wird das Staat auch nichts daran ändern. Weshalb ich den Sinn dahinter nicht ganz verstehe, vielleicht bin ich dafür auch einfach zu kurzsichtig.

    Zitat

    Geht der Gesellschaft etwas verloren, wenn ein Mensch stirbt? Ja. Geht der Gesellschaft etwas verloren, wenn eine Scheibe splittert? Nicht unbedingt.


    Ich unterscheide da zwischen Gesellschaft mit der Gesamtheit unseres Systems inkl. Staat und der Gesellschaft als das Volk. Wie bereits gesagt, den Staat juckt die Scheibe ja nicht. Demjenigen, der die Scheibe aber gehört hat und dem's jetzt kalt in die Bude zieht aber wohl schon eher. Oder die Leute, die in Bank XY arbeiten, dessen Scheibe auch kaputt ist, auch. Tatsächlich geht der Gesellschaft ein Objekt verloren, was einen Zweck erfüllt hat und ersetzt werden muss. Und erreicht wurde damit aber auch nicht wirklich was, abgesehen davon, dass sich die Leute, die das Fenster jetzt neu kaufen müssen, denken "Diese blöden Punks..."

    Zitat

    ch hoffe, ihr könnt das so als meine Ansicht hinnehmen, auch ohne das gut zu finden und haltet mich jetzt nicht für den übelsten Aggrospinner, der "Bullenklatschen" geht (und wenn doch, tja...dann tut's mir leid).


    Wenn jemand in der Lage ist, darüber normal zu diskutieren, dann halte ich den schon mal nicht für einen Aggrospinner. :)

    Zitat

    Jetzt gibt es noch eine kleine Aufgabe für euch: Und zwar reden wir ja hier die ganze Zeit von physischer Gewalt. Aber Gewalt kann ja auch etwas ganz anderes sein. Jemanden mental fertig zu machen und dazu zu bringen, für ein paar Cent die Stunde die unwürdigsten Arbeiten zu erledigen oder aber zu verhungern, das ist doch auch Gewalt oder? Und übt nicht der Staat jeden Tag Gewalt auf seine Bürger aus? Warum ist diese Gewalt legitimer als andere? Viel Spaß damit großes Grinsen


    Ich kann mich nicht erinnern jemals gesagt zu haben, dass es andersrum legitim ist. Es ging bisher auch nur um den Unterschied zwischen linker und rechter Gewalt und den Hintergründen. Und genauso wenig kann mich erinnern gesagt zu haben, dass das System, in dem wir leben, so wie es ist super ist und ihr Linken doch alle einen an der Klatsche habt und gar nicht wisst, was wir daran haben. Neee, weit gefehlt. Ich bin selbst keiner, der den Kapitalismus gut heißt oder so okay findet, wie er grade ist. Aber der Punkt ist, dass ich momentan keine vertretbare Alternative sehe. Kommunismus ist in meinen Augen Bullshit, in der Theorie vielleicht ganz niedlich, aber nach meinem Menschenbild, dass den Menschen als vollkommenen Egoisten sieht, dem es nur darum geht, sich selbst zu bereichern (und das muss nicht mal unbedingt physisch sein) und für den alles andere zweitrangig ist, nicht umsetzbar. Anarchie... find ich auch nicht gut, zumal das nur in noch mehr Gewalt mündet und wir Menschen uns dann langsam wieder auf derselben Ebene mit Tieren bewegen. Aber auf Dauer ist auch der Kapitalismus keine Alternative, weil es eben auch eine Form von Gewalt ist, nämlich der psychischen. Ich glaube, das System an sich abzuschaffen ist keine Lösung. Eher müsste man es ändern und zwar so, dass die breite Menschenmasse an Bedeutung verliert und das Individuum wichtiger wird. Ich für meinen Teil glaube in der Hinsicht eher an friedliche Demonstrationen, als an gewalttätige Ausschreitungen. Unproduktivität gegen Kontraproduktivität... hmm...

    Jeune Apatride
    Ich habe so das Gefühl, dass mir ein Rechter wohl dieselbe Story nur aus seiner Warte erzählen würde. Sicher ist da was Wahres dran, aber ein paar Dinge kann ich nicht unkommentiert so stehen lassen. :)

    Zitat

    Du machst aber tatsächlich einen schweren Fehler, auf den auch das Känguruh oder hier Hagen Rether ansprechen. Linke Gewalt, das ist eine eingeschmissene Fensterscheibe in der Commerzbank, das ist vielleicht ein umgeworfenes Auto (wobei das dann schon härtere Auseinandersetzungen sind) oder ein angezündeter Müllcontainer. Linke Gewalt ist Nazis blockieren und Cops, die Flüchtlinge räumen wollen. Nächtelange Sitzblockaden. Und ja, die Auseinandersetzungen mit der Polizei. Aber selbst da geht es nicht darum, Bullen zu verletzten, die sind so schwer gepanzert, das wäre auch gar nicht so einfach. Es werden leichte Verletzungen in Kauf genommen, ja, eine gebrochene Nase vielleicht oder so etwas, ABER die nimmt derjenige Linke dann für sich selbst genauso in Kauf. Es geht nicht ums Verletzen.

    Ohne hier jetzt rechtsradikale Gewalt schön reden zu wollen, ich bin kein Rechter und hab für solche politischen Anschauungen auch keinerlei Verständnis, aber ich frage mich, inwiefern das jetzt viel besser ist. Vielleicht sind nicht alle Linke brutal - genauso glaube ich aber auch, dass nicht jeder Nazi Ausländer verprügelt. Auch wenn ich es gut finde, dass man hier für sein Handeln selbst die Verantwortung übernimmt: Heiligt der Zweck automatisch die Mittel? Nur weil man selbst die Folgen, die sein eigenes Handeln mit sich zieht, akzeptiert und entgegen nimmt, ist es dann automatisch in Ordnung Fensterscheiben einzuwerfen? Jemandem die Nase zu brechen? Sich mit der Polizei anzulegen? Oder sich auf Bahngleise zu Sitzstreiks zu hocken und den Zugverkehr zu behindern?

    Ich find's ein bisschen hart, dass du von "Gewaltqualität" redest, weil mMn hat Gewalt keine Qualität. Gewalt ist Gewalt und steht wirklich in kaum einer Relation zu dem, was sie bewirken soll. Um mal "Die Ärzte" zu zitieren: "Gewalt erzeugt Gegengewalt." Bricht einer den Linken einem Rechten die Nase, weil der auf 'nen Ausländer losgegangen ist, kommen morgen drei Rechte und brechen dem Linken die Beine. Und so geht das immer weiter. Mag zwar klischeebelastet klingen, aber Gewalt ist nun mal keine Lösung, egal aus welchem Grund. Deshalb finde ich es auch nicht okay, wenn leichte Verletzungen in Kauf genommen worden. Die Hintergründe mögen ja andere sein, aber die werden nun mal von anderen Parteien gerne einfach nicht erkannt.

    Der Mensch ist einfach primitiv. Wenn mich einer haut, hau ich ihn zurück. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Mich kümmert in dem Augenblick nicht, warum er es getan hat. Mir wird was angetan, ich schlag zurück. Vergeltungsprinzip. Nur hat das keine Grenze nach oben. Deshalb ist es einerseits zwar verständlich, dass sich Linke mit der Polizei auseinandersetzen, weil sie sich von denen ungerecht behandelt fühlen (jetzt mal grob gesagt), jedoch ist es auch wieder nicht verwunderlich, dass die "Bullen" was gegen Linksradikale haben, wenn sie sich mit denen immer auseinander setzen müssen. So bilden sich zwei Blöcke, je öfter der eine dem anderen eine knallt, desto mehr verhärten sich die Fronten. Nochmal - jedes umgeworfene Polizeiauto führt nur dazu, dass sich die Kollegen noch mehr mit euch anlegen.

    Dein ganzer Post hat sich für mich so gelesen, als würdest du rechtfertigen wollen, warum linke Gewalt besser ist als rechte. In meinen Augen ist es nun mal so: Es ist nicht besser. Es hat vielleicht andere Gründe, aber es ist nicht besser. Die Reaktion, die es bei anderen hervorruft, ist dieselbe. Sowohl Linke als auch Rechte werden mit ihren Ausschreitungen von den Medien ähnlich negativ dargestellt. Und das ist vollkommen logisch, weil die Presse nichts Anderes als eine Skandalpresse ist. Kein Mensch will lesen, dass am 1. Mai alles super war. Die Leute WOLLEN hören, dass es Ärger gab, wenn nicht an diesem Tag, dann wollen sie dann erinnert werden, was vor drölfzig Jahren mal war. Jeder wünscht sich Nachrichten von einer heilen Welt, aber stürzt sich im Endeffekt auf die ganzen schlimmen Dinge, die in der Welt passieren. Eine der vielen Widersprüche des Menschen. Und da macht es auch keinen Unterschied mehr, ob es jetzt 50 oder 100 von 18.000 Demonstranten waren, leider - weil die Medien es so darstellen. Selbst wenn es nur einer gewesen wäre, der einen Mülleimer umgeworfen hätte, hätten sich die Medien draufgestürzt (überspitzt formuliert). Weil auch der Medienbereich nur einer weiterer Teil des kapitalistischen Systems ist und auf Profit ausgelegt ist.

    Mir ist das bewusst, dass nicht jeder Türke ein Azzlack ist, dass nicht jeder Pole Autos klaut und nicht jeder Linke Fenster einwirft. An die breite Masse der Gesellschaft wird das aber anders vermittelt. Wenn man sich nicht Systemkonform benimmt, sollte man auch nicht erwarten, vom System akzeptiert zu werden. =)

    Und ich hab da etwas Ahnung, wovon ich spreche. Ich hab selber in RL grade blaue Haare und bekomme zuweilen auch merkwürdige Blicke zugeworfen. Das war mir aber vorher schon klar.