Wow, mein letzter Beitrag ist 2017 her. Allerdings muss ich sagen, dass sich mein Schlusswort sehr gut mit meiner jetzigen Ansicht deckelt.
Ansonsten würde ich sagen: Nein. Es gibt keinen perfekten Menschen. Wird es auch nie geben, denn der Planet auf dem wir leben, die Geschöpfe die uns umgeben, die sind auch nicht perfekt. Wir suchen danach. Streben vielleicht auch danach, doch die Perfektion zu suchen ist ungesund. Sich selbst zu finden und lieben zu lernen, sich selbst zu lieben... das hingegen halte ich für sehr gesund und reif. =)
In meinen Augen gibt es keine Perfektion, aber ich weiß, dass gerade die sozialen Medien gerne einen anderen Eindruck vermitteln wollen. Und ich kann mir gut vorstellen, dass das auch jüngere Zielgruppen sehr verunsichern kann.
Mein Mann und ich sind seit dieser Aussage schon durch einige Krisen gegangen und ich kann von mir selbst sagen nicht unbedingt immer die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben. Doch Fehler gehören zum Leben dazu und ich glaube wir blicken alle früher oder später auf unser jüngeres Ich und denken uns: "Wie konnte ich das da gesagt/getan haben?!" Wobei das eigentlich sogar für eine positive Entwicklung spricht. Ich distanziere mich von vielen Dingen die ich damals gesagt habe weil ich heute ein ganz anderes Weltbild habe.
Für mich ist es mittlerweile auch sehr wichtig unabhängig von meinen Partner zu sein. Es macht mir Spaß Zeit für mich zu verbringen und ich glaube wir sitzen trotzdem immer noch mehr aufeinander als andere. Ich habe für mich einfach eine Menge dazu gelernt, was ich nicht mehr missen möchte. Und wenn ich mir den Titel so anschaue muss ich an das Gespräch mit einen Kumpel denken, der selbst als Single unter den zu unmenschlichen Vorstellungen leidet, die man teilweise auf Partnerbörsen (aka Dating Apps) so sieht.
Da schätze ich mich wirklich glücklich meinen Deckel gefunden zu haben. Ich selbst habe auch meine Ansprüche und die mögen für manche nicht gerade klein erscheinen, aber ich bin schon lange weg von meinem Teenie-Ich was sich so seinen Traummann gebastelt hat. Darüber bin schon froh. Man muss halt immer bedenken, dass die Anforderungen die man andere stellt auch selber halten sollte. Das wäre in meinen Augen sonst halt einfach ein Widerspruch, besser gesagt Heuchelei. Deswegen empfinde ich manche Ansprüche als realistisch. Andere wiederum einfach als zu hoch gesetzt.
Letztendlich ist es meist ohnehin so, dass man in einer Langzeitbeziehung (in meinen Augen) ganz anders an die Vorstellung eines Partners rangeht als z.B. als Single. Natürlich behält man viele Ansprüche, aber man lernt auch seine eigenen Macken und die des anderen mehr anzunehmen. Am Ende ist man halt doch nur ein Mensch mit Ecken und Kanten. Und das macht für mich auch eine schöne Beziehung aus.