Okami

  • Okami erschien bisher für PS2, Wii und PS3. Es ähnelt so manchen 3D-Zelda, ist aber eigenständig genug und somit alles andere als eine Kopie. Man steuert die Sonnengöttin Amaterasu in Wolfsgestalt und muss das Land Nippon von bösen Mächten befreien. Dabei wird sie von dem etwa lausgroßen Issun begleitet, der für viel Humor sorgt (der leider nur vom niedrigen Niveau ist).
    Die Handlung hat einige Wendungen, wirkt jedoch vor der Auflösung kurz vor dem Ende als eher episodisch. Japanische Mythologie wird dabei an fast jeder Ecke aufgegriffen. Das Land ist groß - vergleichbar mit Zelda TP, wenn nicht noch größer - und bietet viele bevölkerte Städte. Es gibt einige Sidequests und eben Dungeons, wobei die anfangs noch sehr klein sind.
    Gekämpft wird mit Waffen vom Typ Spiegel, Perlenkette und Schwert, wobei man immer zwei Waffen gleichzeitig trägt. Die Primärwaffe ist eine ganz normale Nahkampfwaffe, während die Sekundärwaffe etwas mehr Abwechslung bietet. Ein Spiegel kann so als Schild benutzt werden, während eine Kette die Möglichkeiten eines Fernangriffs bietet. Außerdem gibt es göttliche Pinseltechniken. Dabei wird die Zeit quasi angehalten und man kann ein Zeichen malen. Ist es korrekt (und wird es auch korrekt vom Spiel erkannt) kann man den Gegner mit Kirschbomben bewerfen oder einen starken Wind herbeizaubern.


    Faszinierend ist die Natur in diesem Spiel. Zerstört man eine verfluchte Zone wird der Spieler mit einer Sequenz belohnt, in der die Welt wieder ihr ursprüngliches Grün bekommt. Das hinterlässt ein schönes Gefühl, wie ich es kaum von Games kenne. Man kann auch Tiere füttern, was mitunter komisch aussieht. All diese positiven Taten für die Umwelt oder das Retten von Personen etc. geben spezielle Punkte, die man verarbeiten kann. So gibt es hier keine Herzcontainer, sondern muss eben jene Punkte dafür einsetzen. Das gleich gilt auch für Tintenfässer, wodurch man länger den Pinsel schwingen kann. Ein Pendant zu Herzteilen gibt es auch, jedoch gibt es davon nur sehr wenige.
    Die Grafik wirkt eher gezeichnet. Das Original für PS2 besitzt einen individuellen Charme durch seine matten Farben. Ich ziehe aber die Wiiversion vor, da hier die Farben kräftiger sind. Musikalisch überzeugt das Game ebenfalls, wenn auch ohne Ohrwurm.


    Leider ist das Spiel nicht besonders schwer. Anstrengend sind eher optionale Sachen, wie unterirdisches Buddeln oder die letzte Inkarnation eines so genannten Blockkopfes.


    Hat man das Spiel abgeschlossen erwartet sehr viel Bonuskram. Neben dem kompletten Soundtrack gibt es etwa 1000 (!) Artworks und Skizzen (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) sowie ein New Game Feature mit unter anderem Alternativkostümen.


    Wer Zelda mag sollte das Game unbedingt mal gespielt haben. Für 20€ gibt es das Game in HD-Version für PS3 zu downloaden, alternativ kostet die Wii-Version höchstens 30€ neu.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!