Beiträge von Al Fifino

    Als erstes würde mich mal interessieren, womit genau Du deine Videoschnipsel gedreht hast, also mit welchem Programm. Daraus lässt sich nämlich schon mal feststellen, welches Format die Urpsrungsdateien haben. Manchmal hat der WMM Probleme mit den Dateien, die man an ihn verfüttert, und er spuckt eben nur Müll aus.


    Dann würde mich noch interessieren, was für ein Betriebssystem zu verwendest, da von System zu System der WMM unterschiedlich ist (teils besser, teils schlechter, mehr Effekte etc.).


    Und wenn ich das alles weiß, dann kann ich womöglich versuchen, Dir zu helfen. ;)


    Greets


    /edit sagt: Nach einer 5-minütigen Suche bei google habe ich herausgefunden, dass es auch oftmals an den Codecs liegt bzw. dass von denen welche fehlen. Es wurde empfohlen, das K-Lite Codec Pack runterzuladen und zu installieren. Damit hat man dann so ziemlich alle Codecs auf dem Rechner, die man im Allgemeinen braucht, das könnte also helfen.

    Tahu: Wenn Du an ein übernatürliches Wesen oder zumindest an eine Kraft, welche gewisse Geschehnisse auf Erden lenkt, glaubst, dann bist Du genaugenommen kein Agonstiker mehr. Agnostiker zeichnen sich ja darin aus, dass sie weder für noch gegen die Existenz eines höheren Wesens argumentieren; da Du dich aber scheinbar festgelegt hast, gehörst Du eher in die Gruppe der Theisten, vorausgesetzt, Du gehst davon aus, dass das höhere Wesen / die höhere Kraft die Welt in irgendeiner Weise mit geschaffen hat. ;-)


    Zum Thema selbst: Da ich atheistisch veranlagt bin, glaube ich von vornherein nicht an ein Leben nach dem Tod. Aber auch aus persönlicher und logischer Sicht erscheint mir die Idee von einem Jenseits, in dem man weiter existieren wird, ziemlich gewagt. Man bedenke etwa die Nahtod-Erfahrungen oder, wie Tahu sie bereits angesprochen hat, die Außerkörperlichen Erfahrungen. Sie sind Ereignisse, die man dokumentiert hat, welche allerdings immer ein lebendes Subjekt benötigt haben. Man könnte dahingehend auch anders herum argumentieren: Leute, die für einige Sekunden oder sogar Minuten klinisch tot waren und erfolgreich zurück ins Leben geholt werden konnten, haben weder etwas von einem Jenseits noch von sonst einer Existenz nach dem Tod berichten können. Desweiteren wären sie, wenn man davon ausgeht, dass die "Seele" des Menschen vom Körper getrennt wird, nichts anderes als leere Hüllen gewesen, sobald sie wieder aufgewacht wären; die meisten von ihnen, nämlich jene, bei denen kein Gehirntod oder ähnliches stattfand, sind hingegen genau die Leute geblieben, die sie einstmals gewesen waren.


    Abschließend möchte ich sagen, dass man im Leben nicht wirklich die Zeit dazu haben sollte, sich über ein Leben nach dem Tod Gedanken zu machen. Eine Ewigkeit zu leben, stelle ich mir als sehr, sehr langweilig vor; da nutze ich lieber die Jahre, die ich auf Erden habe, vollkommen aus und gebe mich damit zufrieden. Sollte ich wider Erwarten nach meinem Ableben vor einem höheren Wesen stehen und gefragt werden, ob ich ein ewiges Leben haben will, würde ich aus meinem derzeitigen Standpunkt heraus auf jeden Fall mit "Nein" antworten.


    Greets

    Zitat

    Original von Midna
    Das war ein Beispiel, Junge. Ich werd da nicht weiter drauf eingehen, weil du selbst wahrscheinlich doch weißt, dass bisher die Nichtexistenz Gottes nicht bewiesen ist (lediglich die Existenz auch nicht bewiesen ist) - und ich sage dir das als Agnostiker, also mich interessiert es wirklich nicht die Bohne. Nur, um weiteren "Falsch"s von deiner Seite vorzubeugen (die, wie du vielleicht gleich verstehen wirst, auch keinen Sinn in einem Meinungsaustausch machen). Allgemeines Abstempeln als Richtig oder Falsch macht bei so etwas keinen Sinn und wirkt nur destruktiv für die Diskussion.


    Na ja... ist es falsch, etwas als falsch abzustempeln, das falsch ist? Nicht unbedingt, gerade, wenn es um Fakten und dererlei Dinge geht. Gerade in diesem Thread sind ja schon einige Gerüchte umgegangen. Und Meinungen resultieren ja zwangsläufig aus dem, was man aufnimmt - also auch Gerüchte, oder das Umfeld, um auf dein Nazi-Beispiel zu kommen.
    (Und ich habe nichts von Beweisen gesagt, nur von Nachweisen, die eine Nicht-Existenz Gottes gegenüber einer Existenz Gottes wahrscheinlicher machen. Bis wir das beweisen können, vergehen bestimmt noch ein paar Jahrhunderte. Aber ich bin mir sicher, irgendwer schafft es mal. :) )


    Zitat

    Original von Midna
    Und Al Fifino, Benedikt hat auch nicht "widerlegt", was jegliche (ich zitiere) "die manipulativen Parolen der Atomlobby nachsprechende[r] User in diesem Thread" sagen, sondern lediglich seine Ansicht dargestellt, auch wenn er - offenbar - davon ausgeht, dass die die einzig Richtige ist. Schön, wenn er da in dem Fall richtig lag, aber das ist kein Grund, die User als "gebetsmühlenartig [...] Parolen nachsprechende User" zu bezeichnen.


    Basta.


    Deine Worte, nicht meine. Ich habe bloß den (in meinen Augen selbstverständlichen) Unterschied zwischen Glauben und Meinung aufgezeigt, mehr nicht. Ich meine, ich fühle mich auch nicht angesprochen, wenn es um das Nachplappern von irgendwelchen Informationen geht. Schließlich machen das die Gegner der Atomenergie ja gerne auch. Wer von uns kann sich schließlich ein eigenes Bild von den tatsächlichen Tatbeständen machen?


    Um aufs Thema zurück zu kommen: Gab es irgendwelche Nachrichten, was eigentlich aus den japanischen Wasserbomben geworden ist? Haben die in irgendeiner Weise was genutzt oder ist das Wasser einfach, wie ich ja eher vermute, den Beton herunter geflossen?

    Antwort auf Beitrag von Benedikt


    Zitat

    Original von Benedikt
    http://www.klimaretter.info/en…r-stromexport-weltmeister


    [QUOTE]Der Exportweltmeister Deutschland macht auch beim Strom seinem Ruf alle Ehre: Im ersten Quartal 2010 erzielte die Bundesrepublik mit gut 9 Milliarden Kilowattstunden den höchsten Exportüberschuss ihrer Geschichte. Das belegen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Damit wurde im ersten Quartal in Deutschland 6,7 Prozent mehr Strom erzeugt als verbraucht - obwohl die Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel nicht eine einzige Kilowattstunde produzierten.


    Der Exportüberschuss entsprach ziemlich exakt jener Menge, die in der gleichen Zeit in den alten Reaktoren Biblis A und B, Neckarwestheim I, Isar 1, Philippsburg 1 und Grafenrheinfeld erzeugt wurde. Das bedeutet: Deutschland hätte auf acht Atomkraftwerke verzichten können - und hätte selbst dann noch eine ausgeglichene Bilanz. Indizien für eine "Stromlücke", die von der Atomlobby für den Fall des Ausstiegs angeführt wird, gibt es folglich nicht. Zumal der Exportüberschuss Deutschlands seit Jahren steigt. Bis ins Jahr 2002 war die Bilanz mit leichten Schwankungen recht ausgeglichen, danach gab es jährlich Überschüsse mit Werten um 20 Milliarden Kilowattstunden.


    Sorry, aber was hat das mit dem Thema zu tun? Schaltet man acht wohlgemerkt winzige Reaktoren aus, die, im Vergleich zu den restlichen, praktisch keinen Strom produzieren, sparen wir uns 6,7% Energie Überschuss - und haben laut google-Recherche bei einem Atomenergie-Anteil von knapp 22,4% noch immer ein sattes Minus von mehr als 16%, sobald die AKWs weg sind.
    Ja, man kann viel mit Zahlen erreichen... Stimmung machen gegen Atom, zum Beispiel. ;-)


    Ich bin ja auch jemand, der die Atomenergie lieber heute als morgen los wäre, aber es hilft nicht, Unrealistisches zu verlangen und die Zahlen zu verdrehen, so wie es die Atom-Lobby auch macht. Es bleibt dabei: Bis man diese fehlenden 16% ausfüllen kann, welche die AKWs hinterlassen werden, muss man diei Dinger anbehalten. Erst recht, nachdem sie endlich vom Steuerzahler abbezahlt worden sind. :skeptisch:

    Ein interessanter Beitrag, den ich kurz ein wenig analysieren will:


    Zitat

    Original von Miranda
    Sowas habe ich zwar sehr selten.. aber wenn ich sowas habe, dann halte ich mich dementsprechend von der Person fern, und belästige mich nicht selber weiter mit ihrer Anwesenheit.


    Sich mit der Anwesenheit jemandes belästigen, zeugt auch nicht gerade von Bescheidenheit, sondern eher vom Gegenteil. ;)


    Zitat

    Original von Miranda
    Aber auch ich habe eine Klassenkamaradin, die so eine verflucht schlimme Art an sich hat. Nicht nur ihre aggressive und abfällig wirkende Besserwisserei, sondern allgemein ihre Kommentare die sie zu Dingen ablässt, die sie wirklich nichts angehen.


    Solche Leute gibt es leider überall. Vor allem auch im Internet. Man sollte nicht glauben, wie viele Leute im Internet ihren Senf zu Zeugs geben, das sie kein bisschen angeht. (Vorsicht Ironie.)
    Aber mal ehrlich: Sich über solche Leute aufzuregen, macht keinen Sinn. Ich bin auch so jemand, auch wenn ich mich mit abfälligen Kommentaren eigentlich nur über Freunde und Leute auslasse, von denen ich weiß, dass sie damit umgehen können. Meine Kommentare sind zum größten Teil eher sarkastischer bis zynischer Natur, aber jener, den Du unten zitierst... na ja, ich greife mal in die Klischeekiste und vermute, sie hat Traum-Maße und ist blond. Solche Leute muss man eben ignorieren. Wenn man drauf reagiert, wird es nicht besser, sondern schlimmer. Das sind wunderschöne "attention whores", die nicht anders können, als auf sich aufmerksam zu machen, zur Not eben auch mit miesen und beschissenen Kommentaren. (Ich bin auch ein bisschen so eine Aufmerksamkeitshure, aber ich habe meistens Spaß an meiner bissigen Art. Dass andere damit nicht unbedingt ab können, ist mir klar, aber darauf lasse ich mich ein.)


    So... Leute, die ich nicht leiden kann? Ich glaube nicht, dass es so etwas für mich gibt. Meistens ist's eher anders rum: Es gibt mehr als genügend Leute, die mich nicht leiden können. Ich verstehe mich hingegen eigentlich prächtig mit allen, die mit meiner verrückten und beleidigenden Art ab können. Das sind nicht viele, aber weniger ist mehr, in meinem Fall.


    Schön, dass wir auch hier noch Thread-Archäologie betreiben, übrigens. Oder Nekromantie, wenn man so will. Das wäre vielleicht der einzige Schlag von Leuten, die ich nicht wirklich leiden kann. *zu Miranda schiel*


    Greets

    Zitat

    Original von Midna
    Ich muss zu Benedikt auch sagen: Nur, weil andere nicht deiner Meinung sind, gibt dir das nicht die Legitimation, sie als blöd darzustellen. Genauso beschissen ist es, Gläubige als blöd hinzustellen, nur weil sie an Gott glauben. Also bitte ein bisschen freundlicher, ja?


    Falsch. Der Unterschied liegt darin, dass man die Meinung der anderen widerlegen kann. Sie sind deshalb nicht gleich blöd, lagen aber nachweislich falsch (oder richtig, je nachdem). Gott hingegen existiert nicht (jedenfalls nicht in meiner Weltsicht) und seine Nicht-Existenz ist ganz gut nachweisbar, wie man in vielen entsprechenden Lektüren nachlesen kann. An etwas zu glauben, für das es keinerlei Nachweise gibt, abgesehen einiger von Menschenhand erschaffenen Schriften, ist für mich, salopp gesagt, blöd. ^_^


    back2topic!


    Benedikt: Der Supergau wäre ein Fall wie in Tschernobyl, wo das AKW explodierte und dabei Unmengen an radioaktiven Staub aufwirbelte, was zu einer hochgradigen Verseuchung der Umgebung des AKWs sowie zu geringeren Verstrahlungen im Umland führte. Wohlgemerkt Umland, also auch Europa und nicht nur Russland selbst. Der Supergau ist demnach also der absolut schlimmste Fall, den man für das Ende dieser Krise annehmen kann.


    Der GAU ist meines Wissens nach der Fall, dass die Kernschmelze eingetreten ist. Somit müsste man in Japan also von einem oder mehreren GAUs sprechen, je nachdem, wie viele Reaktoren denn jetzt wirklich schon der Kernschmelze unterliegen, denn so genau weiß das ja scheinbar niemand von der Regierung oder den Betreibern selbst. Auch neutrale Beobachter können nicht mit vollkommener Sicherheit sagen, was Sache ist.


    Laut Zeitungsberichten hat sich ein harter Kern von 50 Arbeitern gebildet, die sich derzeit aufopfern und versuchen, das AKW in Fukushima unter Kontrolle zu bekommen. Strahlung tritt bereits aus und wird somit bei diesen Arbeitern sowohl kurzzeitige als auch Langzeitschäden anrichten, in etwa so wie bei den Aufräum-Trupps, welche nach der Katastrophe in Tschernobyl eingesetzt wurden. Diese Arbeiter meldeten sich angeblich komplett freiwillig, zumindest in einem Fall wurde dies bestätigt.


    Und wie Arawn schon richtig erwähnt hat: Die Atom-Energie war lange Zeit das non plus ultra in der Energiegewinnung, da sie stetig und sicher Energie brachte. In den letzten zehn, zwanzig Jahren hat die grüne Energie zwar nachgezogen, steckt aber dennoch zu einem großen Teil in den Kinderschuhen. Theoretisch wäre eine Versorgung Japans mit erneuerbaren Energien wahrscheinlich sogar möglich; gerade die grüne Energie hat aber mit der Problematik des Energiespeicherns zu kämpfen, da die mit Sonne / Wind / Gezeiten erzeugte Energie zum einen an einem wolkigen / lauen Tag praktisch zusammen brechen könnte und die zuvor produzierte Energie nicht geeignet gespeichert werden kann, was zu einer Verpuffung von Energieüberschüssen führen würde.


    So denkbar und genial die grüne Energie also auch ist, sie ist noch lange nicht ausgereift und kann derzeit nicht ohne weiteres die Atom-Energie verdrängen.


    Greets

    Zitat

    Original von Mereko
    Ganz schlichter und einfacher Grund, warum Atomenergie notwendig ist, solang die "grüne" Energie nciht vollständig und flächendeckend ausgebaut und vorhanden ist: Macht euch mal Klar, wie die Strompreise explodieren würden, wenn man alle AKWs jetzt abschalten würde! Alle wollen den Ausstieg aus der Atomenergie, aber keine will teurere Strompreise...


    Hast Du dich mit der Problematik des Strompreises mal ernsthaft auseinandergesetzt? Der Strom würde aus mehreren Gründen nicht teurer werden:


    1. AKWs kosten Unmengen an Geld, genauer gesagt Subventionen. Subventionen sind Gelder vom Staat, und der Staat bekommt sein Geld vom Steuerzahler. Dass der Strom vom AKW so "billig" ist, liegt also nur daran, dass die Betreiber das "Restgeld" vom Staat bekommen.


    2. Es gibt praktisch nichts, was so teuer ist wie ein AKW. Der Abbau eines solchen Kraftwerks kostet mehrere Milliarden Euro (ich habe schon Beträge zwischen 20 und 200 gehört) und ist somit, in jeglicher Hinsicht, auf Dauer unrentabel. Den Abbau des Kraftwerks zahlt übrigens - wie sollte es anders sein - der Staat.


    3. Strom mit Uran zu produzieren, ist billig. Das AKW zu bauen, zu entfernen und zu betreiben ist sauteuer. Daraus folgt, dass Strom, egal wie produziert, auch nicht viel teurer ist als jener aus dem AKW und somit die Strompreise nicht sonderlich, wenn überhaupt, steigen werden.


    Der einzige vernünftige Grund, den ich für AKWs nennen kann, ist, dass wir derzeit ohne nicht auskommen und erst einmal neue Energiequellen erschließen müssen, bevor wir sie allesamt vom Netz nehmen können.


    Gretes

    Na ja. Atom-Energie ist nach wie vor die beste Methode, um aus wenig Ressourcen möglichst viel Energie zu gewinnnen. Uran ist halt einfach sehr, sehr energiehaltig, wenn man so will. Wenn man das Zeugs spaltet (Kernspaltung), erhält man einen ungeheuren Betrag an Energie. Wie ich schon vorhin Arwawn zusgestimmt habe, ist die Atom-Energie nach wie vor die energiereichste Form, mit der man Strom erzeugen kann. Was besseres, um Strom zu erzeugen, gibt es einfach nicht. Gerade für ein Land wie Japan, wo die Fläche und die Ressourcen ja wirklich begrenzt sind, war und ist die Atom-Energie ein willkommener Leistungsbringer für die Wirtschaft. Man kann einfach keine Kohlekraftwerke bauen, weil keine Kohle vorhanden ist. Man kann auch nicht über "Umwelt-Energie" genügend herbekommen, dass man die Atom-Kraftwerke abschalten könnte. Das ist auch einer der Gründe, warum in Deutschlan die AKWs weiterlaufen (abgesehen von Klientel-Politik ;-) ). Dass eine so hohe Flutwelle zustande kommt wie jene in den letzten Tagen, konnte niemand erwarten.


    Daraus folgt: Atom-Energie war und ist die "beste" Lösung für Japan. Nur hat dieses Mal die Natur kräftig dazwischen gefunkt. Man ist ein hohes Risiko eingegangen, und nun muss man dafür zahlen.


    Nuyra: Man KANN einfach nicht einen "großen Teil der genutzten Energie" mit "erneuerbaren Energie" abdecken. Nicht, solange die Atom-Lobby so mächtig ist und effektiv die Weiternentwicklung von erneuerbaren Energien behindert.


    Greets

    Zitat

    Original von PeterGriffin
    Das ist aber schon nicht mehr aktuell. Seit heute (Mittag oder früh glaube ich) ist bekannt das die Meerwasserkühlung fehlgeschlagen ist.


    ... Der Live-Ticker ist von heute, 18:45 Uhr. Wie viel aktueller soll's denn bitte noch gehen? :argh:


    Sammel hier keine Posts, sondern gib bitte Quellen an, wenn Du neue Informationen anschleppst. Das ist alles, was ich verlange. ;)


    /Edit sagt: Die Meerwasserkühlung hat ja auch noch nichts mit der Kernschmelze selbst zu tun. Nur weil die Meerwasserkühlung fehlgeschlagen ist, muss es deshalb noch nicht zur Kernschmelze selber gekommen sein. In jedem Fall steht nirgendswo im Web etwas über eine Kernschmelze in den Reaktoren. Sicher, dass Du das richtig mitbekommen hast?

    Vielleicht sollte ich "dumm" mit "auf lange Sicht unüberlegt" austauschen. Dennoch bleibe ich dabei: AKWs zu bauen, war wohl wirklich die schlechteste Alternative, zumal bis 2070 das Uran ausgehen soll. Spätestens dann steht man dumm da mit rieisgen Anlagen, die keinem mehr was nützen, vom atomaren Müll mal ganz zu schweigen.


    Japan hätte an und für sich eigentlich DER Vorreiter in Sachen Umwelt-Energie sein können... Das wäre etwas gewesen, wofür sie einigermaßen Platz gehabt hätten. Ich schätze mal, die riesige Wachstumsrate hat bei der atomaren Energie auch eine große Rolle gespielt. Auch wenn das Zeugs schon "bald" unnütz sein wird, bringt es eben doch am meisten Energie ein.


    Stimmt schon, irgendwo hast Du Recht, Rinku, aber meiner Meinung nach hätte man genügend AKWs aufstellen sollen, um die Wirtschaft zu stabiliseren, und nicht noch neue dazu bauen, so wie sie es ja vorhatten.

    Zitat

    [18:45] +++ IAEA: Aktuell keine Kernschmelze in Japans Reaktoren +++


    «Wir haben keinerlei Angaben, dass dort momentan Brennstoff schmilzt», so ein Experte der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA Die Situation sei aber dynamisch und könne momentan nicht abschließend bewertet werden.


    http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1124764


    Soviel zu diesem Thema. Anstatt Panik zu machen, solltest Du lieber mal deine Quellen angeben, Peter. Solche Katastrophen mit Gerüchten zu verschlimmern ist nämlich auch nicht gerade ein Scherz.


    Zum Thema "Niemand ist wirklich verantwortlich": Man konnte so ein Erdbeben vielleicht nicht erwarten, aber wer mehr als 10 AKWs in einem Land baut, das für Erdbeben bekannt-berüchtigt ist und sich praktisch direkt auf den Rissen einiger Kontinental-Platten befindet, der fordert das Schicksal geradezu heraus. Dass AKWs auf lange Zeit keine Zukunft haben, ist ohnehin bekannt, aber so dumm zu sein und eine so krasse Atom-Politik zu betreiben - das muss man erstmal schaffen.


    Greets

    Jetzt habe ich doch mal eine Frage: Es wird immer so viel darum geschwafelt (ja, geschwafelt =) ), was Guttenberg alles dolles für die deutsche Politik getan hätte. Aber ganz ehrlich, jetzt sagt mir mal bitte: Was zum Teufel hat der Kerl denn Gutes für die Verteidigungspolitik der Deutschen getan? Er hat sich zum größten Teil selbst inszeniert (s. Besuch in Afghanistan mit Interview) und sich schon mal in Stellung gebracht, um der nächste Bundeskanzler zu werden. Die Zahlen lügen ja schließlich nicht. Guttenberg war der bekannteste und beliebteste Politiker in Deutschland, aber praktisch keiner konnte stichhaltige Argumente für gute Politik seinerseits bringen.
    Wirklich: Der einzige Punkt, für den ich Guttenberg respektiere, war die Tatsache, dass er die Kämpfe in Afghanistan "Krieg" genannt hat und nicht "kriegsähnlicher Zustand". Was für ein riesiger Unterschied - jeder wusste genau, was da drüben los war.


    Greets

    Zitat

    Original von vyserhad
    Seine Arbeit hat sehr wohl etwas mit seinem Amt zu tun.


    Ein Doktortitel macht viel her. Er öffnet Türen zu Ämtern leichter, als für Leute ohne einen DOktortitel. Das ist halt so, weil wir eine Leistungsgesellschaft sind, und so eine Arbeit eine Leistung darstellt. Von daher basiert sein Amt auf diesen Doktortitel.


    Stimmt so nicht ganz. Die Chance, das Amt zu ergreifen, wurde durch den Doktor-Titel sicherlich zumindest zu Teilen begünstigt, und ich denke, in diesem Punkt wird auch niemand widersprechen. Sein Anrecht auf das Amt muss er aber nicht mit Titeln, sondern mit Taten rechtfertigen, und das hat er ja laut einem Großteil der Bevölkerung gut vollbracht. Nicht wenige würden ihn nach wie vor gerne als Verteidigunsminister oder sogar als Bundeskanzler sehen.


    Allerdings muss ich auch dem Tatbestand zustimmen, dass Guttenberg eine sehr schwere Stellung gehabt hätte, wäre er im Amt verblieben. Die Opposition hätte sich so eine Steilvorlage sicherlich nicht nehmen lassen und bei jedem noch so kleinen Dokument irgendeinen (wahrscheinlich selten blöden) Seitenhieb in Richtung der Plagiat-Affäre ausgeteilt. Insofern war der Rücktritt wohl das Beste, das Guttenberg für sich und die Politik tun konnte, solange wir einen sowohl von der Opposition als auch vom Volk respektierten Verteidigungsminister haben wollen.


    Navi: Das Volk fühlt sich ja zu großen Teilen nicht verarscht, sondern unterstützt ihn nach wie vor. Seine Beliebtheit ist laut Polit-Barometern nach wie vor ungebrochen, und Guttenberg ist und bleibt wohl noch für einige Zeit der beliebteste Politiker Deutschlands. Seine Auftritte waren eben charismatisch, sein Aussehen elegant und seine Reden sauber - hat ihm aber am Ende doch nichts gebracht. :xugly:


    Es bleibt also dabei: Wer Fehler begeht, muss für diese auch stramm stehen. Guttenberg hat das mit seinem Rücktritt getan. Dafür gebührt ihm ein gewisses Maß an Respekt, andererseits konnte man auch nicht wirklich etwas anderes erwarten.


    Greets

    Zitat

    Original von vyserhad
    Worauf ich raus wollte, war, dass es auch in dem westlichen System, soviele Demokratien gibt, wie es Staaten gibt... Warum sollte Ägypten keine neue Demokratie entwickeln können? Wobei ich da ziemlich pessimistisch bin, dass es klappt.


    ... Schwachsinn?
    Es gibt nach wie vor zwei weit verbreitete Formen der Demokratie: die präsidiale (USA) und die parlamentarische (mehr oder weniger ganz Europa). In Amerika hat der Präsident mehr Rechte als bei uns. Und das ist alles in allem schon der ganze Unterschied. (Hier muss ich auch einen Fehler meinerseits anmerken. In Deutschland haben wir natürlich keine Präsidiale Demokratie.)
    Wie die Demokratien ausgeführt werden, ist eine andere Sache, etwa wie in Italien, wo sich Berlusconi von der Demokratie gerne Schutzschilde basteln lässt. Die Parlamentarische Demokratie ist nichtsdestotrotz das weit verbreitete Regierungssystem in Europa. Wenn man von Demokratie spricht, spricht man also von diesem System. Jenes der USA hat ja nur beim Präsidenten einen Unterschied.


    Zitat

    Original von vyserhad
    Erstens ist die Demokratie nicht gerade ein Vorbild für die Staaten im nahem Osten, weil die Demokratievorstellung leider von den USA geprägt sind und zweitens ist die Gegend nicht gerade typisch für Demokratien...


    Das ist noch leicht untertrieben. Monarchien werden dort noch sehr groß geschrieben, ebenso wie Diktaturen. Jetzt also eine Demokratie dort zu errichten, wird abgesehen von den vielen anderen Faktoren noch schwieriger, als es sowieso schon ist.


    Zitat

    Original von vyserhad
    @Demokratie in Deutschland: Ja, schon wahr, dennoch waren die Demokratiebewegungen im 19Jhd. wichtig für das heutige... Viele Ideen wurden nämlich in dieser Zeit entwickelt, von denen wir heute noch profitieren. Ohne diese gäbe es unsere Demokratie auch nicht. Von daher sollte man sowas nicht außer acht lassen. Und was es mit dem Thema zu tun hat? Ganz einfach: In Ägypten gibt es Unruhen, woraus etwas neues entstehen könnte... vielleicht ja eine Demokratie... Ich hoffe jedoch auf etwas friedliches...


    Die meisten der Ideen der Demokratie stammen aus Griechenland, von den Stadt-Staaten. Die Ideen, die im 19Jhd. "entwickelt" wurden, sind nur weitergesponnene oder wiederaufgegriffene Gedanken aus dieser Zeit. Und noch immer hat Deutschland mit Ägypten praktisch nichts gemeinsam: Bei uns saßen die Amerikaner im Nacken. Ich glaube nicht, dass den Deutschen etwas anderes übrig geblieben wäre, als die Demokratie anzunehmen, und das nur, weil das damals die am wenigsten kriegerische (und vor allem dem Besatzer angehörige) Regierungsform war. Hätten die Amerikaner den Kommunismus gehabt, hätten wir eben eine kommunistische Regierung gehabt.
    In Ägypten fehlt der Besatzer, der Druck machen könnte. Anders gesagt: die stärkste Macht regiert. Das sind derzeit die Muslime. Gut möglich, dass diese also dort ihren Gottesstaat aufbauen werden.


    Greets

    Zitat

    Original von vyserhad
    Es gibt mehrere Demokratien, die im Westen angesagt sind. Da haben wir die extremen: Präsidialsystem und parlamentarisches System. Es sind unterschiede in der Betonung der Macht der einzelnen Institutionen. In der einen hat der Präsident, ein gewähltes Staatsoberhaupt, die Macht und in der anderen das Parlament. Selbstverständlich gibt es noch viele Zwischenstufen, aber die Vielzahl an verschiedenen System ist enorm. Und an beiden wirken die Menschen mit. Auch die konstitutionelle Monarchie hat ihre Demokratie (z.B. England), auch hier klappt es.


    Sorry, aber: Und weiter? :XD:


    Zitat

    Und im übrigen hat ist der Demokratiebildungsprozess in Deutschland schon lange vor dem Paulskirchenparlament entstanden. Nicht erst nach dem 1./2. Weltkrieg wurde die Demokratie den Deutschen aufgestülpt. Sie hatten selber vorher schon Bewegungen, welche Demokratie hervorbringen sollten. Da ist es ein Irrglauben, dass wir uns auf 40 Jahre Demokratie stützen. Wir haben ja auch noch Gesetze aus dem Kaiserreich!


    Wir stützen uns effektiv auf ungefähr 60 Jahren Demokratie, sogar ein wenig mehr. Die Demokratie, wie wir sie heute haben, kam nach dem 2. Weltkrieg. Die Bewegungen und Versuche vorher sind allesamt gescheitert und bereits in ihren Ansätzen erstickt. Mit anderen Worten: Die einzige Bevölkerungsschicht, welche die Demokratie wirklich unterstützte, waren die Intelektuellen und Studenten, und jene waren zahlen- und einflussmäßig massiv unterlegen.
    Davon abgesehen: Was hat das eigentlich noch mit dem Thema zu tun? Dass eine Demokratie Zeit braucht, darüber sind wir uns beide wohl einig. ;-)


    Greets

    Zitat

    Original von vyserhad
    Demokratie bedeutet, dass das Volk mitbestimmt. Das wiederum schließt nicht aus, dass das Oberhaupt ein König etc. sein kann. Auch eine Monarchie kann demokratische Elemente beherbergen.


    ... Deshalb habe ich auch geschrieben: "Demokratie nach westlichem Stile", also eine Präsidiale Demokratie, wo wir beim Paradebeispiel Amerika wären. Aber auch Deutschland, Italien, Spanien, England etc. haben diese Art der Demokratie, wenn auch die USA einen im Vergleich zu unseren äußerst starken Präsidenten haben.


    Zitat

    Original von vyserhadUnd wenn man historische Beispiele aufführt, wie das antike Rom, sollte es auch richtig getan werden. Das antike Rom war eine Oligarchie, evtl auch eine Aristokratische Gesellschaft. Es war keine Diktatur! Erst nach Cäsar wurde es zu einer Monarchie, was aber noch immer keine Diktatur ist!
    Mal davon abgesehen, dass die Diktatoren des antiken Roms Feldherren waren, welche in Zeiten der NOT die Geschäfte übernahm. Diese Macht wurde sofort wieder abgegeben.


    Dann erklär mir mal die vielen römischen Kaiser, die nach Cäsar kamen und den Senat praktisch mundtot gemacht haben. ;-)
    Ganz zu Anfang war Rom ja tatsächlich eine Art Demokratie und wurde vom Senat regiert. Das hat sich aber hinterher mit den römischen Kaisern ziemlich grundlegend geändert.


    Zitat

    Original von vyserhadUnd wenn du das Beispiel Deutschland nimmst. Das war ja wohl der größte Fehlschlag den es gibt, denn aus dem Demokratie versuch Nr. 1 ist denn letztendlich ein Krieg entstanden. Und das hat weniger mit dem Sowjetischen Feindbild zu tun...


    Die Weimarer Republik, ja. Mein Beispiel bezog sich allerdings auch nicht auf die Weimarer Republik, sondern auf unsere gute alte BRD, in der wir derzeit leben. Und damit die so entstanden ist, wie sie heute ist, hat's mehr als 40 Jahre gedauert.

    Zitat

    Original von Caimsen
    Ja, die Demokratie funktioniert leider nicht so gut wie sie sollte. Doch ist sie von der Regierungsform das beste was wir momentan haben. Abgesehn vielleicht von der konstituierten Monarchie wie es Liechtenstein hat. Aber dass ist wieder ein anderes Thema.


    Ah, na ja... Wenn Du mit "wir" natürlich die Westmächte meinst, dann stimme ich Dir durchaus zu. Aber was für uns gilt, muss nicht für den Nahen und Fernen Osten gelten.


    Diktaturen sind im Allgemeinen zwar gerne verpönt, aber wenn man sich mal an die Vergangenheit erinnert, wird man sich schnell eingestehen müssen, dass das römische Reich, obwohl nicht durch eine Demokratie vertreten (eher eine Mischung aus Demokratie und Diktatur, später nur noch Diktatur), sehr lange zusammen gehalten hat und praktisch alle Mitglieder des römischen Reiches ziemlich zufrieden waren. (Abgesehen vielleicht von den Sklaven.)
    Insofern sollte man gerade Ländern, die schon seit Jahrhunderten nicht in Demokratien, sondern in Monarchien und / oder Diktaturen leben, nicht einfach die Demokratie-Kappe überstülpen wollen. Was da rauskommt, haben wir ja oft genug miterlebt: nur selten etwas Gutes. (In Deutschland hat es immerhin geklappt, aber hier hat es auch Jahrzehnte lang gedauert, und man hatte die Sovjets als drohendes Feindbild zur Hand.)


    Eine Demokratie wäre also bestimmt schön; allerdings wage ich es noch zu bezweifeln, ob die Ägypter überhaupt mit einer Demokratie nach westlichem Stile umgehen könnten.


    Greets

    Die Frage ist doch eher, aus wessen Sicht heraus man eine "Rolle" einnimmt? Davon abgesehen: Was, wenn man mehrere Rollen spielt, wie es einem gerade passt, oder auch nur bei einer einzigen bleibt, obwohl andere erwartet werden? Wäre das dann nicht ein Zeichen für ein individuelles, selbstbestimmtes Dasein, also Individualismus?
    Davon abgesehen hat Individualismus gar nicht viel damit zu tun. Jeder Mensch ist ein Individuum, keiner gleicht dem anderen bis aufs Haar, egal ob vom Aussehen, dem genetischen Code oder der Verhaltensweise her. Individualismus muss nicht zwingend mit dem Verhalten zusammenhängen, sondern wird schon durch das bloße Sein erfüllt.
    Und den Begriff "Rollenbild" gibt es nach wie vor nicht. :xugly:


    Um nochmal auf die Sicht, aus der man die Rolle wahr nimmt, zurück zu kommen: Natürlich erwartet jeder etwas von mir, und ich erwarte im Gegenzug etwas von jedem, der mit mir in irgendeiner Weise in Kontakt steht. Allerdings zwinge ich ihm oder ihr damit keine Rolle auf, denn das Individuum hat nach wie vor die Möglichkeit zu tun und zu lassen, was immer es will. Meine Erwartungen können auch über eine andere Rolle, wie ich sie gerne gesehen hätte, erfüllt oder zunichte gemacht werden, und auch ich habe die Wahl, eine Rolle anzunehmen oder mir eine eigene zurecht zu legen.


    Shakespear sagte einmal: "Die Welt ist eine Bühne, und wir Menschen sind nur die Schauspieler." Dieses Zitat ließe sich auch hier wunderbar anwenden: Man versteckt sich hinter Rollen, um anderen zu gefallen oder damit man bessere Chancen in welchen Bereichen auch immer erhält. Um nun aber zum zwischenmenschlichen Bereich zurückzukommen, möchte ich darauf aufmerksam machen, dass ganz egal, in welcher Rolle mich andere gerne sehen würden, ich niemals gezwungen bin, diese Rolle anzunehmen; vor allem aber, dass die Rolle, die ich als Antwort annehmen werde, ein Teil meiner Selbst ist, vielleicht von anderen Faktoren beeinflusst, aber dennoch von mir bestimmt. Man kann also nicht sagen, dass Rollen aufgezwungen werden - wenn überhaupt, dann muss man sagen, dass jedes Individuum eine Rolle annimmt, mit deren Hilfe es am besten auf eine Situation reagieren kann.


    Übrigens, ein weiterer Beweis für die Existenz des Individualismus: Niemand wird eine praktisch identsiche Rolle so ausfüllen wie ich. ;)


    Greets

    Ich bin mal wieder ganz Pessimist und sage: Militär gibt die Macht ab, Muslimbrüder (derzeit stärkste Partei und angeblich von ca. 1/3 der Bevölkerung unterstützt) übernehmen dieselbe und bauen einen neuen islamistischen Staat auf. Neuerliche Proteste werden von den Anhängern und der neu eingeführten Religionspolizei niedergeknüppelt, und was wir so an westlichen Werten da drüben gerne sehen würden, wird unter den Teppich gekehrt.


    Wobei ich jedes Mal dieses Verlangen nach einer Demokratie lustig finde. Jeder definiert eine Demokratie schließlich anders, und unsere westliche Demokratie ist beileibe nicht die beste Art einer Regierung. So manche Diktatur hatte weniger Probleme im Inneren und Äußeren als so viele Demokratien heutzutage.


    Aber wie hier schon erwähnt wurde: Ein Wandel der Regierung benötigt viel, viel Zeit. Innerhalb eines halben Jahres soll es bereits Neuwahlen geben, obwohl es praktisch keine Opposition gibt und man erst einmal Zeit bräuchte, um sich zu strukturieren und Parteien gründen zu können. Oder anders gesagt: Für meinen Geschmack wird hier zu viel Hektik und zu viel Hoffnung gemacht. Der Irak- und Afghanistan-Krieg gilt auch schon seit etlichen Jahren als gewonnen, und noch immer sterben dort drüben Soldaten - das Ergebnis eines übereilten Angriffs, ohne die Fakten zu überprüfen. Ich glaube, dass man in Ägypten gerade dabei ist, den selben Fehler zu wiederholen, den so viele andere vorher schon gemacht haben.


    Greets


    G8 ist eine beschissene Idee. :P


    Die Idee, ein Jahr einzusparen, ist an und für sich nicht dumm. Die Idee, das eine Jahr einzusparen, dasselbe aber nicht mit dem zu verabreichenden Stoff zu tun, ist dagegen schwachsinnig. In meinem Gynmasium haben Fünftklässler bereits zwei Mal die Woche Nachmittagsunterricht, ab der 7. Klasse bis zu drei oder vier Mal. Die Nachmittagsstunden gehen teilweise bis zur 11. Stunde, d.h. 17:15 Uhr. Danach ist man gerade als kleines Kind so aufgebraucht, dass an Spielen, geschweige denn Hobbies, nicht mehr großartig zu denken ist.


    Da kann man mir sagen, was man will: Das G8 ist absolut ineffizient. Ich gebe Nachmittagsbetreuung und höre da die Siebtklässlerin sagen, dass sie eine Fünf in Französisch hat, ihr das aber nichts ausmacht, weil fast die gesamte Klasse in irgendeinem Fach eine Fünf hat. Sorry, aber das hat nix mit Generation Fernsehkinder oder ähnlichem zu tun. Die Kinder haben in der 6. Klasse bereits die ersten Stochastik-Aufgaben in Mathematik zu bewältigen - Stoff, der bei uns in der 12. Jahrgangsstufe, also der Kollegstufe, behandelt wird. Hier ist für mich einfach nur noch verkehrte Welt.


    Greets