Ganz ehrlich, das ist ein ausgelutschtes Thema...
Seitdem es damals diese RTL-Reportage über die gamescom gab (oder was das war) und die vom "niveauvollen" Fernsehen über Gamer hergezogen sind, sie unter anderem auch als potenzielle Amokläufer etc. bezeichnet haben, genügt sowieso die kleinste Randbemerkung um die ganze Netzgemeinde gegen sich zu haben. Mittlerweile glaube ich, dass es die meisten begriffen haben sollten, dass es nicht Spiele sind, die Menschen zu Mördern machen, sondern im Endeffekt wieder die Menschen. Und wem das immer noch nicht klar ist, wer immer noch Gamer mit Terroristen oder Amokläufern in einen Topf wirft, der marschiert wohl auch bei Pegida mit (metaphorisch gesprochen).
Zitat
Original von Din07
Dass wir als Gamer alle in den gleichen Topf geschmissen werden, ist doch das gleiche wie zum Beispiel mit den Islamisten.
Ich ersetze das Wort "Islamist" mal durch "Muslim". ^^ Denn genau das ist im Endeffekt der Fall. Pegida ist da doch das beste Beispiel, wie mit Muslimen umgegangen wird, weil man sie mit Selbstmordattentätern und Henkern von der IS in einen Topf wirft. Klar, bei den Gamern ist es nicht ganz so extrem verbreitet, aber vom Prinzip her dasselbe. Es geht hier einfach um Vorurteile, die sich etabliert haben und einfach nicht stimmen, weil es nun mal Menschen gibt, die zu beschränkt sind, um nachzusehen, was hinter den Kulissen abgeht.
Die Schlussfolgerung sieht bei denen wie folgt aus: "Öh, der war Terrorist. Öh, der hat Battlefield gespielt. Öh, alle die solche Spiele spielen, sind Terroristen." Und das ist per se einfach falsch. Und wer das bis heute nicht begreifen will, dem ist wohl einfach nicht mehr zu helfen.
Und wo hier grade noch die Siebtklässler angesprochen wurden: Die einzigen, die meiner Meinung nach Schuld daran tragen, dass minderjährige an FSK 18-Spiele kommen und sie übermäßig konsumieren, sind die Eltern. Wenn die nicht in der Lage sind oder sein wollen, darauf zu achten, was ihre früh pubertierenden Kiddies so in ihrer Freizeit treiben und ob das für ihr Alter angemessen ist, tut's mir einfach Leid um die Kinder. Dann zu sagen, die Spiele sind schuld, dass unsere Kinder gewalttätig werden, ist einfach, aber im Gegenzug krümmt ja keiner einen Finger und sorgt dafür, dass die nicht an diese Spiele kommen.
Wenn ich allein an die zehnjährigen Flamer, die man aus irgendwelchen CoD-Gameplays kennt, denke, wirds mir wirklich angst und bange...
Die Schuld wird sowieso viel zu sehr auf die Spiele an sich geschoben. Hintergründe, Psyche, soziales Umfeld etc., sind alles Dinge die bei solchen Urteilssprüchen nicht in Betracht gezogen werden.