Emanzipation

  • Vielen Dank für euren aufmunternden Worte :)


    Arawn
    Dass der Anteil in Berlin höher ist, kann ich mir gut vorstellen^^ Vor allem, weil es dort oben sehr viel weltenoffener. Das trifft auch auf München zu, aber wenn man ab da immer südlicher wird, wird die Bevölkerung immer christlich-konserativer. Und ich lebe in dem wohl allerkonservativsten Teil davon!


    Ich weiß, dass mehr als 50% aller Frauen aus der von mir vorherigen Generation sehr früh heirateten, Kinder bekamen und ab dann zuhause blieben, sodass der Mann Alleinverdiener war. Woanders hat die Emanzipation wahrscheinlich schon viel früher begonnen als bei mir zuhause.
    Mit meiner Generation beginnt es sich endlich zu wandeln, immer mehr meiner Gleichaltrigen wollen studieren und in einem technischen Beruf arbeiten. Ich habe schon erlebt, wie ich immer wieder schief angesehen wurde, wenn ich über meinen Traumberuf sprach, aber das waren nur die älteren Personen.

  • Eine Studie hat gezeigt, was eigentlich ja schon alle wissen: Männer und Frauen sind in nahezu alle körperlichen, emotionalen, psychischen Aspekten unterschiedlich. Und sowas will man geleichstellen?
    Spaß beiseite:
    Es geht hauptsächlich um soziale Akzeptanz. Je weniger eine Tat sozial akzeptiert wird, umso härter muss man kämpfen um sie durchzusetzen und zu halten. Eine Frau, die bei einem Schicksalsschlag in Tränen ausbricht, ist sozial akzeptiert. Selbst am Arbeitsplatz würde ihr das keiner Übel nehmen. Würde ein Mann allerdings das selbe machen, wäre er schnell das Ziel des ganzen Bürotratsches. Ein weinender Mann ist sozial nicht akzeptiert und wir des stehts schwer haben, sich zu etablieren (Eine Heulsuse wird kein Chef)
    Eine Frau, die eine Ausbildung macht und dann Mitte 20 Kinder bekommt und nur noch daheim hinterm Herd steht (natürlich mit Geld verdienedem Mann) ist sozial akzeptiert. Niemand würde an so einer Frau anstoß nehmen. Höchstens enge Bekannte und Freunde, die der Meinung sind diese Frau könnte mehr. Eine Frau, die ihre Karriere an erste Stelle stellt udn erst als gestandene Arbeiterin Kinder bekommen will, meißt dann Ende 30, Anfang 40, wird in unserer Zeit von wenigen applaudiert werden. Zu alt zum Mutter werden, zu alt im Vergleich zu ihren Kindern, überhaupt nicht fraulich genug. Solange dieses Bild nicht sozial akzeptiert ist, wird es es in der Gesellschaft schwer haben.


    Es gibt viele Ansätze zur Gleichstellung und Gleichberechtigung von Männern und Frauen, die einen sinnvoller, die anderen weniger. Aber solange ein bestimmtes Bild der Frau nicht sozial/gesellschaftlich akzeptiert ist, helfen auch entsprechende Gesetze und Verordnungen wenig.

  • Hallo ihr lieben, hab jetzt fast 4 Seiten gelesen, bzw. überflogen und gelesen. Und ich ertappe mich bei dem Gedanken das einige der geschilderten Probleme gar kein Problem in meiner Region sind. Dazu muss man sagen das ich hier im Osten hause. Eine Fraue nur hinterm Herd und der Mann verdient das Geld alleine? Das ist eines der dinge die man im Sozialismus zu Recht ab erzogen bekommen hat. Dafür hatten wir leider andere dinge nicht, wie die 68er Bewegung, die uns auch sehr gut getan hätte.


    Ich beleg das mal eben durch Links:


    http://www.frauenzimmer.de/cms…ehalt-frauen-maenner.html


    http://www.welt.de/politik/deu…viel-oefter-Karriere.html



    Ich hatte immer ein Problem mit Alice Schwarzer, weil mir schien das sie mit ihrerer teilweise extremistischen Art viel von dem kaputt macht, was sie gutes für die Frauenbewegung geleistet hat. Aber wenn ich so drüber nachdenke, kann ich mir vorstellen das sie vermutlich einfach sauer ist wie langsam sich das denken in der Gesellschaft ändert. In der DDR mussten einfach alle ran, da kam das Umdenken dann zwangsweise automatisch. Aber wenn man versucht eine Gesellschaft freiwillig nur mit guten Worten zur Gleichberechtigung zu erziehen, dauert es viele Jahrzehnte. Ich schätze das ist das Grundproblem. Natürlich gibt es auch hier solche und solche. Aber wir haben das Glück das wir ausreichend Kitaplätze zur Verfügung haben. Und die Gehälter sind auch (leider) nicht so hoch das einer alleine eine Familie ernähren könnte. So kann sich bei uns diese veraltete Vorstellung zum Glück nicht wieder einschleichen. Zumindest nicht bei der Masse. Ohne ausreichend Plätze und mit hohen Gehältern, würde es aber wohl auch bei uns anders aussehen. Dann würden wohl auch bei uns einer am Herd stehen und einer arbeiten gehen. Wobei ich das Gefühl habe das es dann durchaus auch Männer sein könnten die am Herd stehen und die Frau verdient dann das Geld.


    Tja Kinder werden immer weniger und Frauen müssen sich wie es scheint zwischen Job und Kinder entscheiden. Ich würde mir ehrlich gesagt wünschen das Großfirmen oder Zusammenschlüssen kleinerer Firmen an einem Ort, selbst mal die initiative ergreifen und eigene Kitas eröffnen. Familienfreundliche Unternehmen, das wäre doch mal was.


    Die Frauenquote sehe ich als etwas seltsam konstruiertes an, vielleicht wieder weil das Problem bei uns weniger Gegenwärtig ist:


    http://www.zeit.de/karriere/be…men-frauen-ostdeutschland


    Aber wie man an den zahlen sieht ist es auch noch nicht optimal. Ich denke aber wenn man die Gesellschaft zum umdenken bekommt, dann braucht man auch keine Frauenquote mehr weil einfach nur nach Leistung geschaut wird.


    Und noch als kleine Abschluss-Randbemerkung: Als männlicher Erzieher fände ich es toll wenn noch mehr Männer in dem Beruf arbeiten würden. Aber ich befürchte, das eine hier oft diskutierte Männerquote genau die falschen anlocken könnte. Das Problem gibt es natürlich mit Frauen in Chefetagen nicht, aber es zeigt noch mal meine Grundhaltung das der (oder die) jenige einen Job bekommen sollte der/die am besten dafür qualifiziert ist.


    Das setzt natürlich Personalchefs und Führungsebenen voraus die objektiv entscheiden können. Geschlechtsneutral sozusagen.




    PS: Grad noch einen Link gefunden. Da schleichen sich wohl auch bei uns die ungerechtigkeiten langsam ein. Deutschland wächst zusammen :xugly:


    http://www.zeit.de/karriere/beruf/2010-10/gender-pay-gap



    Na wenigstens für meinen Arbeitgeber kann ich sagen das alle geschlechtsneutral bezahlt werden. Bei uns gehts nur nach der länge der Betriebszugehörigkeit.

  • Zitat

    Original von MidnaUnd Frauenquote heißt nicht "wenn du zwei gleiche Bewerber hast, nimm die Frau"; jedem Chef ist es freigestellt, eine Frau einzustellen, wenn sie nunmal auch einfach besser geeignet ist.


    Doch genau das heißt eine gesetzlich vorgeschriebene Quote. Das ist wie mit der gesetzlich vorgeschriebenen Behindertenquote in Unternehmen. Natürlich muss ein Unternehmen diese nicht erfüllen. Tut es das aber nicht, hat das Unternehmen Strafzahlungen an staatliche Stellen zu leisten. Eine sog. Frauenquote ist nur dann durchsetzbar, wenn auch diese mit genau solchen Restriktionen eingeführt wird.
    Die Behindertenquote hat aber trotz mit ihr einhergehender Restriktionen nicht dazu geführt, dass diese Quote überall in Betrieben erfüllt wird. Das Absurde ist nämlich, dass es teils nicht möglich ist. Es gibt für bestimmte Berufe keine ausreichende Zahl behinderter Bewerber. Pech für den Betrieb, muss er eben Strafe zahlen.
    Ähnliches blüht dann bei Frauenquoten.
    Dazu kommt, Bewerber wissen durchaus, dass bei einer solchen Quotenregelung eben bestimmte Gruppen bei der Einstellung hintenan gestellt werden. Bei Stellen im öffentlichen Dienst steht heute schon dabei "Bei gleicher Eignung werden Bewerber mit Behinderung bevorzugt". So etwas dürfte dann wohl auch bei anderen Quotenregelungen dazu kommen. Blöd ist ohnehin keiner.
    Ne andere Sache ist, was ist eigentlich, wenn es nicht genug weibliche Bewerber mit hinreichender Eignung gibt, aber ein Unternehmen, oder eine Vereinigung sich die Strafzahlung nicht leisten will? Dann greift sie womöglich wirklich zu unfähigeren Bewerb(innen), um wenigstens die Quote einzuhalten.


    Aber auch so ist das Thema ohnehin absurd, weil es wieder mal nur um Elitekram geht. Führungspositionen mit Quoten zu regeln, geht völlig an der Realität vorbei. Die Topmanagementebene der großen DAX Unternehmen ist eine sehr homogene Klique und in sich geschlossene Schicht. Da kommt auch keine Frau mit Quote rein. Die schieben sich ihre Posten über Beziehungen schon seit Jahrzehnten zu. Diese "Hochqualifizierten" sind von einem eher patriarchalischen Schlag, deren Frauen ohnehin eher Accessoirs sind und gut eingerichtet sind im Goldenen Käfig gehalten zu werden. Söhne werden über Eliteschulen und mit Papas Beziehungen und den Söhnen von Papas TOP-DAX Freunden und den Elitefreunden aus Schweizerwirtschaftsschulen erzogen und in dieses System eingebracht. Da dringt von uns Normalos nie einer vor. So lange man diese selbstgerechten Strukturen dieser Neuen Klasse nicht aufbricht, wird auch keine noch so tolle Quotenregelung etwas ändern.
    Diese Unternehmen können sich Strafzahlungen leisten und letztlich auch den Schein wahren und Frauen in die unteren Führungsebenen einbringen, aber nach ganz oben kommt so eine Aufsteigerin so gut wie gar nicht. Da müsste sie schon da rein geboren werden und die Töchter sind dann oft doch anders erzogen und werden mit Luxus ala Paris Hilton abgespeist und tun sich mehr durch ihren Lebenswandel als Reichengöre hervor, denn knallharte Managerin. So lange unsere sog. Wirtschaftselite aus immer den selben Familien und Anhängern bestimmter Schulen und Grundeinstellungen (man kann sagen Glaubensrichtungen) hervorgehen, ist eine Regelung für Führungspositionen absurd überflüssig, weil einfach unwirksam.

  • Lacron:


    Nein.
    Vielleicht war meine Äußerung nicht eindeutig, aber eine Frauenquote von bspw. 30 % sagt NICHT aus "jedes Mal, wenn du einen Mann und eine Frau gleicher Qualifikation hast, musst du die Frau einstellen".
    Sie sagt "Von all denen, die bei dir vorsprechen, müssen 30 % weiblich sein". Und ich gehe stark davon aus, dass es oft genug die Situation gibt, dass die Frau auch einfach qualifizierter als ihr männlicher Konkurrent ist, so wie es andersrum ja auch oft der Fall ist. Wenn ein Chef FAIR einstellt und es nicht gerade absolut blöd läuft, dann kommt er von ganz alleine auf seine Frauenquote ;-)
    Das meinte ich mit dieser von dir zitierten Aussage...


    Ich stimme Darungos Abschlussbemerkung also voll zu. Es wäre schön, wenn eine solche Quote nicht nötig wäre und die Personalchefs einfach nach Qualifikation einstellen würden und nicht nach "Ist 'ne Frau, die kann doch nichts" oder andersherum sich von einem geschickt gesetzten Ausschnitt beeindrucken lassen. Am besten wäre es meiner Meinung nach, einfach in jedem der Bewerbungsprozesse eine männlichen und eine weibliche Person zu haben, die über Auf- bzw. Nichtaufnahme des Bewerbers entscheiden. Problem gelöst, tschüss Frauenquote.

  • Emanzipation? OH GOTT, dieses Thema xD.


    An und für sich habe Ich aufgehört darüber zu reden ... nicht weil Ich dagegen bin, sondern einfach weil Ich aufgegeben habe dass Leute das jemals wirklich verstehen ... das liegt bei Männern so wie auch bei Frauen im Argen.


    Ich hasse ja vor allen Dingen diese Pseudo-Emanzen ... was Ich damit meine? Das sie gauben Männer so lange anmachen zu müssen bis sie sie auf den Punkt erniedrigt haben, an dem sie die Frau sehen. JAWOHL, wunderbar funktionierende Gleichberechtigung! Erniedrige den anderen so lange bis er mit dir auf einem Niveau ist. Das ist nicht nur saudämlich, sondern schadet der Akzeptanz der Emanzipation gegenüber an sich.


    Auch ganz geil sind die Pseudo-Emanzen, die anfangen Frauen zu verbieten sich nach ihrem Mann zu richten. Da habe Ich doch eine erlebt die fast ausgerastet ist weil eine Frau beim Friseur sagte: "Ich würde schon gerne Mal kurze Haare ausprobieren, aber mein Mann mag das nicht!". Natürlich klingt das nicht sehr emanzipiert wenn sich die Frau nach dem Mann richtet. Jedoch bedeutet Emanzipation nicht dass die Frau niemals auf den Mann hören muss ... wenn sie sich nach ihm richten und ihre Interessen gelegentlich zurückstellen will ist das NICHTS was der Emanzipation widerspricht.


    Aber was ist dann Emanzipation wenn es so vieles nicht ist? Für mich ist Emanzipation nicht der Versuch nachweißliche Unterschiede zwischen Mann und Frau zu verleugnen (was übrigens manche auch tun ... Ich weiß ja nicht warum ... aber wenn Ich den ganzen Tag schweres Zeug trage komme Ich damit auf Dauer besser klar als so manche Frau ... merkwürdig, oder? [Sehr plumpes und einfaches Beispiel hier, aber Ich denke es trifft den Nagel]), es geht viel mehr darum die aus den Unterschieden entstandenen falschen wertenden Rückschlüsse abzuschaffen. Festzustellen das Muskelkraft nichts mit Wahl- und Selbstbestimmungsrecht zu tun hat. Und so weiter und so weiter. Ich denke, Ich habe meinen Punkt über Emanzipation deutlich gemacht, viel Spaß beim weiterdiskutieren^^

  • Zitat

    Original von Darungo
    Eine Fraue nur hinterm Herd und der Mann verdient das Geld alleine? Das ist eines der dinge die man im Sozialismus zu Recht ab erzogen bekommen hat.


    In der DDR mussten einfach alle ran, da kam das Umdenken dann zwangsweise automatisch. Aber wenn man versucht eine Gesellschaft freiwillig nur mit guten Worten zur Gleichberechtigung zu erziehen, dauert es viele Jahrzehnte. Ich schätze das ist das Grundproblem.


    Tja du sagst es ja...das Umdenken in der DDR geschah zwangsweise. Von richtiger Emanzipation konnte man im Sozialismus ja nicht sprechen, da Frauen da auch nur von der Regierung ( nicht von der Gesellschaft) in eine Rolle gedrängt wurden. Ich sehe es nun auch nicht als Grundprolem an, wenn sich eine Gesellschaft sehr langsam, aber dafür halt freiwillig weiter entwickelt. Ich würd auch nicht alle Frauen die heute noch Hausfrauen sind bemitleiden, als würde man sie in Ketten halten. Am Ende kann ja jede selbst entscheiden. Nur wenn wirklich der Mann seine Frau zwingt, ist das natürlich inakzeptabel. Immerhin hat jeder das Recht eine Karriere anzufangen. Die Anzahl der Krippenplätze spielt da auch nicht immer eine Rolle. Ich denke fast das wird von vielen Paaren fast schon als Ausrede benutzt, um das Kinderkriegen aufzuschieben, bis sie dann nicht mehr in der Lage sind welche zu bekommen...aber das´n andres Thema.


    Zur Frau Schwarzer stimme ich Darungo zu, dass sie doch zu extrem ist. Wenn man viele ihrer Zitate und Artikel liest, bekommt an halt den Eindruck, dass sie gar nicht an Gleichberechtigung interessiert ist, sondern die Verhältnisse angeblichen Unterdrückung umkehren will. Zeilen aus der Emma wie: "Wenn wir wollen, dass es unseren Töchter einmal leichter haben, müssen es unsere Söhne doppelt so schwehr haben.", sprechen eigentlich schon für sich. Und der ganze Genderisierungs-Wahn ist sowieso totaler Müll, wenn Feministinnen sagen, dass die Geschlechter Mann und Frau nicht existieren, sondern nur aufgezwungene Rollen der Gesellschaft sind. Oder dass es ja keinen Unterschied macht, ob man zur Burka oder zum Bikini gezwungen wird (nur das bei uns keine Frau gesteinigt wird weil sie sich weigert sich freizügiger zu kleiden). Leider wird sowas mittlerweile schon an Unis gelehrt, dank den ach so tollen 68ern.


    Die Frauenquote halte ich ebenfalls nicht gerade konstruktiv für Frauen. Besonders in der Führungsetage, könnte man als Mann sehr schnell den Verdacht bekommen, das die neue Vorstandskollegin nicht wegen ihrer Erfahrungen und Fähigkeiten, sondern wegen der Quote eingestellt wurde. Nicht gerade gut fürs Betriebsklima und das Ansehen der Frauen.


    Aber was regen sich auch alle auf? Wir haben eine Frau als Bundeskanzlerin (und bestimmt auch nicht die letzte), soviel Frauen in Ministerien, Ministerpräsidentinnen, weibliche Abgeordnete wie noch nie. Und das mit den Frauen im Beruf, Führungsetagen ändert sich auch noch. Aber halt nicht durch Zwang und Gleichmacherei durch die Regierung. Die Gesellschaft ändert sich auch ohne die Politik und auch die Schranken in den Köpfen mancher Leute werden irgendwann verschwinden.

  • Eines Vorweg: Ich habe nicht alle Beiträge gelesen bzw. kann mich nicht mehr an den Inhalt der älteren erinnern.


    Erstens: Ich diskutiere nicht gerne als Frau darüber. Entweder werde ich den als Mannsweib betitelt (wenn ich was kritisches sage) oder den heisst es "Ach, als Frau bist du eh dafür" (wenn ich was positives darüber sage).
    Und da denke ich wieder einmal, es wäre schön männlich und weiblich zu sein :rolleyes:


    Wegen Frauen im Militär. Ich habe einmal einen Bericht gelesen, da sind die Vorgesetzten eher dagegen. Nicht weil es alles Machos sind und die Frauen am liebsten zu Hause haben. Drei Punkte sind mir im Kopf geblieben:

    • Man braucht mehr Frauen um einen Verletzten abzutransportieren. Ausserdem brauen die Damen länger.
    • Frauen können Granaten nicht weit genug werfen. Oder weigern sich, diese zu benutzen.
    • Wenn eine Frau verletzt oder getötet wird, verändert sich das Verhalten ihrer Kameraden. Sie können in eine Art Rache-Modus fallen.


    Natürlich kann man auch sagen, das es Männer gibt die zu schwächer sind oder sich weigern Granaten zu benutzen. Aber der Bericht war sachlich und hat nur die Beobachtungen aufgeschrieben.
    Mir persönlich ist es egal. Wenn eine Frau wie Rambo durch den Dschungel rennen will- ihr Ding. :)



    Aber jetzt zu einem anderen Thema. Männer in "Frauenberufen."
    Ein Mann will Kindergärtner werden. Schon werden Stimmen laut, die ihre bedenken äussern. Er soll mit den Kindern auch aufs Klo? Er hilft den Kleinen beim umziehen? Eiei, was hat er nur für Gedanken?


    Oder was ich erlebt habe: Ich habe einen Beruf in der Hauswirtschaft gemacht. Wieviele Jungs gab es in den Klassen? Richtig, nicht viele (in meiner hatte es sogar gar keinen). Und diese mussten sich sogar verteidigen.


    Wenn man schon von Gleichberechtigung spricht, muss man auch die andere Seite sehen. Oder wie es so schön in der Schweiz heisst: Man kann nicht den Fünfer und das Brötchen nehmen.

  • Ich muss mich auch nochmal dazu äußern.


    1. Thema Frau und Kleiden:
    Ich weiß das ist ein heikles Thema, vorallem für einige Frauen, aber wie hier schon erwähnt wurde. Für manche Berufe benötigt man passende Kleidung. Ein Bauarbeiter kann ja auch nicht mit Anzug, Krawatte etc auf der Baustelle rummrennen etc. Und wenn ich zb in ein Kleidunggeschäft etc gehe, will ich zumindestens auch von einer gut bekleideten Person bedient etc werden. Und nicht einer Person das sich anzieht wie aus der Gosse etc. Sowas hinterlässt halt einen schlechten Eindruck - und gott, ich bin bei weitem kein Modegenie etc..ich zieh mich selbst eher Langweilig an. Aber ich würde mich sicher nicht darüber beschwerden nur weil von mir passende Bekleidung gewünscht werden würde.


    2. Thema Frauenarbeit und Kinder:
    Ich bin der Ansicht, das es Grundsätzlich Dinge gibt die Männer und Frauen unterscheiden und das nicht nur Körperlich. Vielleicht liegt es an der Erziehung or whatever, aber mir kommt vor das Frauen viel mehr auf Reinlichkeit etc achten als Männer. Nicht nur was sie selbst betrifft, sondern die Umgebung, Mitmenschen etc. Und wenn man solche Eigenschaften mit sich trägt, ist es logisch(und bittet achtet genau auf meine Wortwahl), das einige denken das Frauen für dies und jenes(wie Putzen etc) besser geeignet sind.
    Das heißt nicht, das ich finde, ein Mann kann das nicht auch etc (mein Schwager zb ist Ordentlicher als meine Schwester...). Ich finde, ein Mann sollte durchaus zuhause mithelfen und vorallem sein Frau unterstützen. Ich finde nur, die Frauen sollten nicht immer sofort emphört oder eingeschnappt sein, nur weil man findet, das gewissen Arbeiten besser erledigen als andere...


    Generell ist das eine Sache die mich bei der Emanzipation gewaltigt nervt. (das gleiche bei Ausländern und Co) Wenn man irgendwie seine Meinung äußert oder vielleicht anders Denkt als andere, ist man gleich sexistisch, einfälltig etc. (das gleiche bei Ausländer...wenn man irgendwelche Taten deren kritisiert, weil es Falsch ist, wird man gleich als Rassist dahingestellt).


    Wenn ein Mann also sagt, das eine Frau besser hinter einem Herd geeignet ist, als wie zb bei einen Typischen Männerjob wie Baustelle etc, dann finde ich, man sollte diesen Menschen nicht gleich beschimpfen nur weil er anderer Ansicht ist.


    Was Kinder betrifft, so SAGE ich, auch wenn es altmodisches Denken ist, das an sich, die Frau die bessere Erzieherin ist, als ein Vater. Heißt nicht, das man deshalb alles gleich der Frau unterschieben sollte, aber es ist doch so. Ein Baby wächst nunmal in einer Frau heran und das ist meiner Meinung nach was sehr inniges. Da baut sich einfach eine Beziehung zwischen Kind und Mutter auf, die wir als Männer nicht haben. Klar, im Laufe der Zeit wird zwischen Vater und Kind, sofern er sich auch gut um das Kind sorgt, auch eine Starke bindung entstehen, aber es ist nicht dasselbe. (kaum zu glauben das ich so nen Kitsch schreibe...aber meine Schwester ist seit 2 Jahren mutter, und vor ein paar Wochen hat sie das Zweite bekommen =) [am selben Tag wie das Erste]. Klar sie kann gut mit Kindern umgehen, das weiß ich... immerhin wurde ich neben meiner Mutter und meinem Vater auch von meiner Schwester großgezogen, da früher meine Ma und Vater sehr oft arbeiten waren und so bei meiner Schwester oft blieb. Aber als Mutter von Kindern hätte ich sie mir nie vorstellen können, bis sie ihr erstes bekommen hat. Sie hatte ne vollkommene Wandlung gemacht und man sieht halt, auch wenn ich sie heutzutage nicht so oft sehe, da sie vor einigen Jahren weggezogen ist als sie heiratete, wie sehr sie das Veränderte und was für eine Bindung zwischen ihr und ihren Kindern vorhanden ist =) Und mein Schwager kümmert sich gut um sie, das stimmt schon, aber es ist nunmal anders als wenn meine Schwester da ist =)....


    Dennoch finde ich, das nicht immer bei einem Sorgerechtsverfahren(nennt man das so?) automatisch zugunsten einer Mutter gewählt wird. Es ist doch so, wenn es zu streitigkeiten um das Sorgerecht kommt, das der Vater auch viel für das Kind übrig hat...und es gibt halt auch Frauen(nicht vieel schon klar), die ihre Kinder nicht so gut behandeln wie ihre Väter, weshalb ich finde, das man nicht immer Automatisch für die Frau spricht, sondern das genau Untersucht und gleichwertig behandelt...
    Auch das Kind, wenn es Alt genug ist, sollte seine Meinung kundtun dürfen...


    b2w:
    Was fällt mir Ansonsten noch ein. Nach wie vor bin ich aber auch der Meinung, das Emanzipation negative Sachen mit sich bringen. Und auch(wie hier schon mal erwähnt) habe ich manchmal das Gefühl, das es hier nicht wirklich nur um Gleichberechtigung geht, sondern bei manchen Emanzen-Mietzen denke ich, das sie sogar der Ansicht sind, das Frauen besser als Männer behandelt werden sollen. Und mal ehrlich - wenn es Hart auf Hart kommt, wird zugunsten der Frau entschieden.
    Bsp: Sex mit einer Minderjährigen. Das das ein Heikles Thema ist, ist mir bewusst, aber ist es Fair, wenn ein Mann von einer minderjährigen Verführt wird, das zugunsten des Mädchen entschieden wird? Wenn man zudem bedenkt, das viele Mädchen, die sowas wollen sogar oft über ihr Alter lügen...
    (bei Minderjährig mein ich jetzt nichts zu junges wie 14 oder so aber bei einigen 16,17Jährigen erkennt man das schon fast nicht mehr, so wie die sich mit Schminke etc vollklatschen usw)


    Viele Frauen wollen immer recht haben, aber wenn sie es nicht tun, dann spielen sie ihre Vorteile aus(reize, mitleid etc) um das bekommen, was sie wollen, oder um Fehler ungeschehen zu machen etc. Und da muss man(n) sich dann doch ab und zu mal fragen, wieso solche Frauen dann von Gleichberechtigung schwaffeln. Das soll keine Belediegung sein, und ich bin sicher nicht gegen die Emanzipation. Aber man sollte sich schon langsam darüber Gedanken machen, wo es Anfängt und wo es aufhört. Und man sollte auch einsehen können, das es oftmals den Eindruck macht, das Frauen wirklich nur das Gute der Gleichberechtigung haben wollen, aber das schlechte nicht...

  • Zitat

    Original von Morrissey


    Tja du sagst es ja...das Umdenken in der DDR geschah zwangsweise. Von richtiger Emanzipation konnte man im Sozialismus ja nicht sprechen, da Frauen da auch nur von der Regierung ( nicht von der Gesellschaft) in eine Rolle gedrängt wurden.


    Stimmt aber auch so nicht ganz. Gezwungen wurde da keine Frau. Auch in der DDR hatten Frauen die Wahl, ob sie ihre Kinder daheim erziehen und als Hausfrau sich um "Herd und Heim" kümmern wollten, oder eben einen Beruf ausüben und die Kinder in anderer Form betreuen ließen. Man sollte auch bedenken, dass selbst die DDR es nie geschafft hat eine 100% Quote an Plätzen in Grippe und Kindergarten, respektive Schulhorten, zu haben. Bis in die späten 1970er gab es auch da einen enormen Mangel an ausreichenden Plätzen zur Kinderganztagsbetreuung. Erst in den 1980ern hat man eine relativ hohe Quote gehabt.
    Aber auch da war keiner gezwungen, sein Kind "abzugeben" und einer Arbeit nachzugehen.
    Meine Oma erzog meinen Vater und seine Schwester als Hausfrau daheim. Meine Cousine wuchs ebenso auf. Ich ging in Grippe und KiGa.
    Es war nur einfach so, dass der Staat in der DDR durchaus Frauen mehr ermutigte, als es im Westen und vor allem in südlichen Bundesländern geschieht, arbeiten zu gehen und ihnen mit möglichst kostengünstiger und umfassender Kinderbetreuung von Staatswegen dabei half und die Entscheidung erleichterte. Eben weil in der DDR auch Frauen als Arbeitskräfte viel mehr gebraucht wurden, als es im Westen der Fall war.
    Gezwungen wurde dennoch keiner. Es hat sich aber gesellschaftlich dann viel stärker etabliert und es entstand damit auch eher ein gesellschaftlicher Druck. Eine Frau, die nicht arbeiten ging und daheim blieb, war wohl "zu Fein", um sich am normalen Leben der Genossen zu beteiligen oder ihr Mann "ne Bonze" mit zu hohem Einkommen.
    Dann kommt noch hinzu, dass durch diese Kindbetreuungsmöglichkeit Frauen in der Tat unabhängiger waren und somit das "Modell" alleinerziehende Mutter sich in der DDR auch recht stark verbreitete. Scheidungsquoten waren sehr hoch. Frauen eben durch die Arbeit teils unabhängig, die Kinder ja versorgt.
    Dennoch waren Frauen in der Zone alles andere als Gleichberechtigt. Man muss sich nur mal ansehen, wie die Frauenquote in den Führungsposten der SED aussah. Da gab es praktisch keine. Auch in den höheren Etagen der VEBs sah es weniger weiblich aus. Und auch das Rollenbild war nicht so untypisch. Ehefrauen schmissen trotzdem den Haushalt weitgehend allein, kauften nach der Arbeit ein, schleppten die Beutel nach Hause, kochten, putzten und am WE war die Wäsche dran. Zusätzlich gingen sie auf Arbeit. Insofern hatten sie oft eher mehr an der Backe und auszustehen, als die Hausfrau aus dem Westen. Auch das hat sicher die Scheidungsquote in der DDR hoch getrieben. Wenn sie all das unter einen Hut kriegt, das Kind tagsüber in Einrichtungen betreut wird, wozu dann noch den Gatten rumhängen haben?


    Das nur mal so als Info und geschichtlicher Einwand. Es wird leider ja oft auch heute in Medien und überall so getan, als sei die DDR ein Paradebeispiel für Emanzipation oder staatlich toller Versorgung mit Kinderbetreuung gewesen. Es war aber auch dort eher kompliziert und im Grunde gar nicht mal so verschieden vom Westen. Eins stimmt aber mit Sicherheit, noch heute haben wir "Ossis" sicher eine gefasstere, oder entspanntere Haltung zu Frauen, die auch ihre Karriere und ihren Job wichtig nehmen und einfordern, dass sie arbeiten gehen wollen. Auch sieht man es hier viel entspannter, wenn Kinder in Betreuungseinrichtungen gegeben werden, ja ist es eigentlich sogar normal. Demzufolge gibt es hier noch eine bessere Infrastruktur an Betreungsplätzen in den Neuen Bundesländern.


    Zitat

    Original von LightningYu Vielleicht liegt es an der Erziehung or whatever, aber mir kommt vor das Frauen viel mehr auf Reinlichkeit etc achten als Männer. Nicht nur was sie selbst betrifft, sondern die Umgebung, Mitmenschen etc.


    Dann hast du noch nie eine Frauen-WG erlebt. :skeptisch: Also das ist wirklich Klischeedenken. Ich habe gerade während des Studiums mehr als eine sehr unreinliche Dame kennengelernt. Zwar waren sie, was ihr Äußeres angeht, meistens sehr auf das Wesentliche bedacht. Aber bei denen Daheeme, willst du dann lieber nicht die Schuhe ausziehen und auch gern auf Essen und Trinken, oder Toilettengänge verzichten. Ich denke eher das es hier auf Erziehung ankommt, aber die bekommen auch wir Söhne von Zuhause mit und wenn das Mama macht, dann dürfte doch eigentlich gerade der Sohnemann viel ordentlicher geraten, oder nicht. :zwinkern:


    Zitat

    Original von LightningYu
    Was Kinder betrifft, so SAGE ich, auch wenn es altmodisches Denken ist, das an sich, die Frau die bessere Erzieherin ist, als ein Vater.


    Eigentlich ist das gar nicht so altmodisch. Im Grunde ist es eine Idee des 20. Jahrhunderts. Im 18. und 19. Jahrhundert war man eher der Ansicht, dass die Väter eine sehr wichtige Rolle in der Erziehung spielen sollten. Insbesondere natürlich bei der Erziehung der Söhne. Aber auch Töchter sollten vom Vater mit lernen, was die strengen und disziplinarischen Seiten, die Tugunden ausmacht, und so fort. Das ist ja gerade das Ironische daran, dass sich viele heute auf vermeintlich "althergebrachte und schon lang bewährte" Dinge berufen und diese im Grunde relativ neumodisch sind. So richtig in Fahrt kam die "Frau soll Kind erziehen" Sache ohnehin bei uns erst in den 1930ern. Männer wurden aus bekannten Gründen anderswo gebraucht und vorbereitet.

  • Zitat

    Original von LightningYu



    Wenn ein Mann also sagt, das eine Frau besser hinter einem Herd geeignet ist, als wie zb bei einen Typischen Männerjob wie Baustelle etc, dann finde ich, man sollte diesen Menschen nicht gleich beschimpfen nur weil er anderer Ansicht ist.


    Ich finde das ist okay, solange jener Mann jene Frau gut kennt und z.B. weiß dass sie handwerklich einfach nicht begabt ist, aber einfach episch kochen kann. Ist auch bei vielen Männern genau so.


    Aber das pauschal zu sagen ist einfach Dummheit. Ich habe eine gute Freundin die absolut nicht kochen kann (sagt sie selbst) und wenn man doch essen muss was sie kocht, liegt man 20 Minuten später mit Sicherheit im Krankenhaus (sage ich :xugly:). Aber basteln kann sie wesentlich besser als ich es je könnte, die ist fasziniert von Origami und Papercraft.

  • Lacron: Okay xD das wusste ich nicht, aber man lernt nie aus ne =D


    Und du hast mein ZImmer noch nie gesehen..ich glaub sowas kann keine Frau toppen. Gut heutzutage bin ich schon viel Ordentlicher, aber naja xD männerbude halt, das muss etwas unordentlich aussehen...


    =P und allein sollte man sich schon gar nicht in ne Frauen WG trauen...


    Gizmo: XD mich erinnert das mit Kochen/Essen/Krankenhaus voll an Persona 4
    http://www.youtube.com/watch?f…page&v=-j3UoHce-xg#t=257s


    (und das mit Origami erinnert mich auch an P4 und an Heavy Rain)

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