Wenn das Leben ein Spiel wär...

  • Hallo ihr Lieben. Inspiriert von einem LeFloid-Video dachte ich mir einfach mal selber so etwas in der Art hier im Forum zu verfassen. Ich bin mir jetzt wirklich nicht sicher ob es so einen Thread schon mal gab (SuFu gab nichts an und alle Seiten zu durchkramen wäre zu aufwendig, demnach schließe ich das jetzt mal ein).


    Es geht darum, dass ich mir auch schon oft die Frage gestellt habe wie es wäre wenn wir uns das Leben erleichtern könnten. Natürlich ist das total unrealistisch, aber wer wünscht sich nicht einen Back-Up-Speicher, praktisch unendliches Leben. Man hat die Wahl wer man sein kann oder schießt sich zwei Portale um sich die Wege zu erleichtern. Es gäbe sicher tausende von Varianeten wie man sein Leben spielerisch leichter machen könnte, aber auch nur in der Fantasie. Ich fände den Gedanken allerdings sehr verlockend.


    Wie oft hatte ich mir gewünscht zu einem Zeitpunkt im Leben zurückzukehren um dieses dann besser zu machen. Klar, es hat alles Vor- und Nachteile. Wir würden das Leben an sich nicht mehr schätzen und vermutlich mit Rohstoffen und Materialen um uns werfen, da wir es uns durch diese 'spielerischen Möglichkeit' das Leben sehr erleichtern würde. Ich wäge das alles sehr ab, denn nur weil es viele Vorteile hat heißt es nicht, dass es auch gut sein muss. Wenn z.B. jeder jeden einfach so abschießen könnte und wir uns praktisch mit Gedankenkraft/Fingerschnippen heilen und weitermachen könnten wäre die Gewaltrate ja auch viel höher. Dann gäb es unter Umständen auch keine Tote mehr, außer es gäbe natürlich eine bestimmte Anzahl an Leben. Mhm... ich finde es wäre ein gutes Diskussionsthema, da wir ja zu den großen Gamern gehören (zumindest der Großteil des Forums).


    Wie denkt ihr darüber? Ist der Gedanke lachhaft und sollte man sich gleich wieder aus dem Kopf schlagen oder (wenn es möglich wäre) ein paar dieser Fantasien zulassen?


    Man muss dann ja selber die Konsequenzen dabei ziehen.


    Würde mich über eure Meinungen freuen.

  • Für einen Einzigen wäre das natürlich ein gewaltiger Vorteil, aber für alle Menschen gäbe es wohl einige Probleme, wie du ja schon geschildert hast. Ja, am Anfang fände ich das wohl super, aber mit der Zeit würde man sich auch daran gewöhnen. Spätestens für die nächste Generation wäre es dann überhaupt nichts Besonderes mehr :/
    Fazit: Für ein paar Wochen lang wäre das super. Ich meine, wer würde nicht gerne mal wirklich ein Retter von Hyrule oder ein Pokémontrainer sein, ohne sich Sorgen um seine Gesundheit machen zu müssen ... ^^

  • Schönes Thema. Als Held in einer Videowelt hab ich mich komischerweise nie gesehen. Dann hatte ich schon eher abgespacte Fantasien, als reines Energiewesen mit unbegrenzter Macht durchs Universum zu streifen... :O_o: aber genug von mir.


    Das Thema greift natürlich viele interessante Aspekte auf. Zum Beispiel Probleme und Möglichkeiten der Unsterblichen aus Highlander. Dazu verdammt den Menschen bei den immer gleichen Fehlern zuzusehen, unendliche Langeweile mitunter, aber auch Wahnsinn der sich einschleicht. Andererseits, wenn man ein sehr begabter Mensch ist und nie stirbt kann man großartiges leisten. Was wäre wenn da Vinci unsterblich gewesen wäre? oder Mozart?


    Oder auch die Möglichkeit alles zu wiederholen wie Bill Murray in "Und täglich grüßt das Murmeltier". Er hat einfach alles solange wiederholt, ausprobiert und gelernt, bis er alles mögliche konnte, jeden kannte und einen perfekten Tag hatte =) . Ein klasse Film.


    Und letztlich erinnert mich das auch sehr stark an die Serie Captain N Weiß gar nicht mehr was der da alles erlebt hat, aber war ganz lustig wenn ich mich recht entsinne ^^ (Ich war da noch klein *vorsichtshalber hinterherschieb* :D )

  • An sich ne ganz nette Idee. Wenn das Leben ein Spiel wäre, was würde man alles tun können? Allerdings ist diese Stufe des Eskapismus doch ein tick zu viel. Diese ganzen Fragen "was wäre wenn...?" oder "Was würde passieren, wenn ich das und das nicht getan hätte?" sind für mich einfach nur kleine Gedankenspiele, die ich schnell wieder verwerfe. Man sollte das Leben leben ohne sich zu fragen, was wäre wenn ich alles nochmal machen könnte. Wenn man sowas machen könnte würde es dem Leben wohl den Sinn entnehmen, denn im Leben geht es doch darum Entscheidungen zu treffen, die die Zukunft, seine eigene Zukunft, verändern. Und wenn man etwas getan hat, dass wohl falsch war, dann muss man damit weiterleben und nicht einfach versuchen die Resete-Taste zu drücken.
    Aber genug rumphilosophiert.


    Was würde ich machen wenn das Leben mehr wie ein Videospiel wäre? Warum nicht einfach alle Problem aus der Welt schaffen, sodass alle Menschen glücklich sind? Wäre es nicht interessant zu sehen wie sich die Welt entwickeln würde, wenn wir etwas Grundlegendes außer Kraft setzen würden? Ein Welt in der kein Mensch nach Nahrung suchen muss, nicht ums Überleben kämpfen muss, einfach alle Gesetze der Natur ausstellen, sodass wir alle Leben ohne wirklich etwas dafür zu tun.
    So etwas nennt man auch Utopie und wird in der Philosophie verwendet um eine Welt zu erschaffen, die vielleicht annähernd für alle oder eine bestimmte Menschengruppe ideal wäre.


    Andere Perspektive:
    Wenn ich die Möglichkeit hätte in der Welt von Pokemon einzutauchen und Teil des Spiels (bzw. des Animes) zu werden, dann wäre es, wie WhiteSpottedFox sagte, zu erst toll, doch dann würde diese Welt langsam zur Routine werden und irgendwann würde man sich fragen: "Was wäre wenn,..?"
    Der Mensch braucht die Routine, aber will die Abwechslung. Darum haben wir Medien erfunden, die uns von unseren Alltag, von unserer tristen Routine ablenken. Keiner von uns wäre für das RPG begeistert, wenn er nicht Freude dabei hätte, einen anderen Charakter zu beschreiben und mit ihm Situationen zu erleben, die man sonst niemals erleben könnte?


    Ich laber schon wieder, naja ich hab einfach runtergeschreiben was mir zu dem Thema eingefallen ist.

  • Wenn das Leben ein Spiel wäre, gäbe es meiner Meinung nach mehr Nachteile als Vorteile. Als erstes würde keiner mehr sterben. Das hört sich zwar nicht schlimm an, aber irgendwann würde die Weld aus den Nähten Platzen. Und selbst wenn die Menscheit beschließt keine Kinder mehr zugriegen, würde die Welt voller Greise sein. Im Falle eines "Ewig-Jung.Cheats" würde die Wld nur von zwanzig bis dreißigjährigen Bewölkert sein.
    Die Wirtschaft würde zu Grunde gehen, da man sich ja jeder Zeit Geld schiehten kann oder Lebensmittel. Keine müsste mehr einkaufen gehen, als müsste niemand mehr sein Haus verlassen. Somit würde es einziemlich einseitiges Leben sein. Niemand müsste mehr arbeiten...
    Das schlimmste wären dann Haker, die sich in das "Leben" eines anderen reinhacken könnten und es nach belieben kontrollieren könnten.

  • Zitat

    Original von Yarion32


    Andere Perspektive:
    Wenn ich die Möglichkeit hätte in der Welt von Pokemon einzutauchen und Teil des Spiels (bzw. des Animes) zu werden, dann wäre es, wie WhiteSpottedFox sagte, zu erst toll, doch dann würde diese Welt langsam zur Routine werden und irgendwann würde man sich fragen: "Was wäre wenn,..?"
    Der Mensch braucht die Routine, aber will die Abwechslung. Darum haben wir Medien erfunden, die uns von unseren Alltag, von unserer tristen Routine ablenken. Keiner von uns wäre für das RPG begeistert, wenn er nicht Freude dabei hätte, einen anderen Charakter zu beschreiben und mit ihm Situationen zu erleben, die man sonst niemals erleben könnte?


    Eben das. =)


    Dieser Denkanstoß ist sehr interessant, finde ich. Es wäre sicher spannend, sich ein paar Tage ausschließlich von Superpilzen zu ernähren oder sich sein Gehalt durch das Zerdeppern von Vasen und Rasenmähen zu verdienen... Und anschließend mit bunten Kristallen zu bezahlen. :D
    Oder mal eben einen auf Gangster zu machen und nicht ins Gefängnis zu müssen, weil man sich einfach selbst umbringt und einen Neustart bekommt. Man hätte quasi jede Möglichkeit dieser Welt; aber in Hinsicht auf das Experiementieren,reale Kräfte einfach außer Kraft setzen zu können und Gott zu spielen, ist natürlich verlockend. Was, die Landschaft von Tamriel gefällt euch nicht mehr, zu dunkel, zu eintönig geworden? Erschaffen wir uns eine neue Welt, hier und jetzt - im Final Fantasy Design, mitten in einer bunten Wolke aus Sternenstaub platziert, in dem es keine Schwerkraft und keine Schatten gibt! ::]:


    Aber so verlockend ich eine Zeit in einem Spiel auch fände (Assassine in Venedig spielen, muhaha), was mir daran gefällt, ein Mensch in dieser hiesigen Welt zu sein, ist, dass ich eine richtig große Auswahl an "Leben" haben kann...



    Wahrscheinlich kennen viele dieses Bild, aber es beschreibt unheimlich gut, was ich denke - als Otto-Normal-Bürger in Hyrule hätte ich wohl keinen PC, folglich keine Medienberieselung und wer weiß, ob ich unter diesen Umständen überhaupt die Fantasie hätte, wie ich sie derzeit besitze - und ob ich folglich in der Lage wäre, mich in andere Welten zu träumen. Dinge wie RPGs und dergleichen kennt man in Hyrule sicher nicht. ^^


    Aber einen Tag neben Link, Ezio oder so würde ich schon aushalten, denke ich... *hust*

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