Comics

  • Ich denke auch wenn es gerade nicht um Anime oder Manga geht ist dieses Unterforum trotzdem für diesen Thread am besten geeignet.


    Es geht um Comics.


    "Unsere Nerdgeneration" das heißt grob von 15 bis 30 ist (und nicht US-Amerikaner) sind ja praktisch eher mit der östlichen Kultur aufgewachsen. Gerade in einem Zelda-Forum durch die Videospiele die Anfangs vorrangig aus Japan kamen, allen voran Nintendo. Dann kam auch mit RTL2 die große Anime Welle und daher ist jeder irgendwie damit aufgewachsen, je nach Alter mit Kickers, Sailor Moon, Pokémon, Dragonball, Naruto und so weiter. Dadurch haben sich natürlich auch die Mangas durchgesetzt.


    Doch was ist mit Comics. In den USA sind Batman, X-Men und Co. natürlich immer noch eine große Nummer, doch hier ist das selbst unter den "Nerds" eine Nische. Wie steht ihr zu Comics und lest ihr welche?


    Früher bin ich natürlich mit dem Lustigen Taschenbuch und Asterix & Obelix aufgewachsen, daher haben Comics meine Frühkindheit immer schon begleitet. Doch irgendwann habe ich damit aufgehört welche zu lesen. Dann habe ich mich nur noch auf Bücher und gelegentlich Manga beschränkt.
    Mit Walking Dead habe ich nun wieder angefangen Comics zu lesen. Natürlich ist das was ganz anderes als jetzt Batman oder so, aber es hat mich wieder in diese Welt hineingebracht. Nun habe ich wieder viel mehr Interesse daran. Wenn ich jetzt mit I am a Hero und Death Note fertig bin werde ich mich wieder Comics zuwenden. Ich habe mir Orchid (geschrieben von Rage against the Machine Gitarrist Tom Morello) und X-Men ins Auge gefasst.
    X-Men ist ein Musterbeispiel wie kompliziert es ist in solch einen Comic einzutauchen. Der Comic läuft seit den 60ern hat dutzende Spin-Offs, Reboots, Re-Prints und und und. Naja aber ich werde mich dann noch umfassender informieren und dann auf jeden Fall anfangen.


    In my time we didn't depend on hi-tech gadgets like you do, we didn't need a mechanical washing unit to wash our clothes, we just used a washing machine. [Philip J. Fry]

  • Ich muss zugeben, dass Batman und auch die ganzen Marvel-Charaktere ziemlich komplett an mir vorbei gegangen sind. Ich habe mich auch nie dafür interessiert, weil ich die Idee mit diesen Superhelden in einer mehr oder weniger realen Welt einfach ziemlich langweilig fand und immernoch finde. Zumal die in ihren Latex-Anzügen ziemlich affig aussehen.


    Aber ich bin stolzer Besitzer mehrerer Bananenkartons die bis zum Anschlag mit alten LTBs gefüllt sind. Fast genau so toll fand ich Lucky Luke. Asterix und Obelix sind auch okay, genauso wie Tim und Struppi. Aber davon habe ich je nicht besonders viel.


    Ich nehm an, dass Marvel etc. eher für ältere Kinder bzw. Teenager gedacht waren, aber ich hab damals nicht gesehen in wie fern die irgendwie erwachsener sein sollten, was vor allem an den genannten seltsamen Anzügen lag XD Deswegen hab ich diese Phase offenbar direkt übersprungen. Heute les ich zwar kaum noch Comics aber die Erinnerung bleibt und irgendwann stolper ich sicher wieder drüber.


    Mit Mangas kann ich allerdings praktisch nix anfangen. Hat nie wirklich gefunkt und außerdem wird man gerade im Netz viel zu sehr damit zugeschissen, als das ich irgend ein vorsichtiges Interesse daran entwickeln könnte. Dieser japanophile Dauerhype geht mir sowieso auf die Nerven. Ich hoffe das legt sich irgendwann mal wieder. Ich meine heute schwärmt auch keiner mehr von den USA wie früher.

  • Wie jedes gute Kind bin ich mit Comics aufgewachsen. Ich besitze alle Asterix & Obelix-Bände, die meine Großmutter seinerzeit für uns gekauft hat. Aber auch andere französische/belgische Comics hab ich viel gelesen; Lucky Luke, Clever & Smart... Dass auch bei uns viele Lustiges Taschenbuch rumflogen, ist ja klar. Zusätzlich ist mein Vater Arzt, sodass ich in seiner Praxis immer viele der Hefte im Wartezimmer gelesen hab. Darunter auch phantastisch schlechte Gruselgeschichten. *g*


    Ich bin allerdings sehr früh mit Anime und Manga in Berührung gekommen, in der Grundschule noch. *eine Runde alt fühl* Ab da war es mit den Comics erst mal vorbei, und ich habe tatsächlich erst in den letzten paar Jahren, in meinen Twens quasi, wieder angefangen, amerikanischen Comics eine CHance zu geben. Ich muss zugeben, dass ich mit westlichem Comicstil (Der Superhelden-Stil eben...) nicht viel anfangen kann. :/


    Ich bin aber großer Hellboy-Fan und liebte Mignolas Werke. Gerade, weil die Filme von del Torro so völlig anders sind, ist es schön, noch die Comics zu haben. Ich habe sehr, sehr viel (alles?! Ich weiße s nicht xD) Hellboy und spöter auch B.P.R.D. gelesen, besitze allerdings nicht so viel, weil ich meine angefangenen Bände in der gleichen Edition fertig sammeln will und denenn begegne ich nicht so oft.
    Mignola selbst sagte mal, er würde die deutsche Carlsen-Ausageb, die s/w ist, am liebsten mögen, da die Comics im Original auch s/w sind. Aber ich werde Hellboy im Leben nicht auf deutsch lesen. Also doch die englische bunte Ausgabe.


    Oh, aber ich lese sehr, sehr viele Webcomics. Zählen die auch? c:

  • Die amerikanischen Comics a la Batman, X-Men etc sind an mir auch vorüber gegangen. Kann mich erinnern Batman im TV regelmäßig gesehen zu haben, aber gelesen hab ich in die Richtung nichts.


    Mangas hab ich bis heute ebenfalls keinen einzigen gelesen, zu Anime kam ich nur über RTL2, wo ja bis heute die Flut an (teils guten, oft weniger guten) Anime-Serien nicht endet.


    Lucky Luke, Asterix, Tim und Struppi... die Comics habe ich in meiner Kindheit aber verschlungen. Auch meistens bei meiner Oma, die die Comics stapelweise vorrätig hatte :)
    Lustige Taschenbücher habe ich ebenfalls so einige angesammelt. Von allem ist mittlerweile aber nix mehr übrig.

  • Ich denke mit Asterix & Obelix, sowie mit LTB und dergleichen brauch ich hier nicht mehr goß zu erwähnen, dürfte vermutlich eh jeder in seiner Kindheit gelesen haben. Mit Batman und co. hatte ich dementsprechend auch eher weniger zu schaffen und auch heute isses in die Richtung eher weniger. Dafür hab ich als Kind Jurassic Park und LEGO-Comics regelrecht verschlungen und generell alles, wo Dinosaurier mit drinnen waren. :ugly:


    Heute sieht's natürlich etwas anders aus: Micky Maus und all die anderen sind längst aus dem Repertoire verschwunden, wurden lange Zeit aber durch nichts ersetzt. Mit Comics und Manga auseinandergesetzt hab ich mich tatsächlich erst um 2007 rum. Bin damals mehr zufällig, als wirklich gezielt, über Hellboy, The Walking Dead (kann hier auch erst 2008 gewesen sein, ganz genau weiß ich das auch nicht mehr - bin von der Serien-Umsetzung auch maßlos enttäuscht), Blame!, Bleach, Hellsing und all den Kram gestolpert und meine Bibliothek dementsprechend erweitert. Batman hab ich trotzdem nie gelesen, dafür bekam ich vor kurzem den Watchmen-Gesamtband geschenkt. :lol:
    Ich ziehe persönlich allerdings auch keine echte Grenze zwischen Manga, Manhwa oder westlichem Comic, dafür sind die Zeichenstile innerhalb der einzelnen Kategorien teilweise schon einfach zu unterschiedlich, kulturelle Unterschiede mal völlig außen vor gelassen. Blame! und Priest beispielsweise lassen sich meiner Meinung nach auch ebenso gut als sehr westlich geartete Comics betrachten.


    Was Hellboy angeht, kann ich mich fowo vollständig anschließen, muss aber zusätzlich noch erwähnen, dass ich die Zensur der Hakenkreuze bereits bei den deutschen Hellsing-Publikationen echt affig fand. Auch wenn ich die B&W-Variante wirklich wesentlich schnieker finde, so greif ich wirklich allein wegen der HKs lieber zum englischen "Original".


    Eine kurze Empfehlung meinerseits noch: Ravine von Stjepan Sejic. Auf deviantArt auch zu finden: http://nebezial.deviantart.com/
    Der erste Band ist diesen Monat erschienen und sieht einfach fantastisch aus! Zur Story kann ich selber noch nicht großartig etwas sagen, da ich noch nicht groß zum Lesen gekommen bin, da ich aber mehr als 2 Jahre auf die Veröffentlichung gewartet habe und das Ding gut 10 Jahre in Entwicklung war, schätze ich, dass sich hier wohl Mühe gegeben wurde. Gebt dem Mann ne Chance! Allein der Artstyle lohnt das Geld.

  • In meiner Kindheit hatte ich viele Lustige Taschenbücher gelesen. Ich hatte auch ein Abo vom Micky Maus Magazin... und Bussi Bär, aber an letzteres kann ich mich kaum noch entsinnen. Einige Jahre später hatte ich mir mal ein paar Spider-Man-Comics geholt und bekam von meinem Bruder ein bisschen seiner frankobelgischen Comics. Jedoch hatte ich schnell das Interesse verloren, was vor allem daran liegt, dass Videospiele ungleich interessanter geworden sind.


    Ende 2011 began ich mich für Mangas zu interessieren. Einige Monate später hatte ich dann ein Auge auf französische Comics geworden und irgendwann importierte ich US-Comics (anfangs wollte ich gar keine englischsprachigen kaufen).
    Mittlerweile bin ich mit diesem Medium sehr zufrieden. Was Handlung und Charaktere betrifft bin ich hier allgemein zufriedener als ich es mit Filmen oder Games bin. Es stört mich auch nicht, ob die Leserichtung anders als gewohnt oder ein Comic ausschließlich schwarzweiß ist.


    Ich finde es schade, dass frankobelgische Sachen im Internet eher untergehen. Man hört/liest fast nur Superheldencomics oder Mangas. Dabei fand ich gerade in französischen Sachen die größte Abwechslung. Meistens hole ich mir Fantasy, aber andere Genres sind auch ganz gut vertreten. Von einer Serie erscheint meist einmal im Jahr ein neues Album, die bei uns oft auch im Hardcover erscheinen (mag ich lieber im Bücherregal). Zwar fällt mir manchmal auf, dass ein Album etwas zu gehetzt ist und sich für manche Handlungsbögen nicht genug Zeit lässt. Dafür gibt es meist schöne und vor allem handgezeichnete Farbseiten. Wechselt mal der Zeichner ist der neue bemüht, den Stil der Vorgängers nachzuahmen, was mir sehr wichtig ist.
    In den USA erscheinen Comichefte eher monatlich und da ist ein Zeichnerwechsel nichts unübliches. Leider will hier jeder Zeichner seinen Stil durchboxen und so sehen Figuren mitunter komplett verschieden aus. Das mag ich überhaupt nicht. Der Markt ist mit dem Superheldengenre überfüllt, aber glücklicher Weise gibt es noch andere Dinge. Die beiden großen Verlage finde ich gar nicht so interessant, da es hier meist nur Endlosserien gibt, die mir kein zufriedenstellensdes Ende bieten, sondern eher zu einem Reboot führen. Ich hole mir dann doch lieber abgeschlossene Sachen.
    Japan bietet da schon mehr Abwechslung. Meist erscheint hier ein Kapitel pro Woche und in der Regel ist der Zeichner auch gleichzeitig der Autor, wodurch der Stil stets gleich bleibt. Dafür sind die Werke fast ausschließlich schwarzweiß. Leider gibt es oft Klischees. Das kommt natürlich auch im Rest der Welt vor, doch es gibt eben auch welche, die man nur in Mangas trifft. Die meisten Serien interessieren mich nicht, weil man zu sehr merkt, dass die Zielgruppe hier eben Schüler sind (zumindest bei den Großteil was bei uns rauskommt). Natürlich gibt es auch "erwachsene" Werke, doch denen mangelt es leider an Popularität.


    So, dann hätte ich mit Frankreich, USA und Japan wohl die bekanntesten Comickulturen abgeklappert. Ansonsten ist Belgien noch berühmt dafür, doch ich konnte mich noch für nichts davon begeistern. In Fachkreisen wird noch Argentinien erwähnt, aber in unseren Breitengraden kommt nichts raus.

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