Der perfekte Partner

  • Ahaha, dann hab' ich dich nicht verstanden, auch gut. Kam bei deinem Post nicht so recht durch, auf wen du dich beziehst, und da ja ich hier reinschreibe und nicht meine Freundinnen…
    Gut, dass du es nochmal erklärt hast, danke. ^^


    In der Hinsicht stimme ich dir dann nämlich zu, was du dir sicher denken konntest. Ich will hier die beiden nicht schlecht reden oder was auch immer, jeder setzt seine eigenen Schwerpunkte bei der Partnerwahl, aber dass allein ein Vergleich zwischen verschiedenen Personen (eben dem Ex-Freund und dem aktuellen Partner) angestellt wird, finde ich – gelinde gesagt – bescheuert. Ich kann dann einfach nicht daran glauben, dass solche Beziehungen von Dauer sein werden.
    Aber dann denke ich mir wiederum, lass sie machen, sie wird's schon selbst merken. :xugly:

  • Oh oh oh, da bin ich verheiratet und hab noch nie in den Thread gepostet, shame on me!


    Ich glaube nicht, dass es den perfekten Partner gibt. Irgendwo geht man immer Kompromisse ein, und seien sie noch so unauffällig. Ich bin ja nun in der glücklichen Lage, für die Situation Fernbeziehung und dann die Situation Zusammenwohnen sprechen zu können, insofern bilde ich mir ein, doch einen ganz guten Überblick zu haben.


    Fernbeziehungen sind schwieriger als gewöhnliche Beziehungen. Mal Vertrauen, Treue und Ehrlichkeit vorausgesetzt wird es IMMER die unumgänglichen Reibereien geben, und die sind auch der Punkt, die es so schwierig machen. Man hat kein Gegenüber, man sieht nicht, ob die Worte treffen und wie sehr sie treffen, man hat keinen Anhaltspunkt außer der Stimme, wenn man denn telefoniert und nicht über Chat miteinander redet. Und was meiner Erfahrung nach noch viel schlimmer ist: eine echte Versöhnung ist unmöglich. Man kann sich schriftlich oder mündlich versöhnen, aber da bleibt immer noch die soziale (körperliche) Interaktion aus. Man glaubt gar nicht, wie wertvoll eine Umarmung o.Ä. nach einem Streit ist...


    Was ich in meinen 4 1/2 Jahren Beziehung gelernt habe ist, dass es letztlich nie darum geht, ob der Partner perfekt ist oder nicht, oder dem persönlichen Traumbild vom Partner entspricht oder nicht. Man stelle sich vor, man findet diesen Traumpartner. Nun gibt es einen Streit, zwei, dann einen heftigeren - und die Beziehung zerbricht. Dabei waren die Bedingungen doch so perfekt!
    Es geht in erster Linie um Kompromissbereitschaft und die Fähigkeit, den eigenen Stolz im richtigen Moment beiseite schieben zu können. Wenn es nämlich mal zu einem richtig derben Streit kommt ist einem auch egal, wie toll die positiven Seiten des so perfekten Partners sind. Alles, was zählt, ist der Streitpunkt. Und in diesen Momenten entscheidet sich, ob der Partner für einen geeignet ist oder nicht, bzw man selbst für diesen Partner geeignet ist. Im Streit wachsen die negativen Emotionen, und wenn man DANN bereit ist, die negativen Seiten des Partners in Kauf zu nehmen und gar den eigenen Stolz beiseite zu schieben (weil man sich selbst ja doch wieder mal für im Recht hält), DANN passt es.


    Es ist nicht so, dass ich auf der Straße nicht auch mal Kerle sehe, die ich attraktiv finde (und die teilweise mich ebenso beäugeln). Aber so perfekt und toll und ohgott-ohgott ein Kerl auch aussehen mag - das sagt ja alles nichts über seinen Charakter aus, oder darüber, ob er bereit ist, mich auch an einem charakterlichen Tiefpunkt immer noch zu akzeptieren (und ich kann wirklich ganz schön fies und "psycho" werden :xugly: ).


    Hommage an die Liebe - Ende!

  • *Staub weg pust* Hach... ein schon etwas älterer Thread wenn ich mich nicht irre? Jedenfalls ist mir "gestern" etwas passiert, was mich wieder ein wenig melancholisch gestimmt hat - indirekt. Ich hatte in der Zugfahrt über vieles philosophiert und irgendwie wurde mir plötzlich bewusst nach was für eine Art von Partner ich suche. Es ist nur sehr schwer für mich das in Worten wiederzugeben, da es wirklich etwas sehr Eigenes ist (wage ich jetzt mal zu behaupten *zaghaft blinzel*). Mhm... ich hab schon so viele Liebesromane- und Geschichten gelesen und meistens sind die Protagonisten - zumindest ist das meine Meinung - sehr schön dargestellt (freilich nicht immer, will hier nichts über einen Kamm scheren =)), jedoch fiel mir das halt auch in den Filmen auf (ich glaube prinzipiell, dass die meisten Filmemacher... whatever... nach schönen Darstellern suchen - klar). Was hat das mit Sachen Partner zu tun? Ich weiß nicht... ich gestehe, dass ich mit jungen Jahren meist den typischen Machos hinterher geschwärmt habe (was dann meist in einem kleinen Drama endete). Jedoch hat sich mein "Geschmack" in der Zeit nach und nach immer mehr geändert - was wohl auch mit den schlechten Erfahrungen und dem erworbenen Wissen, die durch die Umstände entstanden sind, zusammenhängt. Wie soll ich das bloß beschreiben? Mhm... sehr schwer. Nehmen wir mal an ich sehe dort einen jungen Mann, der einen skurilen Kleidungsstil hat (vielleicht auch ein wenig unreine Haut). Für viele wäre das eher ein Makel, in meinen Augen ist das jedoch etwas Faszinierendes, denn ich sehe die Makel eines Menschens (je nach Umfang und dessen Art) eher als etwas Schönes an. Denkt jetzt nicht, dass ich nur aufs Aussehen achte. Um Himmels Willen nein! Es sollte eher das Gegenteil von dem sein, was viele Menschen bevorzugen.


    Die Schönheit eines Menschens kommt meiner Meinung nach von Herzen. Ein Mensch der noch so rein aussieht und dafür sozial total unhöflich und gemein ist sieht in meinen Augen dann auch nicht so schön aus, wie jemand, der viele Schönheits-Makel besitzt und dabei fällt mir auf, dass vor allem die ruhigen, zurückgezogenen Menschen eine ganz besondere Ausstrahlung haben und gerade Künstler und Philosophen sind meist Andersdenker. Nennt mich verrückt, aber nur diese Art von Mensch wünsche ich mir als Partner an meiner Seite, denn fällt es mir auch heute noch schwer Menschen in meiner Umgebung zu finden, die nicht nur ans feiern und saufen denken. Mal abgesehen jetzt von Liebe und Beziehung, so sehe ich auch meine Freunde/Bekannte als einen wichtigen Bestandteil meines Lebens an und will diese Zeit nicht mit spröden, oberflächlichen Themen tot trampeln (wie so viele es leider machen). Freilich bin ich immer zum Scherzen auf, aber ich meinte damit einfach, dass ich mich wie ein Außerirdischer fühle wenn ich versuche mit jemanden aus meiner Umgebung zu reden, der nicht eine leicht verrückte, schräge Art besitzt, die ihn so auszeichnet.


    [HR /]
    Kurz und knapp: Schönheit kommt von innen heraus. In einer Beziehung ist mir ein tiefsinniger Partner lieber, als jemand der nur an der Oberfläche des Themas kratzt. Makel sind für mich keine Fehler, sondern eine Art von Schönheit, die ich nur schwer in Worte fassen kann. So ist für mich ein etwas ruhigeres Gemüt mit mehr Tiefsinn einfach lieber und wenn dieser jemand noch von Romantik angehaucht ist wäre er in meinen Augen nahezu perfekt. :uglylove:

  • In letzter Zeit habe ich mich auch wieder verstärkt mit diesem Thema auseinandergesetzt.


    Zunächst einmal finde ich auch, dass Kompromisse in einer Beziehung dazugehören. Kein Mensch ist gleich wieder der Andere, jeder hat seine spezifischen Macken, Vorlieben, Stärken und Schwächen. Ich sehe gewisse Unterschiede bei Beziehungen mitunter sogar als unumgänglich und wichtig an, da man so ja auch gegenseitig voneinander lernen kann und es einem selbst womöglich hilft, seine eigenen Schwächen zu überdenken und somit ja auch zu bekämpfen. Meine Erfahrungen mit Partnern, die fast genauso ticken wie man selbst, habe ich gemacht und sie sind nicht unbedingt guter Natur. Natürlich gibt es Vorteile, wenn außergerwöhnlich viele Ähnlichkeiten zwischen den beiden Partnern bestehen, aber das ist dennoch nicht der ausschlaggebenste Punkt, eine ernsthafte Liebesbeziehung mit dieser Person einzugehen. Viele Menschen bilden sich ein, den perfekten Partnher gefunen zu haben, weil man ja so viele gemeinsame Interessen hat, das ist aber eigentlich eher eine Rosabrille. Wobei es natürlich trotzdem dauerhaft klappen kann - Ausnahmen bestätigen die Regel.


    Mich interessieren Menschen, die vor allem eine eigene Persönlichkeit haben, völlig frei ihre Entscheidungen durchziehen, gleichzeitg aber auch auf andere Mitmenschen acht geben und bereit sind Kompromisse einzugehen. Das Ganze darf als nicht im reinen Besserwissertum ausarten, sowas kann ich gar nicht ab. Viel mehr dezent, nicht ZU spitz und man sollte dies dann auch zu schätzen wissen, denn man kann dadurch eigentlich ja auch nur was für sich lernen. Ich finde die Vorstellung, dass es einer aus der Beziehung das Ruder hält, ja alles im Leben weiß und die Schulter darstellt, an die sich der Partner jederzeit anlehnen kann, altbacken und auch unrealistisch, da jeder seine Schwächen hat und man diese liebe eher zugeben sollte, als sie krampfhaft versuchen zu verbergen, das geht eh früher oder später nach hinten los (wobei der Partner natürlich auch eine Schulter zum Anlehnen darstellen darf, bitte nicht falsch verstehen). Ehrlichkeit und Natürlichkeit sollten bei beiden Partner in einer Beziehung eh eine Seölbstverständlichkeit sein.


    Der Egoismus des Menschen, welchen er nun ganz einfach inne hat, zerstört aber vieles von diesem weisen Weg. Denn natürlich will man nicht ständig in seinen Meinungen und Ansichten "korrigiert" werden, schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Dadurch entsteht eh gleich die Angst, nicht ernst genommen zu werden und ein Kontrollverlust beginnt. Deshalb muss ein entsprechender Spagat gefunden werden, womit beide Partner leben können und womit vor allem Beide wissen, WIE es gemeint ist und hierbei in erster Linie, dass es nicht missverstanden wird. Daran scheitern viele Beziehungen, vor allem, sobald die Anfangseuphorie verflogen ist und die frische Verliebtheit nachlässt.


    Ein "sehr guter" Partner wäre also demnach jemand, der Kompromisse eingehen kann ohne dabei seine Ideale verraten, welcher aber eben auch die Meinung des Anderen toleriert. Ausstrahlung gehört natürlich auch zum Gesamtpaket, sowie in meinem Falle eine gewisse Pfiffigkeit, Persönlichkeit und alternative Sichtweise der Dinge. Ich mag keine sturren Erwachsenen, die glauben, die Weisheit des Lebens gefressen zu haben und die sich fortan selbst verbieten, auch mal kindisch zu sein, wenn man ist ja nun über 21. Geht gar nicht. Gleichzeitig hasse ich Oberflächbarkeit, sowie Menschen, die absolut keinen Trash begreifen. Wenn ich einen Eurodance Song anmache, dazu abgehe und Leute mir dann völlig entsetzt sagen"Audi, das hätte ich dir niemals zugetraut, ich dachte immer du verstehst was von Musik" krieg ich die Krise. Ebensowenig wie mülliger Kram aka Homophpobie, Anti-Veganismus, elitärer Musikgeschmack, auschließliches Szenedenken (Dresscode Black haha lol) usw. Halt engstirniger Scheiß.


    Eine breite aber originale Persönlichkeit, eine beeindruckende Ausstrahlung, ein gesunder und vor allem aufgeklärter Menschenverstand jenseits der CDU-Weltansicht und natürlich letztendlich auch ein paar gemeinsame Kern-Interessen wären sehr schön.
    ....sind aber schwer zu finden solche Leute, haha. =)

  • Vieles von dem was Midna und Audi~ geschrieben haben, trifft auch meine Ansichten zu einer perfekten Partnerschaft. Der Knackpunkt in einer Beziehung sind die Streitigkeiten. Egal ob diese von Differenzen oder anderen Dingen herrühren, es ist wichtig zu wissen, wie der Partner die Dinge meint und es ist wichtig auch über seinen eigenen Schatten zu springen und nicht auf seine Ansichten zu pochen oder seine Gereiztheit oder unter Umständen auch seine Verletztheit freien Lauf zu lassen. Emotional intelligent sind nicht viele, was aber nicht als Vorwurf an die Menschheit gelten soll. In unserer Beziehung übernehme meistens ich diesen Part, aber nicht weil ich der emotionale Superheld bin, sondern weil ich weiß, wie meine Freundin in Streits Dinge meint und dass sie, wenn sie mal Mist gebaut hat, sich in der Versöhnungsphase ihrer Schuld bewusst ist. Ohne das könnte ich nicht so häufig über meinen Schatten springen. Somit war mein Anspruch an den perfekten Partner (den ich vor einer Beziehung nie so definiert hätte) eine gesunde Portion Selbstreflexion.


    Meine früheren Ansprüche waren stets ein hübsches Äußeres und die größtenteils gleichen Interessen. Hübsch musste sie natürlich sein, aber nach meiner ersten Beziehung war auch mir klar, dass die gleichen Interessen keine große Bedeutung haben. Auch in meiner jetzigen vierjährigen Beziehung spielen Dinge, die mir wichtig sind (wie Musik, Filme, Fußball) keine große Rolle. Meine Freundin ist weder Fußball Fan, noch ist ihr Musik besonders wichtig. Die subtileren Dinge sind das, was eine Beziehung ausmacht. Man muss zusammen lachen, weinen, streiten können. Jene machen einen zu einem glücklichen Menschen. Vielleicht ist es vermessen das auch von anderen Leuten zu denken, aber ich denke, mit einem Partner, mit dem man glücklich ist, nimmt man vieles im Leben gelassener.

  • Zitat

    Original von Lasiroth
    aber ich denke, mit einem Partner, mit dem man glücklich ist, nimmt man vieles im Leben gelassener.


    Das stimmt. Wenn man glücklich ist, dann erscheinen einem die gleichen Probleme plötzlich machbarer, als wenn man ganz alleine vor ihnen steht. Ein liebevoller Partner kann einem eine ganze Menge neuer Kraft geben und vor allem auch Weitsicht in diversen Dingen. Diese Energie darf man nicht unterschätzen. ;) Das positive Grundgefühl, was von der Emotion Liebe ausgeht, macht vieles einfacher, auch wenn die Probleme weiterhin Bestand wie eh und je haben.

  • Hm, schreib ich auch mal was dazu, nachdem ich mir so ein paar Gedanken dazu gemacht hab.^^


    Ein Muster für den perfekten Partner? Gibt es bei mir nicht. Zum Einen bin ich eine Person, die sich grundsätzlich nicht auf den ersten Blick, sondern erst dann, wenn ich die Person länger kenne. Und ich lege viel mehr Wert auf den Charakter als aufs Aussehen, was auch auf die Sache oben zurückzuführen wär.
    Ich suche aber auch nicht krampfhaft nach einem Partner. Ich finde, dass sich das entweder ergeben muss, oder sich einfach fügt, denn wenn man versucht seine Gefühle zu erzwingen, gehts schief. Ich hab das schon öfter in meinem Umfeld gehört, dass irgendwer krampfhaft nach dem perfekten einen Partner sucht, funktioniert die eventuelle Beziehung danach nie wirklich gut, weil alles immer so...erzwungen ist. Grade bei einer Gefühlssache wie der Liebe ist es wirklich mehr eine Sache des Schicksals oder des passenden Moments :)


    Klingt kompliziert (hoffe irgendwer versteht worauf ich hinauswill), aber so seh ich das..und noch was.
    Lieber eine Beziehung, die sich langsam aufbaut, als eine, in der der eine Partner dem anderen alles aufdrängt, aber nichts mit ihm macht und gar nicht auf dessen Bedürfnisse eingeht. Das erlebe ich auch oft genug...solch eine Dominanz geht auch nicht gut auf Dauer :/

  • *über Thema stolper*
    Ich seh die Sache ähnlich wie Midna...
    Grundvoraussetzung für den 'perfekten Partner' ist, dass man in ihn und er in einen verliebt ist. (ich gehe davon aus, dass dann die Interessen etc. grob übereinstimmen und man ungefähr auf einer Wellenlänge ist.) Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen und die Frage ist, was man daraus macht und wie man mit diesen klarkommt.


    Eines der wichtigsten Dinge in einer Beziehung ist meiner Meinung nach, dass man über seine gemeinsame Probleme/Streitpunkte redet und gewillt ist die zu lösen. Das ist meines Achtens einer der bessten Liebesbeweise- auch wenn es mal hart wird, man bleibt dran und versucht was daran zu ändern, weil man den anderen nicht verlieren möchte und er einem wichtig ist.


    Ich finde es auch wichtig in einer Beziehung im Hinterkopf zu behalten 'Er(Sie) kann auch irgendwann weg sein, wenn ich mich wie ein -Idiot- verhalte', damit meine ich nicht, dass man sich von seinem Partner teilweise isolieren soll, sondern versuchen sollte rücksichtsvoll zu sein und mit den Konsequenzen seiner Taten zu rechnen. Wenn man sich a) aufführt wie ein Idiot und man b) das eventuelle MIssverständnis oder die Begebenheit nicht aus der Welt räumt.
    Oder man hat sich an den Partner gewöhnt und denkt: 'Er(Sie) bleibt bei mir, weil er(sie) mich liebt und weil wir schon so lange zusammen sind'. Wenn man quasi die Beziehung zu einem Menschen nicht mehr als etwas besonderes ansieht, sondern als Selbstverständlichkeit und es eher vor sich hinlebt, als genießt, wo vielleicht auch 'die Luft raus ist'...Das fände ich echt gruselig-erinnert mich einwenig an alte Leute...


    Von daher denke ich das der perfekte Partner ein Mensch ist, den man liebt und der einen liebt und genauso gewillt ist wie man selbst diese Beziehung aufrecht zu erhalten.


    Der Mais dreht sich, wenn man ihn lässt.
    Der Mais braucht auch seine Zeit um zu kochen.
    Dann jedoch, hat man den besten Mais der Welt.

  • Es wurde schon soo viel gesagt, ich weiß gar nicht, ob ich noch was sinnvolles beisteuern kann. Besonders in Midnas Post erkenne ich mich doch sehr wieder. Auch, weil ich eine Teilzeit-Fernbeziehung führe, die ganz eigene Probleme mit sich bringt (aber, tatsächlich, auch Vorteile hat! Mir wird jeden Tag klar, wie sehr ich diesen Menschen in meinem Leben haben will, eben, weil er so weit weg ist. Und das seit Jahren! Und wenn wir uns endlich sehen, ist seine Gegenwart für mich umso wertvoller.)
    Aber ich will versuchen, noch mal eine eigene Formulierung zu finden.


    Es gibt vielleicht keinen "perfekten" Partner, weil es keine perfekten Menschen gibt. Aber es gibt Menschen, die mit ihren Kanten und Macken ganz genau ineinander passen wie zwei Puzzleteile. Und ich habe das Glück, ein solches Puzzleteil gefunden zu haben. Er sagt oft "Als ob du für mich gemacht wärst!", was ein bisschen egoistisch klingt, aber da er neun Jahre älter ist als ich, sehe ich ein, dass es zumindest nicht umgekehrt sein kann. :xugly:


    Und trotzdem werden die Missverständnisse, die Uneinigkeiten, die Streits kommen, weil so das Leben einfach ist. Und wie Midna schon sagte, geht es dann einzig und allein um die Kompromissbereitschaft. Und je besser man das zu zweit hinbekommt, je mehr man es schafft, zusammen den Sturm, der das Leben ist, zu überstehen, desto näher kommt eine Beziehung dem "perfekten" Status.
    Ich erinnere mich daran, dass eines Tages klar war, dass ich etwas, das mir wichtig ist im Leben, niemals mit meinem Freund werde teilen können. Das tat weh und war schwer zu verkraften, aber ich habe mich gefragt, ob es wirklich so schlimm ist. Ich habe meinem Freund erklärt, wie weh es mir tut, für ihn darauf zu verzichten. Er war gerührt, hat mich in den Arm genommen und schon fiel es mir gar nicht mehr so schwer, weil ich doch immer noch ihn habe, und das ist wichtiger...


    Und im Endeffekt ist es nicht das Geld, das wird sowieso immer nur weniger. Es ist auch nicht das Aussehen, denn jeder, der mit seinem Partner alt werden will, wird auch irgendwann aus der Form gehen und zunehmen und vor sich hin verwesen. -- Und ganz ehrlich, wer will denn einen Titelblattvorzeigepartner haben? Nein, ich möchte jemanden mit Macken, mit Eigenschaften, den ich auch beschreiben könnte, ohne, dass es auf zehn Modells zutreffen kann, die alle gleich aussehen. Und genauso wenig würde ich einen Partner wollen, der es nicht erträgt, dass ich an faulen Sonntagen in XXXL-Shirt und ausgebeulter Joggingjose mit ungekämmten Haaren und Schlaf in den Augen über meinen Kaffee gekrümmt am PC sitze und mich am Hintern kratze. Das ist genauso Leben wie sich Freitag Abends schick zu machen und die falschem Wimpern aufzulegen und die Strapse hochzuziehen und bis zum Morgen zusammen durchzutanzen.


    Aber völlig davon ab... was meinen Käpt'n für mich perfekt macht, sind die kleinen Dinge: Dass er mir jeden Tag zum Kaffee einen kleinen Kuss auf die Wange, den Nacken oder den Kopf gibt. Dass er mir nachts, wenn ich mich im Bett umdrehe, folgt und sich an mich schmust. Dass er mir vom Einkaufen meine Lieblingssüßigkeit mitbringt. Dass er seine Sorgen gerne mit mir teilt und aufrichtig an meiner Meinung daran interessiert ist. Dass wir stundenlang schweigend nebeneinander sitzen und basteln können. Dass wir zusammen am Tisch sitzen und einen Kaffee nach dem anderen trinken und uns über die neusten Idiotien online die Münder fusselig reden können. Das sind die tatsächlich wichtigen Dinge.
    Und das allerwichtigste: Aus irgendeinem Grund, den ich mir wirklich nicht erklären kann, will dieser Mann sein Leben mit mir verbringen. Ich bin zum auf-die-Knie-gehen dankbar dafür, weil ich nicht weiß, womit in aller Welt ein so furchtbarer Mensch wie ich das verdient hat.

  • "Nobody's Perfect" - so heißt es doch. Warum sollte es da bei einer Beziehung oder bei einer Partnerin anders sein?


    Ich glaube auch nicht, das man wirklich sich im vorhinein Ausdenken kann, wie die Traumpartnerin aussehen soll, bzw wie sie so drauf ist. Und selbst wenn, und man das Glück hat diese Person zu finden, die dem Traumbild entspricht, so bezweifle ich stark, das man dadurch Glücklich wird.


    Es kann sein, das man vereinzelte Kriterien braucht oder sucht, und die vielleich auch Ausschlaggebend, aber so genaue Angaben, wie es einige Ladys wünschen. Ehrlich, ich glaub wenn es passiert, dann passiert es einfach. Vielleicht nicht so 'nen Oberkitsch wie "LIebe auf den ersten Blick", aber ich denke man selbst hat im Endeffekt nicht die Wahl, zu welcher Person man sich hingezogen fühlt, und ob's den Traum-kriterien enstprechen =)


    Ich denke, um das näher zu erläutern, das man, wenn man die Traumpartnerin findet, man nicht wirklich Glücklich wird, weil es verschiedene Kriterien gibt, die es nicht funktionieren lassen. 1. Wenn man eh schon seine Traumpartnerin hat, fehlen die Überraschungen. Menschen zeichnen sich nicht nur dadurch aus, das sie alles Perfekt oder gut machen, sondern auch durch die Fehler. Und wenn man von sich selbst aus, die Fehler anderer Akzeptieren oder sogar mögen kann, dann verbindet das einen mehr, als wie wenn es der Perfekte Mensch ist, der (auf was ja "Perfekt" hinausläuft) keine Fehler macht.
    2. Ich denke, das man eine Partnerin findet, denn man braucht, und nicht jemanden der seinem Idealem Bild entseht....


    Das wars erst von mir.^^

  • Wie Midna so schön sagte: Man muss zu Kompromissen bereit sein, dem anderen vertrauen und auch mal zurückziehen und nicht immer das Ego raushängen lassen. Perfekt ist sowieso so ein... na ja... gewagtes Wort, was sich nicht gerne in meinem Wortschatz finden lässt. Mir reicht es schon glücklich zu sein, einfach zu wissen, dass man sich liebt und hat. Natürlich sind Fernbeziehungen schwieriger (dank Cam wurde zum Glück schon vieles vereinfacht - ich bin froh, dass ich nicht mit Briefen schreiben muss oder Tauben losschicken muss, die nach 3 Monaten wiederkommen). Doch muss ich sagen, dass es nicht an der Fernbeziehung liegt, sondern daran was man draus macht. Das ist bei allem so. Man kann natürlich sagen, dass Fernbeziehungen unmöglich sind (dauerhaft ist es auch nicht gut, aber für kürzeren Zeitraum ist es nicht die Welt - in meinen Augen).


    Bin etwas angeschlagen, also falls ich etwas wirr schreibe tuts mir leid.
    Wenns um Männer an sich geht kann ich nur wiederholen: Mir reicht nicht ein kurzer Smalltalk. Wenn eine tiefe Bindung herrscht und beide sich verstehen bedeutet das einfach schon viel. Meist merken beide das auch selber, auch wenns manchmal etwas länger dauert. =) Im Grunde genommen gibt es den perfekten Partner nicht. Für jeden gibt es seinen Seelenverwandten, aber Perfektion ist sowieso bloß eine Illusion, geschaffen durch Menschen, die in einer ständigen Unzufriedenheit mit sich und der Umwelt leben, aber das ist ein anderes Thema.


    Ich bin einfach froh, dass Menschen sich zusammen finden, lieben und mehr daraus machen als nur eine kurze Beziehung. Bin da einfach eine Romantikerin. Gehör wohl zu den Typen, die wo nen Helikopter mit Namenstuch losschicken würden oder so wie Ted (aus How i met your mother) ne ganze blaue Musikantengruppe mit Rosen schicken würde. Ist was Schönes und meiner Meinung nach heutzutage eh viel zu selten. :pflück:

  • Der perfekte Partner? Mh....also mir persönlich wäre auch wichtig das er manchmal auch Kritik mir gegenüber sagen kann. Weil wenn man ständig nur lieb und nett und zu freundlich miteinander umgeht, dann wird das naja...nervig irgendwann bzw. langweilig. Kritik schadet ja auch nicht. Und ich bin auch der Meinung, das man für Kompromisse bereit sein sollte. Denn es gibt zu 99.9% KEINE Beziehung die perfekt ist. Jeder hat seine Macken und Schwächen. Und das ist auch nicht schlimm, so sind wir nun mal. Schließlich wäre wir ohne diese Dinge keinen Menschen. Menschliche wäre es dann, denjenigen so zu akzeptieren wie er ist, ohne wenn und aber. Wenn man sich nämlich für seine Liebe extra ändert, nur um dem anderen dann zu gefallen...das ist falsch und krank. Was ich persönlich auch wichtig finde, wenn dein Partner auch gleichzeitig dein bester Freund ist. Ich weiß, eine Freundschaft wird dadurch höchstwahrscheinlich zerstört. Aber mit so einem Partner und gleichzeigt besten Freund kann man auch viel Blödsinn machen und muss nicht immer "zu lieb" zueinander sein. Deswegen ist für mich ein perfekter Partner, wenn er auch wie ein bester Freund zu dir ist.

  • Ich glaube nicht dass man sich in jemanden dauerhaft verlieben kann, der nicht auf der gleichen Wellenlänge ist wie man selbst. Es heißt zwar immer "Gegensätze ziehen sich an", aber das ist in meinen Augen meistens nicht wirklich wahr. Wenn man herausfindet, dass ein Mensch über den selben Scheiß lacht wie man selbst, und ähnliche Sachen durch den Kopf spuken und in verschiedenen Situationen ähnlich reagiert, dann kann man sich erst wirklcih verlieben. Wenn man nicht fühlt wie der andere tickt und dessen Lebensstil nicht wirklich versteht, dann wird der oder die jenige einem immer irgendwie fremd bleiben. Wie Risa schon gesagt hat, man sollte sich in Anwesenheit seines Partners nicht auf irgendeine Art verstellen müssen, sei es beim Humor, beim Schlüsse ziehen, oder in irgendwelchen kleinen, persönlichen Eigenschaften.


    Klingt auf den ersten Blick vielleicht eintönig, wenn man eine ähnliche Persönlichkeit hat wie der Partner, oder die Partnerin, aber nur so können beide nach Lust und Laune irgendwelchen Aktionen bzw. Träumen nachgehen, ohne sich darum sorgen zu machen, was der Partner davon wohl halten mag.


    So jemanden zu finden ist allerdings sehr schwer und wenn es derjenigen letztendlich dann nicht auch so geht, kann einen das kaputt machen.

  • Der perfekte Partner, gutes Thema.
    Ich bin niemand, der von vornherein festlegen würde, wie mein perfekter Partner auszusehen hat. Ich finds immer doof, sich auf die Suche nach bestimmten Eigenschaften oder gar dem perfekten Partner zu machen.
    Natürlich ist es wichtig, dass man sich mit seinem Partner versteht. Kommunikation ist immerhin mit die wichtigste Voraussetzung für eine gut laufende Beziehung. Wenn es immer Streit und Auseinandersetzungen gibt, führt das zu einer ziemlich angespannten Atmosphäre. Man sollte sich mit seinem Partner also verstehen, aber das ist ja irgendwie klar.


    Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn man gewisse Interessen teilt oder wenigstens teilweise einen ähnlichen Geschmack hat. Wäre meiner Meinung nach auf jeden Fall förderlich. Man muss ja nicht komplett und bei allem gleicher Meinung sein, aber eine Balance zwischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden ist für eine Beziehung wohl ganz gut.


    Letztendlich kommt es halt wirklich darauf an, wie gut man sich versteht und wie gut man miteinander kann. Eventuell sogar auch, was für Vorstellungen man von einer gut laufenden Beziehung hat. Ist natürlich sinnvoll, wenn da beide etwa die gleiche haben.
    Ich würde niemals sagen, dass mein Wunschpartner bestimmte Kriterien erfüllen muss, damit ich mir was mit ihm vorstellen könnte. Nur halt oben genannte, die allerdings in meinen Augen Pflicht für eine funktionierende Beziehung sind. Ansonsten bin ich da wenig oberflächlich, Hauptsache ist doch, man versteht sich, man vertraut einander, man liebt sich. Dann stören einen auch keine kleinen Fehler am Gegenüber. Dann ist es der perfekte Partner für einen. Zumindest meiner Meinung nach.

  • Der perfekte Partnern...hm. Ich glaube schon, dass es den perfekten Partner gibt, eine Person, die perfekt zu dir passt und mit der du dich super ergänzt. (Vielleicht ist es auch einfach nur Wunschdenken) Nur ist es unglaublich schwer diese eine Person zu finden. Gefühlen kann man nicht wirklich vertrauen, sie kommen und gehen viel zu schnell wieder, so habe ich es jedenfalls bisher immer erlebt. Im Endeffekt glaubt man bei jeder Beziehung anfangs, dass sie die beste und die perfekte Beziehung sei und dass man doch für immer zusammen bleiben würde. Zwei Jahre, zwei Monate oder sogar schon zwei Wochen später kann das schon ganz anders aussehen. Es ist sinnvoll und fördernd, wenn man die selben Interessen hat, ja, aber das ist natürlich kein Garant dafür, dass die Beziehung auch hält. Wichtig ist, dass sie hinter mir steht und mich unterstützt, dasselbe gilt natürlich für mich, so müsste das sein. Ich dürfte nicht das Gefühl haben mich unangenehm, gelangweilt oder unglücklich neben ihr zu fühlen. Mir ist es wichtig, dass ich mit diesem Menschen auch einfach gemeinsam schweigen kann, wenn es der Augenblick nicht anders hergibt. Einfach nur den Moment genießen und das außen rum zu vergessen.


    Man muss nicht derselben Meinung sein, allerdings sollte man sich schon in ihr ähneln, oder bereit sein Kompromisse einzugehen, weil es sonst zu oft zu Streitigkeiten kommen würde und eine Beziehung sich somit ziemlich schnell zu einem gegenseitigen Terror entwickeln kann. Verständnis und Vertrauen sind hierbei ganz wichtig. Dass man das Verhalten des Partners nachvollziehen kann, ihn versteht und auch auf ihn eingeht. Versprechen kann man nicht immer halten, allerdings sollte das gegenseitige Vertrauen bestehen, dass man sich auf den jeweils anderen verlassen kann. Ein einziger Zweifel könnte schon zur Folge haben, dass man an der ganzen Beziehung zweifelt und schließlich Schluss macht. Auch wenn man vorher gedacht hatte den perfekten Partner vor sich zu haben.
    Puh, ich hab den Faden verloren...


    Jeder Mensch hat Fehler. Definiert man "perfekt" so, dass ein Mensch keine Fehler hat, kann man natürlich lange suchen. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als dem Gefühl des Verknallt-Seins bzw. des Verliebt-Seins nachzugehen, um schließlich zu erfahren, ob der gewählte Partner "perfekt" ist und man mit ihm glücklich werden kann. Manche haben Glück und finden auf Anhieb den richtigen Partner, andere müssen sich von Beziehung zu Beziehung kämpfen, weil ihr Gefühl sie doch nur betrogen hat. Fazit: Ich hab' keine Ahnung mehr, wie mein perfekter Partner aussieht. ._.

  • Perfektion existiert auf dieser Welt, meiner Meinung nach, nirgendswo. Doch das Gefühl Glück und Liebe gibt es für mich schon, denn gerade durch dieses Glück und diese innere Zufriedenheit funktioniert für mich eine Partnerschaft. Beziehung ist so ein... Naja-Wort für mich, da ich finde, dass man mit jedem Menschen eine Beziehung führt. Das Wort ist für mich in dem Kontext einfach unpassend. Wir führen zu jedem Menschen eine andere Beziehung und eine Partnerschaft hebt sich gerade durch die Eigenschaft ab, dass es (meist) mehr als platonische Liebe ist (von Asexualität ausgeschlossen).


    Für mich steht in erster Linie die Ehrlichkeit im Vordergrund. Denn nur mit der kann man überhaupt anständig reden. Das schließe ich aber bei Freunden auch nicht aus, denn jede Art der Beziehung die ich pflege, will ich ehrlich führen, denn mit Lügen schneidet man sich am Ende nur selbst ins Fleisch. Was einen Partner von meinen Freunden abhebt ist im Grunde, dass wir uns gegenseitig ein schönes Leben geben. Ich will auch nicht Gegenstand eines Menschens sein. Viele verwenden ja gerne das Wort: "Sie gehört mir!" oder "Er gehört mir!" Doch das ist für mich eine zu einnehmende Denkweise. Mein Partner ist ein selbstständiges Wesen, das denken, fühlen und handeln kann. Natürlich haben wir Vereinbarungen geschlossen, die - wie ich finde - in jeder Partnerschaft notwendig sind.


    Wir gehen Hand in Hand. Als Team. Das drückt es für mich gut aus. Wir stehen uns in guten und schlechten Zeiten bei und lieben uns... jedoch nicht bedingungslos. Das Wort wird ja gerne zweckentfremdet. Doch im Grunde ist unsere Liebe an gewisse Bedingungen geknüpft. Es gäbe für mich Dinge, die ich einfach in einer Partnerschaft (ebenso einer Freundschaft) nicht tolerieren könnte. Lügen wäre einer dieser Faktoren, doch auch Betrug (wobei da jeder so seine Schattierungen davon hat, bei manchen fängts ja schon beim Händeschütteln an). Ich denke, dass die meisten Bindungen an Bedingungen beknüpft sind. Zumindest hatte ich bisher von keinen gehört die komplett frei und haltlos sind (bisher kenne ich eigentlich nur ein Pärchen, dass das so offen und frei führt und das finde ich ist auch mal eine sehr schöne Art, denn sie ist besonders individuell unter all den bedingungsabhängigen Beziehungen).


    Ich bin nicht perfekt. Genauso wie alle Menschen auf dieser Welt, deswegen hört sich das Wort "perfekte Beziehung" für mich immer noch sehr merkwürdig an. Ich gestehe, dass ich in jüngeren Jahren auch öfters gerne bei meinen Ex-Partnern das Wort "Traummann" benutzt habe, aber das hört sich für mich zu surreal an. Das ist für mich ein wenig zu viel Gewäsch (ohne jetzt jemanden beleidigen zu wollen - das ist lediglich mein Standpunkt zu diesem Thema). Man könnte eher sagen, dass man sich vollkommener und erfüllter fühlt wenn man mit einem Menschen das Leben teilt. Mein Freund ist für mich nicht nur mein bester Freund, sondern auch mein Seelenverwandter. Ihm vertraue ihm Dinge an, die ich selbst meinen Freunden nicht sagen würde und ich gehöre doch zu den ehrlichen Menschen (wie man im Thread "bewusstes Leben" vielleicht schon gemerkt hat).


    Für mich ist eine gesunde Partnerschaft eine wo man sich liebt, aber auch Freiräume gibt. Man pflegt das Leben beider Seelen wie eine Blume oder einen Garten. Und wenn man sich nicht an die Bedingungen hält oder sich nicht genug abspricht in der Partnerschaft, kann es oft passieren, dass die Dinge sehr schnell zu Bruch gehen. Weswegen ich auch gar nichts davon halte sich allzu schnell in Dinge zu stürzen und vorher sich genug "angeschnuppert" zu haben. Für mich braucht es einfach Zeit diesen Menschen kennenzulernen. Hatte damit schon schlechte Erfahrungen gemacht und ich glaube nicht, dass ich das nochmal so handhaben würde. Für mich ist eine Partnerschaft auch viel Verantwortung, da man sich auf einen Menschen einlässt und ihn nahe an sein Herz lässt. Das ist den meisten leider nicht bewusst, da sie sich oft nach Liebe und Nähe sehnen und das zu oft mit "der großen Liebe" verwechseln.


    Ich finde es nicht falsch sich früh zu binden. Schließlich bin ich auch mit 19 Jahren mit meinem Partner zusammengekommen. Das wäre für manche hier vermutlich viel zu früh. Doch wenn man eine gewisse Kennenlern-Zeit hatte und auch das nötige Know-How hat eine Partnerschaft zu führen steht dem nichts mehr im Wege. Manches kristallisiert sich natürlich erst wenn man für längere Zeit zusammengelebt hat, denn die Partnerschaft selbst besteht gerade daraus, dass man tagtäglich mit seinem Partner verbringt und diesen durch die Jahre hinweg immer besser kennenlernt. Es ist etwas Wunderbares geliebt zu werden. Bedingungslos könnte für mich höchstens ein Wort dafür sein, dass man so geliebt wird wie man ist. Egal in welcher Facette, der Partner wird diese sehen. Deswegen bringen einem Lügen in Partnerschaften auch nicht weiter, sondern werfen einem eher in der eigenen Selbstentwicklung zurück, denn man kann sich nicht auf so lange Dauer selbst belügen.


    Ansonsten würde ich sagen: Nein. Es gibt keinen perfekten Menschen. Wird es auch nie geben, denn der Planet auf dem wir leben, die Geschöpfe die uns umgeben, die sind auch nicht perfekt. Wir suchen danach. Streben vielleicht auch danach, doch die Perfektion zu suchen ist ungesund. Sich selbst zu finden und lieben zu lernen, sich selbst zu lieben... das hingegen halte ich für sehr gesund und reif. =)

  • Wow, mein letzter Beitrag ist 2017 her. Allerdings muss ich sagen, dass sich mein Schlusswort sehr gut mit meiner jetzigen Ansicht deckelt.

    Ansonsten würde ich sagen: Nein. Es gibt keinen perfekten Menschen. Wird es auch nie geben, denn der Planet auf dem wir leben, die Geschöpfe die uns umgeben, die sind auch nicht perfekt. Wir suchen danach. Streben vielleicht auch danach, doch die Perfektion zu suchen ist ungesund. Sich selbst zu finden und lieben zu lernen, sich selbst zu lieben... das hingegen halte ich für sehr gesund und reif. =)

    In meinen Augen gibt es keine Perfektion, aber ich weiß, dass gerade die sozialen Medien gerne einen anderen Eindruck vermitteln wollen. Und ich kann mir gut vorstellen, dass das auch jüngere Zielgruppen sehr verunsichern kann.


    Mein Mann und ich sind seit dieser Aussage schon durch einige Krisen gegangen und ich kann von mir selbst sagen nicht unbedingt immer die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben. Doch Fehler gehören zum Leben dazu und ich glaube wir blicken alle früher oder später auf unser jüngeres Ich und denken uns: "Wie konnte ich das da gesagt/getan haben?!" Wobei das eigentlich sogar für eine positive Entwicklung spricht. Ich distanziere mich von vielen Dingen die ich damals gesagt habe weil ich heute ein ganz anderes Weltbild habe.


    Für mich ist es mittlerweile auch sehr wichtig unabhängig von meinen Partner zu sein. Es macht mir Spaß Zeit für mich zu verbringen und ich glaube wir sitzen trotzdem immer noch mehr aufeinander als andere. Ich habe für mich einfach eine Menge dazu gelernt, was ich nicht mehr missen möchte. Und wenn ich mir den Titel so anschaue muss ich an das Gespräch mit einen Kumpel denken, der selbst als Single unter den zu unmenschlichen Vorstellungen leidet, die man teilweise auf Partnerbörsen (aka Dating Apps) so sieht.


    Da schätze ich mich wirklich glücklich meinen Deckel gefunden zu haben. Ich selbst habe auch meine Ansprüche und die mögen für manche nicht gerade klein erscheinen, aber ich bin schon lange weg von meinem Teenie-Ich was sich so seinen Traummann gebastelt hat. Darüber bin schon froh. Man muss halt immer bedenken, dass die Anforderungen die man andere stellt auch selber halten sollte. Das wäre in meinen Augen sonst halt einfach ein Widerspruch, besser gesagt Heuchelei. Deswegen empfinde ich manche Ansprüche als realistisch. Andere wiederum einfach als zu hoch gesetzt.


    Letztendlich ist es meist ohnehin so, dass man in einer Langzeitbeziehung (in meinen Augen) ganz anders an die Vorstellung eines Partners rangeht als z.B. als Single. Natürlich behält man viele Ansprüche, aber man lernt auch seine eigenen Macken und die des anderen mehr anzunehmen. Am Ende ist man halt doch nur ein Mensch mit Ecken und Kanten. Und das macht für mich auch eine schöne Beziehung aus.

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