Amokläufe aufgrund "Killerspiele"

  • Bei Worms habe ich 7 weitere Würmer auf dem Gewissen. Und alle habe ich sie GNADENLOS mit dem Raketenwerfer ins jenseits befördert! :xugly:


    Ich denke nicht, das Killerspiele der Auslöser sind. Eher die Vergangenheit, Freunde, Familienleben... Solche soz. Aspekte haben häufig einen wesentlich größeren Einfluss auf Teenies als Gewaltspiele.
    Ich zogg seid ich 14 bin Resident Evil und Co. Trotzdem renne ich nicht mit Waffen durch die Straßen... Zumindest noch nicht :evil:
    Politiker versuchen lediglich eine schnelle Lösung zu finden... und was ist da nicht nahliegender als ein Egoshooter? Sollte ich mal durch die Strassen rennen und jemanden unter Wasser drücken und ersaufen lassen, kann es durchaus passieren, dass RollerCoaster Tycoon in Deutschland indiziert wird. Da ist es auch möglich, Menschen ins Wasser zu werfen und ersaufen zu lassen... I-wo lassen sich immer Bezüge herstellen.
    Meines Erachtens nach -> Purer Blödsinn

  • Heute ein beispiel auf web.de:


    Zitat

    Rentner läuft Amok
    Bei einem Familiendrama in Schwalmtal richtet ein 71-Jähriger ein Blutbad an und erschießt drei Menschen. Eine Person wird schwer verletzt.


    [URL=http://magazine.web.de/de/themen/nachrichten/index,cc=0000054795000874606641eoVy.html]Rentner läuft Amok[/URL]


    man kann mir nich erzählen das der cs oder sowas gezoggt hat und deshalb amok gelaufen is!

  • Zitat

    Original von Henning
    Bei Worms habe ich 7 weitere Würmer auf dem Gewissen. Und alle habe ich sie GNADENLOS mit dem Raketenwerfer ins jenseits befördert! :xugly:


    Ich denke nicht, das Killerspiele der Auslöser sind. Eher die Vergangenheit, Freunde, Familienleben... Solche soz. Aspekte haben häufig einen wesentlich größeren Einfluss auf Teenies als Gewaltspiele.
    Ich zogg seid ich 14 bin Resident Evil und Co. Trotzdem renne ich nicht mit Waffen durch die Straßen... Zumindest noch nicht :evil:


    Dazu muss ich erstaml, sagen ist euch schonmal aufgefallen, dass zum Großteil nur PC Spiele verantworlich sind?
    Kann sein das ich mich irre, aber die Konsolen werden meist außer acht gelassen.


    Und bezüglich Henning:
    Die Politiker achten auf Spiele, bei denen man Menschen töten kann. Oder hast du schonmal gehört:


    "Beim Täter wurde Zuhause ein asüpiel mit dem Namen RE gefunden."
    Wenn Spiele ein Grund dafür wären, dann eins bei dem menschen ums Leben kommen.


    Aber solche Amokläofe hängen auch mit der Umgebung zusammen, wie Henning schon sagte (Tätigkeiten, Freunde, Familie).
    Spiele können ein Grund dafür sein, müssen es aber nicht.

  • Ich finde Killerspiele sind einfach nur dumm und nein, sie machen keine Amokläufer, es ist nämlich erwiesen, dass diese Leute meisten wegen Eltern,
    Mitschülern, etc. psychisch und körperlich belastet und verletzt werden. Sie tuen es dann meistens, weil sie keine Lösung für dieses Problem finden und in ihrem Leben nur Enttäuschung und schlechte Dinge erlebten. Solche kranken Spiele, in denen man die Feinde in Fetzen jagen kann und sie zerstückeln und dann verbrennen kann, finde ich, sollte man echt verbieten. Zu viel realistic in diesen Spielen macht dann solche Gedanken und kann einen Menschen sehr agressiv machen und üben auch Druck auf die Psyche aus. Das macht einen Menschen nicht zum Amokläufer, doch es kan dazu führen, dass man abhängig wird.

  • o.O? Wegen "Killerspielen" echte, reelle Menschen umzubringen = Hirnlos, dumm, idiotisch, schwachsinnig und noch weitere Eigenschaften, die ich nciht erwähnen will. Ich finde es schwachsinnig, allgemein diese Spiele zu spielen. Was bringen die außer Reaktionsvermögen? Dann spiel ich lieber 3 Runden mehr Zelda und SSB. Und die Amokläufer haben Probleme, riesige Probleme in ihrem Leben gehabt. Meißtens waren es ja Probleme, die die Person nciht verarbeiten konnte und dieses Problem sie verfolgt. Scheit die einzigste Lösung für dieses Problem zu sein. Die einzigste und dämliche Lösung. Ich hätte niemals den Mut, mit meinem 30kg Zugkraftbogen in irgendein Gebäude (z.B.: Schule, Büro...) rein zublatzen und die zu erschießen. Zumal ich auf KEINE lebewesen schieße. Bei mir IST und BLEIBT alles gleichgültig. Wenn die Person meint, mein Leben ist sinnlos, muss man nicht gleich paar Andere mit sich reißen! Besonders: Mit nem Bogen! Dazu sind meine Pfeile reinster Müll. Ich hol zwar eh neue Pfeile, womit man Lebewesen töten kann, aber lassen wir's mal. Gutgut, ich gebe zu: Ich schlage meine Freundin immer. Aber meißtens, weil sie mal ihr Gehirn anstrengen soll. Aber Menschen UMZUBRINGEN, weil ich Probleme habe, für die habe ich kein Gefühl. Und noch was: Ich bin kein Angsthase! Ich ahbe vor sehr~ wenigen Sachen angst. Aber letztens hat man auf meine Schule nen Amoklauf angedroht. Ich stand da und hab mir meine Knochen totgezittert. Seht ihr? Vor sowas habe ich viel zuviel Angst.

  • Sind wir nicht alle ein bisschen Killer?


    Natürlich nicht! Dennoch geht bei erwachsen Menschen immer noch der Gedanke durch den Kopf, die sogenannten Killerspiele seien Ursache allen Übels. „Familien gegen Killerspieler“, ist diesen Samstag das Motto des „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“. Dabei dürfen Beteiligte symbolisch ihre Killerspiele in eine Tonne werfen.



    Vor der stuttgarter Staatsoper wird die Aktion durchgeführt und wer daran teilnimmt darf an einer Verlosung mitmachen, bei der es ein signiertes Fußballtrikot der Nationalmannschaft zu gewinnen gibt.


    Dem „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ gehören Familienangehörige der Opfer des Amoklaufes im baden-württembergischen Winnenden an. In ihrem Programm, zur Verhinderung von solchen Taten, gehört auch das Verbot von „Killerspielen“ dazu.


    Quelle: Planet Nintendo

  • Das Thema existiert ja jetzt schon viel zu lange in Deutschland und hat sich glücklicherweise, soweit ich weiß, auch fast komplett wieder legen können. Na ja, wie immer eigentlich nur mit der Hoffnung das man nicht irgendwann nochmal vorhat schlafende Hunde zu wecken.


    Erstmal ist es Unsinn steif zu behaupten, dass Spiele Menschen einfach mal so zu Blutrünstigkeit bringen und Leute zu Amokläufern machen lässt. Wenn sich jemand so sehr von Mord und Metzeln begeistern lässt, dann hat er seine Veranlagerungen dazu schon viel eher gebildet. Wieso sie entstanden ist muss dann nichtmal was bestimmtes sein was sich eindeutig festlegen lassen kann, aber das bekannteste Beispiel wäre wohl ein Jugendlicher, der mit Einsamkeit, Mobbing und ohne spürbare Unterstützung in seinem Leben zu kämpfen hatte. Wer nur Menschen in seiner Umgebung hat die man selbst einfach nurnoch hassen kann und einen so unglücklich machen der ist leicht in der Lage zu was zu greifen, womit man dem in einem Moment zum nächsten einen Schlag versetzen kann. Das erklärt zum Beispiel einen Amoklauf.


    Wenn jemand ein Killerspiel spielt und am Tag danach einen Mordzug beginnt scheinen ja einige Politiker glücklich auf ihren Tischen zu tanzen, weil man ja offensichtlich das perfekte Beispiel für die Einflusskraft eines Killerspieles zeigt... aber der Punkt ist eigentlich viel mehr, dass man keine Killerspiele braucht um einen Menschen zu finden, der durch das, was er im Leben "gelernt" hat, bereit ist brutal zu werden. Das schaffen andere Dinge genauso effektiv für diesen Fall von Mensch und seinem Geist und Killerspiele deswegen zu verbieten macht einfach keinen Sinn. Man könnte (und müsste nach der Idee) auch Filme, Serien, womöglich noch Schützenvereine und anderes dazu abschaffen wenn man meint es würde was ändern. Einerseits ist es aber nur schwer möglich und umsetzbar und andererseits müsste man irgendwann sowieso merken, dass das kein Allheilmittel im "Kampf gegen Amokläufe" oder was auch immer gewesen ist.


    Aber als normaler (und natürlich friedlicher) Politiker und Elternteil ist es sowieso leicht das, was man davon zu kennen meint und teilweise noch einbildet und dazudichtet, als abstumpfend, grausam und absolut menschenverachtend zu sehen. Ich denke mal vorallem, wenn sie sich dazu noch ihre typische Spieler vorstellen die spielen und "dümmlich darüber lachen, wenn sie gerade virtuell jemanden mehrere Kugeln durch den Körper gejagt haben" wird das auch nicht wirklich besser. Stimmt natürlich nicht, sie sind zudem noch daran interessiert vor ihrem Bildschirm mal Schulmädchen (soll ja ein tolles Beispiel der Medien gewesen sein) zu knebeln und es sich gefallen zu lassen sie mit irgendwelchen Waffen und Geräten zu quälen.
    Kurz: Es ist leicht für sie bei dem Gedanken hängen zu bleiben, dass die Spieler und Entwickler auf irgendeine Weise abartig sein müssen. So ist es eben und so wünscht man sich eben alle Spiele und Brutalitäten weg. Man kann es sich ja einfach machen solange man sich selbst als richtig genug ansieht um darüber urteilen zu können was immer so richtig ist und was nicht. Wer sowas spielt achtet immer nur auf den Tötungsaspekt und hat seinen Spaß daran. Das macht einen Spieler automatisch etwas unmenschlicher, weil es garnicht anders sein kann. Stimmt's? So wird das (einerseits) eben aus deren Rolle gesehen.


    Jedenfalls bin ich selber kein wirklicher Killerspielspieler, es sei denn die Medien haben Recht und auch Reihen wie Final Fantasy verleiten mich dazu mal einen Mord als Auserwählter mit heiligen Schwertern zu inszenieren.
    Ich kenne aber eben auch genug Leute die das hauptsächlich spielen. Und wenn ich von wem behaupten müsste, dass er irgendwie ernsthaft brutal werden kann würde ich die Erklärung dafür bestimmt nicht bei Videospielen suchen. Wenn jemand etwas verrückt ist, dann kann er es durch alles mögliche sein, das hat keinen einfachen und festgelegten Ursprung. Wenn Spiele oder Filme dazukommen sind sie kein Auslöser, man genießt sie nur auf die Weise wie man selbst eben ist. So wie es immer verschiedene Meinungen zu Büchern, CDs, etc. gibt.


    Aber gerade solange es auch so viele Menschen gibt die ihren Spaß daran haben bestimmte Leute in Gruppen zu piesaken, diskriminieren und niederzumachen (wobei es dann auch keine Hilfe ist garnichts zu machen) wird es das sowieso nochmal häufiger geben können. Alleine wegen sowas. Denn im Endeffekt gibt es immer wenige bestimmte Menschen, die zuschlagen. Genauso wie es viele Menschen gibt, die es nicht einfach mal plötzlich tun würden. Wenn man auf eine zumindest bedeutende Besserung hofft, dann wäre es eine wirkliche Hilfe, wenn sich Menschen mal in so einer Hinsicht ändern würden. Aber das ist ja was wo keiner weiß, wie man das erreichen soll. Da sind Killerspiele ein leichter fassbares Opfer.

    Infinite time stops its heartbeat,
    and people are soundlessly consumed by fire.

    Not a single soul notices as the world becomes dislocated,
    and is engulfed in the flames of the Crimson Realm.

  • Komisch, dass man dieses Thema immer und immer wieder ausgraben und erneut durchkauen kann. Scheinbar hat es noch immer nicht an Geschmack verloren... faszinierend.


    So, um noch mal meine (und wahrscheinlich jene der meisten User) Sichtweise kurz und knapp klar zu machen:


    - Killerspiele sind keine Garanten für Amokläufe. Anders gesagt: Killerspiele zu zocken, fabriziert keine Amokläufer.


    - Killerspiele sind ein leicht fassbares Opfer und für jene, die sich nur oberflächlich / gar nicht damit beschäftigen, eine logische Erklärung für das Ausrasten junger Amokläufer.


    - Killerspiele können als eine Art Drehbuch für Amokläufe dienen und somit diese zwar nicht auslösen, aber maßgeblich beeinflussen und den Drang zu einem Amoklauf steigern.


    - Amokläufe werden ausgelöst durch:
    --> Soziale Probleme
    --> Mobbing
    --> Depressionen / Minderwertigkeitsgefühlen
    --> Psychische Erkrankungen
    --> Purer Stress
    --> Drogen. (Eher als aufgrund von Killerspielen.)


    Wenn also das geklärt ist, können wir nun endlich dieses unsägliche Thema fallen lassen und unsere Aufmerksamkeit wichtigeren Dingen zuwenden, etwa Krieg in Afghanistan / Irak, Gefahr durch Atomwaffen, Ausrottung von Tierarten (etwa Thunfisch), Politik im Allgemeinen? :rolleyes:


    Greets


    "Man sollte glauben, das Leben sei ein einfaches Thema.
    Wenn man die 10 Gebote beherzigen würde, dann wäre es auch so.
    Dummerweise macht das heutzutage kein Mensch mehr."
    - Philip Weisel

  • Winnenden - Tim K., der am 11. März 2009 in Winnenden und Wendlingen 15 Menschen und sich selbst erschossen hat, verbrachte viel Zeit mit Gewaltspielen am Computer. Auch mit solchen, die für den 17-Jährigen nicht freigegeben waren. Welchen Einfluss haben solche Spiele auf Jugendliche? Darüber diskutieren Patrik Schönfeldt vom Verband der Computerspieler und Gisela Mayer, die Mutter einer in Winnenden getöteten Lehrerin.



    "Was im Kinderzimmer
    passiert, können nur die Eltern kontrollieren."
    Patrik Schönfeldt vom Verband der Computerspieler.


    Herr Schönfeldt, Sie spielen häufig "Counterstrike" - was fasziniert Sie an solchen gewalttätigen Spielen?



    Schönfeldt: Die Faszination von "Counterstrike" und ähnlichen Spielen liegt vor allem im Wettkampf mit den Gegenspielern, die übers Internet zugeschaltet sind. Man spielt mit vier Freunden gegen ein unbekanntes Team. Das Aufregende ist zum Beispiel, sich raffinierte Taktiken zu überlegen und den Gegner zu überraschen.


    Warum geht es nicht ohne Gewalt? In solchen Spielen wird der Gegner verbrannt, erdrosselt, mit einer Motorsäge zerschnitten, mit Stahlnägeln an der Wand fixiert...



    Schönfeldt: Das ist eine etwas krude Aufstellung. Darstellungen von Verbrennen oder Zerhacken sind in Computerspielen in Deutschland nicht erlaubt. Allgemein dient die Gewaltdarstellung dazu, dem Spiel mehr Spannung zu verleihen. Man braucht diese für den schnellen Wettkampf. Man muss Sinneseindrücke verarbeiten und reagieren, und das funktioniert besser, wenn das Spiel nicht so abstrakt ist.


    Frau Mayer, können Sie diese Faszination nachvollziehen?



    Mayer: Dass man den Wettkampfgedanken schön findet und gerne im Team spielt, ist nachvollziehbar. Aber ich halte die Gewalt in den Computerspielen nicht für eine Nebensächlichkeit. Sonst könnte man ja alle Spiele so abändern, dass getroffene Personen nur noch einen Farbfleck auf der Brust haben. Ich gehe jede Wette ein, dass die Umsatzzahlen rapide absacken würden.


    Worum geht es dann?



    Mayer: Es geht um das archaische Muster des Menschen, Gewalt und Macht auszuüben, den anderen zu besiegen und ihn zu vernichten.


    Schönfeldt: Im Computerspiel ist der Spieler nicht real vorhanden - und dieses fehlende Element der Körperlichkeit wird dadurch ausgeglichen, dass es im Spiel für die Figur lebensbedrohlich wird.


    Allein in Deutschland spielen 23 Millionen Menschen solche Spiele. Erschreckend?



    Schönfeldt: Die Faszination des Grundmusters ist schon immer da gewesen. Früher hat man Räuber und Gendarm oder Cowboy und Indianer gespielt. Jetzt ist dieses Muster in die virtuelle Welt verlagert.


    Mayer: Wir haben bei Indianerspielen niemanden abgeschossen - und es gab Regeln und Grenzen. Aber ich sehe das Problem ganz woanders. Beim Computerspiel lerne ich etwas, und zwar das Falsche. Ich lerne Gewaltausübung durch Wiederholung, durch Belohnungssysteme, durch das Einüben ganzer Sequenzen. Ich gehe deswegen nicht auf die Straße und werde Amokläufer. Aber: in dem Moment, in dem ich unter Druck gerate, setze ich den Reflex ein, den ich geübt habe. Dieser Bahneneffekt ist von Hirnforschern nachgewiesen.


    Schönfeldt: Das Entscheidende ist, dass ich das Spiel als Wettkampf wahrnehme und nicht als Schauspiel oder Identifikationsgrundlage. In Rollenspielen, in denen man sich mit der Spielfigur identifizieren soll, sieht man diese fast immer. Das ist in Actionspielen aber kaum der Fall.


    Mayer: Natürlich gibt es eine Identifikation im Spiel - wer soll das denn sonst sein, der da die Knarre hält?


    Schönfeldt: Es gilt: ich werde nicht zum Amokläufer, weil ich solche Spiele spiele. Es ist ausschließlich eine virtuelle Realität.


    Neben der Gewalt kommt ja hinzu, dass in den Spielen meist eine demokratiefreie Zone herrscht, dass Stärke über Recht geht und Geld einen ganz hohen Wert besitzt.



    Schönfeldt: Es ist ein Spiel - und es bleibt ein Spiel.


    Würden Sie das auch für alle anderen Spieler unterschreiben?



    Schönfeldt: Ich kann das für mich sagen, und ich kann das für alle Menschen sagen, die geistig in Ordnung sind und bei klarem Verstand.


    Und die anderen, die nicht so gefestigt sind?



    Schönfeldt: Was die angeht, kann ein Spiel vielleicht eine schädliche Auswirkung haben. Aber das Gleiche gilt für das Autofahren: Niemand käme auf die Idee, das Autofahren zu verbieten, nur weil es einige Leute gibt, die Amokfahrten auf der falschen Richtungsspur unternehmen.


    Mayer: Natürlich sind diese Spiele nicht konstruiert, um spätere Gewalttäter auszubilden. Geschenkt. Es geht aber um die unerwünschten Nebenwirkungen. Das Problem ist, dass ich gelernt habe, dass Gewalt eine Möglichkeit ist, um Konflikte zu lösen. Es gibt in einem neuen Spiel eine Sequenz, bei der ein verletzter Mensch an einer Wand lehnt - der kann erschossen werden. Ich als Ethiklehrerin bin entsetzt über solche Muster. Kinder sollen lernen: je hilfloser ein Mensch ist, umso höher ist die Verantwortung der Umstehenden.


    Schönfeldt: Unter den Spielern hat diese Szene starke Reaktionen ausgelöst - eine Mehrheit lehnt sie ab. Wir haben dazu Umfragen gemacht.


    Bewegen wir uns jetzt auf eine gemeinsame Minimalposition zu: Gewisse Darstellungen akzeptiert der Spielerverband auch nicht?



    Schönfeldt: Ja, es gibt unnötige Szenen.


    Wie könnte man diese gemeinsame Forderung allgemein formulieren?



    Schönfeldt: Schießen auf Unbeteiligte - das braucht ein Spiel eindeutig nicht.


    Aber Töten muss sein?



    Schönfeldt: Ja, das Schießen gehört zum Wettkampf dazu.


    Es geht ja vor allem um den Schutz von Jugendlichen. Welcher Anteil der Spiele ist für Jugendliche freigegeben?



    Schönfeldt: Das ist die Mehrzahl - aber in der abgespeckten deutschen Version, in der kein Blut fließt oder in der die erschossenen Menschen einfach verschwinden. Deutschland hat die strengsten Gesetze weltweit.


    Wo gibt es dennoch Handlungsbedarf?



    Schönfeldt: Es gilt, die Eltern aufzuklären. Was im Kinderzimmer passiert, das können Schulen oder Behörden nicht kontrollieren. Auch der Einzelhandel hat keine großen Kontrollmöglichkeiten mehr, weil man sich die meisten Spiele aus dem Netz herunterlädt. So ist es ganz entscheidend, den Eltern beizubringen, was geeignet ist. Nur die Eltern können es kontrollieren.


    Mayer: Da gehe ich zum Teil mit. Eltern müssen zur Verantwortung gezogen werden. Mit Hilfe eines Fragebogens der Forscher Douglas Gentile und Craig Anderson können Eltern ganz einfach abklären, ob ein Spiel im Jugendzimmer zulässig ist. Die Kriterien lauten: wird Gewalt aktiv ausgeübt, gibt es Wiederholungen, gibt es ein Belohnungssystem für Gewalt? Sind diese Bedingungen erfüllt, ist es nicht zulässig.


    Wie kann man die Eltern stärker in die Verantwortung nehmen?



    Mayer: Wenn Eltern ihrer Verantwortung nicht gerecht werden, sollte ein Strafsystem greifen. Die Eltern sollen geradestehen, wenn die Kinder Gewaltspiele spielen.


    Sie plädieren hier für ein neues Gesetz?



    Mayer: Eindeutig. Aus Ihren Reihen, Herr Schönfeldt, kam auch der Vorschlag, ein Sperrsystem einzuführen. Das halte ich für sinnvoll. Ein Spieler muss sich über Personalausweis oder Code erst anmelden.


    Schönfeldt: Ähnliche Systeme gibt es bereits, das befürworten wir auch. Es ist aber auch hier entscheidend, dass die Eltern sich auskennen und den Code aktivieren.


    Welche weiteren gemeinsamen Punkte könnte es geben?



    Schönfeldt: Ich könnte mir vorstellen, dass Spiele verschiedene Versionen, je nach Alter, besitzen - der 15-Jährige spielt also auf einem anderen Niveau als ein Erwachsener. Grundsätzlich ist klar, dass Ego-Shooter-Spiele nichts für Zwölfjährige sind.


    Mayer: Daneben gibt es die Möglichkeit, Spiele extrem teuer zu machen, damit die Jugendlichen sie sich nicht mehr leisten können.


    Schönfeldt: Davon halte ich gar nichts. Dann würden die Spiele aus schwarzen Kanälen kommen. Wichtig wäre vielmehr, dass im Unterricht PC-Spiele untersucht und bewertet werden. So lernen die Kinder, kritisch mit dem Medium umzugehen. Wir können Lehrern Einführungen geben und bereiten gerade ein solches Projekt vor.


    Gibt es Überlegungen der Stiftung, im Bereich der Computerspiele aktiv zu werden?



    Mayer:Ja, die gibt es. Und es wäre uns lieb, wir könnten dies mit Ihrem Verband gemeinsam machen, Herr Schönfeldt. Sie sind die Fachleute.


    Herr Schönfeldt, was wären für Sie die Bedingungen für einen gemeinsamen Vorstoß?



    Schönfeldt: Einschränkungen für erwachsene Spieler müssen verhindert werden. Wer geistig reif ist, soll spielen, was er will. Wir werden teilweise so verfolgt, dass Veranstaltungen abgesagt werden, bei denen Erwachsene Spiele spielen wollten, die ab 12 Jahren freigegeben sind.


    Mayer: Da bin ich einverstanden. Bei Erwachsenen ist es keine Frage des Verbotes, das sind selbstbestimmte Menschen. Da ist es eher eine Frage des guten Geschmacks.


    Frau Mayer, die Stiftung hat auch versucht, die Schützenvereine ins Boot zu holen. Gibt es bereits Ergebnisse?



    Mayer: Inhaltlich kann ich noch nichts sagen, aber um die Jahreswende wird es ein Papier mit gemeinsamen Forderungen geben. Eine ähnliche Vorgehensweise könnte ich mir bei Computerspielen vorstellen. Es nützt uns nichts, nur Forderungen auf dem Papier zu stellen, sondern wir wollen sie umsetzen. Dafür brauchen wir alle Seiten.



    Was meint ihr? Ich denke hier steht uns noch einiges zum diskutieren ins Haus.


    Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung…iessen-gehoert-dazu-.html

  • Oh bitte!


    Diese Diskussion zwischen dieser Zeitung, dem Schönfeldt und der Frau Mayer ist doch ein Witz? Die Unterhaltung darüber – was „Killerspiele“ mit unserer Jugend anrichten – wurde ja wohl kaum über einpaar Kommentare hinweg wirklich gehalten. Zum Schluss ging es nur noch um das Thema: „Wie verhindere ich das ein 17 Jährige ein Spiel für ab 18 Jährige bekommt!“
    Meine ehrliche Antwort darauf: „Gar nicht!“
    Ich spreche da auch aus Erfahrung. Man kommt immer an Spiele dran. Man muss eben nur wissen wie – und da ist Downloaden nur eine Methode. Ältere Freunde wären auch kein Problem. Einen Vater der alles nicht so eng sieht könnte auch noch sein oder halt Importe.
    Und was wollen die? Eine Codierung über den Personalausweis Code? Sag mal hab die sie noch alle? Sorry, aber wir müssen das mit dem gläsernen Bürger nicht noch beschleunigen – außerdem steht dann am ende nur der Staat vor der Tür jedes „Counterstrike“ oder sonst was Spielers und fragt ob noch alles klar in der Birne ist.
    Leider bringt das alles gar nichts!


    Auch verstehe ich die Argumente nicht! Vor allem die von dieser Frau Mayer (ihr Verlust war sicher nicht einfach und niemand wünscht einem so was, aber was die sich da zusammen reimt… meine Güte).


    Zitat

    Mayer: […]Beim Computerspiel lerne ich etwas, und zwar das Falsche. Ich lerne Gewaltausübung durch Wiederholung, durch Belohnungssysteme, durch das Einüben ganzer Sequenzen. Ich gehe deswegen nicht auf die Straße und werde Amokläufer. Aber: in dem Moment, in dem ich unter Druck gerate, setze ich den Reflex ein, den ich geübt habe. Dieser Bahneneffekt ist von Hirnforschern nachgewiesen.


    Stimmt! Unter druck greifen wir vor allem auf unsere Reflexe zurück – eingeübtes gehört da ebenso auch zu. Aber sein wir doch mal ehrlich? Was für Reflexe? Beispiel: Ein Typ kommt auf eine zu und bedroht einen und was macht der jenige? Analog stick nach Link, Kreis, Kreuz, Quadrat für einen Hechtsprung? xD Ich meine nur: Das ist es doch was wir, die Spieler, da eigentlich machen. Wir drücken Knöpfe und bewegen den Analog-Stick, aber wir ziehen nicht wirklich ne Waffe und machen eine Hechtsprung aller Lara Croft, Master Chief, Nico Belic und so weiter. Genauso mit dem Bewegungsabläufen und Szenarien… Im Spiel wird man angeschossen und geht weiter als währe nichts passiert (gut die Lebensanzeige ist gesunken und meist gibt es noch solche „ich wurde getroffen“ Effekte) und nun stellen wir uns das mal im realen Leben vor? Untrainiert geht sicher niemand einfach weiter.


    Tja, nur was kann man wirklich unternehmen? Erstmal sollten die Leute aufhören den Politikern alles nach zu eifern wie als hätten die keinen eigenen Kopf zum nachdenken. Spiele in den Gewalt dargestellt wird sind weder Auslöser noch Verstärker für einen Amoklauf oder ähnliches. Es sind und bleiben Spiele – vielleicht mag der ein oder andere (der, wie es in dem Artikel hieß: „Geistig nicht ganz auf der Höhe ist“ schwierig sein Spiel von Wirklichkeit zu trennen, aber dennoch ist ein Spiel weder Ursache noch Auslöser noch sonst was!


    Die gesamte Nation – vor allem aber die Erziehungsberechtigen und Lehrer (die ja alle samt direkt mit den Kindern zu tun haben) sollten sich über etwas im Klaren werden. Wer bereit ist einem anderen Menschen das Leben zu nehmen hat ernste, wirklich ernste Probleme! Es ist ja immer so einfach etwas die Schuld zu geben was in der „guten alten Zeit“ ja noch nicht so war – weil da es ja keine Amokläufer gab! Das eigentliche Problem wird jedoch gekonnt ignoriert. Das diese Schüler, die das getan haben, mit unter Jahre lange von Mitschülern gehänselt und gedemütigt wurden. Was bleibt einem bitte noch, wenn man jeden Tag seines Lebens gesagt bekommt das selbst der Staub unter den eigenen Schuhen mehr Wert ist als man selbst? Und weil sich solche Kinder schämen, oder weil die Eltern selbst nicht die besten sind, bleibt so etwas lange Zeit ein offenes Geheimnis. Solche Kinder flüchten sich dann in ein reich das gänzlich ihnen gehört. Dort wo sie ein Held sein können und mit unter sogar Beachtung finden. Sie suchen nach einem sinn und nach dem willen weiter zu machen.


    Doch was passiert wenn sie den nicht finden? Ganz einfach! Es entstehen Gedanken die kein normal denkender Mensch in die Tat umsetzen will, aber diese wollen es dann. Vielleicht nicht mal um sich zu rächen – wobei das auch immer mit eine rolle spielt – aber viel entscheidender ist etwas anderes…


    Zitat

    Mayer: Es geht um das archaische Muster des Menschen, Gewalt und Macht auszuüben, den anderen zu besiegen und ihn zu vernichten.


    … darum plötzlich alle Fäden in der Hand zu halten. Sich wie „Gott“ zu fühlen und über Leben und Tod urteilen zu können.


    Und genau das zu erkennen, wann eine Person in ihrem Selbstwertgefühl gekränkt wird, das ist es was unsere Gesellschaft irgendwie nicht auf die reihe bekommt oder erst erkennt wenn es längst zu spät ist.


    So viel zu meiner Meinung dazu!

  • Komisch, man hört gar nichts mehr in den Medien wegen den Killerspielen. Was ist passiert? Gibt es keine Amokläufer mehr? Oder passiert auf der Welt interessanteres?


    Ausserdem was ist ein Killerspiel? Wenn man jemanden tötet? Oh, dann müssen alle Mariospiele sofort vernichtet werden! Man springt auf den Kopf eines harmlosen Gegner oder verbrennt ihn.
    Und was ist mit Link? Ein 10 jähriger Junge läuft mit vielen Waffen herum und tötet einfach so Monster.


    Ich will das Thema nicht verharmlosen, den jeder Amoklauf ist schlimm. Aber die Schuld auf Computerspiele bzw. Videospiele zu schieben ist eine Frechheit. Das es auch eventuell andere Ursachen haben könnte, das wird auf die Seite geschoben.
    Ich habe bei meinen Schwager auf der PS als 15 jährige auch richtig brutale Spiele gezockt. Und es geht mir jetzt psychisch nicht gut. Aber laufe ich jetzt durch die Schweiz, metzle jeden nieder und jage das Bundeshaus in die Luft?
    Da könnte man auch sagen, alle die Mangas und Anime Fans sind, laufen Amok. oder jeder RPG-Spieler ist ein gefühlloses Monster.


    Ich habe nicht alles durchgelesen, was die anderen User geschrieben haben. Falls es eine genau gleiche Meinung gibt, tut es mir Leid.

  • Meine Meinung? Wer sich von einem SPIEL so sehr beinflussen lässt, dass er Mord (egal welcher Art) begeht, gehört ohnehin in die Klappse, Killerspiele hin oder her!


    Wenn er's nicht von Half-Life und Co lernt, dann lernt er's eben aus dem Fernsehen! Und wenn nicht da, dann aus Romanen! Es sind nicht an allem immer die Videospiele schuld!


    Klar, ich spiele selbst keine Shooter, aber, Leute, die sind genauso Fiktion wie alle anderen fiktiven Werke dieser Welt und ich denke nicht, dass sie mehr oder weniger gefährlich sind. Natürlich erhält man eine gewisse Erfahrung im Umgang mit der Waffe... Aber wenn das das Problem ist, dann müsste man den Wehrdienst auch abschaffen! So sieht's aus!


    Was mich so sehr an der Debatte ärgert, ist, dass ganz andere Spiele auch noch mit hinein gezogen werden. Dieses Schundblatt von Bild hat doch mal allen ernstes behauptet, Final Fantasy VII (!) hätte einen Amoklauf ausgelöst...
    ...Zu dumm, dass die beiden Jungen, die die Untat begangen hatten, noch nicht mal eine PS1 BESASSEN. Nein, die hatten sich nur zufälligerweise am gleichen Abend Advent Children auf DvD ausgeliehen...


    ...Außerdem, wenn man sich den Plot von Final Fantasy (alle Teile) anschaut ist das Spiel in gewisserweise sehr PAZIFISTISCH mit den Moralen, die vermittelt werden. Ich kapiere nicht, wie man sowas auch nur Ansatzweise als Killer-Spiel handeln kann.


    Demnächst sagen sie, MARIO SPIELE machen einen zum brutalen Tier- und Pilz-quäler... :xugly:

    Befürworterin eines allgemein gültigen und bindenden Friedensvertrag zwischen "The Wind Waker" und "Twilight Princess" Fans. ;-)
    -~-

  • Nenilein


    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Bildreporter sich wegen eines solchen Artikels wirklich intensiv mit Final Fantasy beschäftigen würde. Würde er das tun, würde ihm schnell bewusst werden, was er da eigentlich für einen Schwachsinn verfasst hat.


    Ach und Mario macht einem nicht zum Pilzquäler, eher zum "Pilze-Konsumierer". Mario, ein Klempner der Pilze ist, einen üblen Drogentrip erlebt und dabei auf Schildkröten rumspringt :xugly:

  • *Staub ausklopfen*
    *Waschen*
    *Trocknen*


    So, nachdem ich den Thread aus der Versenkung geholt habe, er war ja echt ganz schön verstaubt, gibt es wieder einen gegebenen Anlass, hier zu Diskuthieren.


    In den USA, genauer in Oklahoma, ist [URL=http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,825361,00.html]wieder ein Schüler Amok gelaufen[/URL] und hat 7 Menschen getötet. Er soll sich viel mit Horrorfilmen und Ego-Shootern beschäftigt haben. Unter anderem soll er nach der Tat getwittert haben: "Schau mir jetzt alle Folgen von Death Note an." Medienzitat: "Die Serie handelt von einem Mann, der ständig anderen Menschen umbringt."
    Jetzt ist natürlich wieder die alte Diskussion entflammt, ob Ego-Shooter und Horror-Filme für die Tat verantwortlich gemacht werden können.


    Meiner Meinung nach, suchen die Menschen einfach mal wieder nur nach einen bequemen Grund, nicht weiter darüber nachdenken zu müssen, oder sich eingestehen zu müssen, das sie als Freunde, Nachbarn, Eltern, oder gesellschaft im allgemeinen versagt haben, wenn sie nicht in der Lage waren, den Amokläufer emotional abzufangen und davon abzubringen, ehe er es überhaupt in die Tat umsetzt.


    Marilyn Manson wurde mal bezüglich der Täter von Columbine (Erster medienwirksamer Amoklauf in den USA) gefragt, was er ihnen sagen würde. Er wurde das gefragt, da die beiden Amokläufer, beide große Fans seiner skandalträchtigen Musik waren und viele Angehörige ihn deswegen mitverantwortlich für das Blutbad machen wollten.
    Er antwortete: "Ich würde ihnen überhaupt nichts sagen." Erst als der Interviewer ihn schockiert ansieht fährt er fort, "Ich würde ihnen zuhören, was sie beschäftigt, was ihre Probleme sind, denn das hat offensichtlich niemand gemacht." Epic Marilyn Manson is Epic! :eins:


    Es bleibt das alte Spiel: Warum an die eigene Nase greifen, wenn es auch eine andere tut.
    @Death Note: Wieder einmal ein Glanzbeispiel, wie leicht sich die Medien auf etwas stürtzen, dass sie nicht kennen, nicht verstehen und von dem sie nichts genaueres wissen... -.-

  • Ich glaube kaum, das es an Killerspielen liegt. Totaler Schwachsinn. Es kann genau so gut wegen einem Buch oder einem Film, in denen Menschen getötet werden zutun haben. Allein das sich dieser Mensch davon beeinflussen lässt, macht ihn doch schon zum wahnsinnigen Verbrecher. Solche Menschen gehören sicherlich nicht wegen Killerspielen in den Knast! Die meisten lassen sich ja gerade beeinflussen, weil sie vielleicht depressiv sind oder Drogen nehmen.

    Wir haben alle was zu verbergen, oder?
    Von dem Moment an, an dem wir aufwachen und in den Spiegel sehen, biegen wir uns die Wirklichkeit zurecht.

  • Marilyn Manson... hach ja. *gg* Er sieht zwar nich so aus, aber er hat mehrere solcher geistreichen Kommentare abgegeben.


    Ich würde sagen, dass bei diesen Jugendlichen schon vorher diese "Mordlust" bestand. Sie hatten sich schon - bevor sie die Ego-Shooter und gewaltverherrlichende Musik in die Finger bekommen haben - solche Szenen in ihrem Kopf ausgemalt, wie sie Menschen umbringen oder sich selbst etc.
    Nur um das natürlich "auszuleben" haben sie sich erstmal vor den PC gesetzt, sich Horrorfilme reingezogen und iwelche Männchen auf dem Bildschirm platt gemacht.


    Ich denke das solche Spiele und Filme, diese Gedanken in den Jugendlichen fördern aber nicht das Fundament bilden. Ich denke diese Leute waren schon vorher etwas "krank" im Kopf und ich schließe mich Merekos Meinung an (und natürlich auch der von Manson), dass die Menschen nach einem anderen Grund suchen, um der ganzen Welt nicht eingestehen zu müssen, dass sie auf voller Linie versagt haben und endlich mal anfangen sollen zuzuhören.

    Shouganai.
    Hakuna Matata.
    Bei Nacht sind alle Miezen Schwarz.
    Das letzte Hemd hat keine Taschen.
    Wir alle bluten die selbe Farbe.
    Der Regen fällt auf die Köpfe der Menschen gleichermaßen.
    Kommt Zeit, kommt Rat.



    ;

  • Irgendwie habe ich gerade bei dem Bezug auf Death Note wirklich richtig lachen müssen. Und war richtig verdammt doll. Egal wie makaber es im Bezug auf den vorher gegangenen Amoklauf war. Man merkte durch diese Aussage durch die Medien, dass man mal wieder einen Sündenbock gesucht hat, und es einfach nur Schwachsinn ist, was dort einem aufgetischt wird. Death Note als... oh Mann ey. :baff: Ich geh jetzt nicht mehr auf die Diskussion oben ein, da ich sie nur Stückchenweise vor ein paar Monaten gelesen habe, also kann es vielleicht sein, dass ich mich hier ein bisschen wiederhole.


    Ich bin seit Anfang dieser ganzen Geschichte der Meinung, dass die ganze Geschichte mit der Schuldbekenntnis von Killerspielen nur eine Art Suche nach dem Sündenbock ist. War wohl jedem hier klar. Es wird die Annahme unter der breiten Masse ausgebreitet, dass ja die "bösen" und "schrecklichen" Killerspiele der Hauptsächliche Grund dafür sind, dass jemand anfing wahllos rum zu knallen. Das ist einfach nur lächerlich.


    Die Amokläufe in den letzten Jahren waren unglaublich schreckliche Taten und ich stimme zu, dass diese Amokläufe ein Zeichen für ein massives Problem in der Gesellschaft sind. Aber de facto ist dieses Problem nicht, dass Jugendliche so genannte “Killerspiele” (ein noch nicht mal klar definierter Begriff) spielen. Dafür gibt es keinen einzigen stichhaltigen wissenschaftlichen Beweis. Sicher, die fördern Aggressivität, und sind vielleicht ein kleiner Schubser über die Klippe des Massenmordes, aber als Grund dafür festnageln? Da kann man genau so gut mit Alkohol oder Energy Drinks argumentieren. Machen auch leichter Reizbar, es kommt nur auf die Person dahinter an, und wie man damit umgehen kann. Kann jemand Gewissenhaft mit Alkohol umgehen, und es in den persönlichen Grenzen zu sich nehmen, passiert nichts. Weiß ein Mensch, wie er mit seinen Gefühlen umgehen soll, und wie er sich unter Kontrolle hält, und zur Wehr setzt, dass es noch legal ist, passiert nichts. Es ist klar, und das weiß ich selbst auch, dass es immer aussichtslose Situationen für einen Mensch gibt, an denen er am Boden zerstört ist, und nicht weiter weiß, und darin dann seine einzige Lösung sieht, und man in diesem Frust nichts anderes sieht, als die Menschen, die ihm das angetan haben, zu "bestrafen", doch sieht man da irgendwo Killerspiele als Vollstreckungsgrund? Der Hauptgrund wird immer die Lebenseinstellung sein. Schuld an den Amokläufen tragen da schon eher die Umstände des Attentäters (von seinen eigenen psychischen Problemen einmal abgesehen). Die Gesellschaft, und deren Umgang sind der Grund für sowas. Ich hab genug Lehrer an meiner Schule gesehen, denen Mobbing oder sonstiges total egal ist, und einfach nur gut zureden. Dass man das ignorieren soll, oder so, damit sie ihre Ruhe haben. Eltern, die das Kind nicht verstehen, und keine Lösung finden. Ein ehemaliger Freund von mir wurde genau so behandelt, ich glaube, wenn ich da nicht gewesen wäre, der wäre zu Grunde gegangen, da er niemanden hatte, an dem er sich fest halten konnte.


    Es gibt 10 bis 20 Mio Menschen in Deutschland die mehr oder weniger regelmäßig “Killerspiele” spielen, es gibt in Deutschland wie International auch eine Counter Strike Liga, bei der jede Form von Beleidigung oder Aggressivität massiv sanktioniert wird. Und angesichts dieser Fakten wollen sie tatsächlich “Killerspielen” die Schuld in die Schuhe schieben? Damit fallen sie auf eine faule Ausrede herein, die verhindern soll, dass sich die Behörden mit den tatsächlichen Problemen auseinandersetzen müssen, die zu diesen Tragödien führen, was allerdings Geld und Arbeit bedeuten würde.

  • Also ich denke absolut nicht das Computerspiele dafür Verantwortlich sein können, denn das würde bedeuten, dass das Spiel due Ursache dafür ist und für einen Psychisch Gesunden menschen kann soetwas Banales wie ein Computerspiel niemals zur Ursache werden jemanden Umzubringen, behaupte ich mal. Und wenn einer schon von Grund auf Mordlust verspürt oder sich durch Spiele dazu verleiten lässt, dann war bei dem auch schon davor was nicht ganz in Ordnung, durch was auch immer.


    Die Ursache ist denek ich vielmehr dort zu suchen, wo der Amokläufer seinen Amoklauf durchführt. Denn Amokläufer sind nicht bedinungslos doof, so dene ich nicht das der Ort eines Amoklaufes wahllos ausgesucht wird. Das Ziel des Amoklaufes mag oft sein selber dabei zu sterben und auf sich aufmerksam zu machen und aber auch die Gewalt an denen auszulassen die der Amokläufer als Verantwortlichen für seine missliche Lage sieht, welche dann auch letzendlich die eigendliche Ursache für den Amoklauf ist.


    Hatte der Amokläufer z.B. ein Problem mit seinen Lehrern oder Mitschülern wird er wohl denen die Schuld dafür geben das es ihm schlecht geht und er womöglich ein einer für ihn ausweglosen Situation steckt. -> Amoklauf an einer Schule.


    Hatte er ein Problem mit seiner Famile, Eltern, Geschwister, Ehefrau. Dann word er wohl an denen seine Wut und Verzweiflung rauslassen.


    Komischerweise spricht man bei sowas dann nicht von einem Amoklauf sondern schlicht "Mord". Warum gerade "Morde" an Schulen und an öffendlichen Plätzen dann als Amoklauf bezeichnet werden ist mir unklar. Aber womöglich leigt das einfach in der Definition. Der Unterschied ist aber unter umständen kein Großer, abgesehen von "Mord aus niederen Beweggründen" wie man so schön sagt.
    Ein Mörder und auch Attentäter handeln wohl kaum weil sie es in einem Computerspiel gesehen haben sondern weil sie sich in einer scheinbar Ausweglosen Situatuion befinden.


    Die Spiele haben daran nur einen winzigen Anteil wenn überhaupt und sind niemals die Ursache.

  • Ich muss an dieser Stelle mal kurz zugeben, dass Spiele einen schon Ballablaa machen können. Als ich grade mitten im Assassin's Creed Fieber war.... kam mir beim laufen durch Menschenmengen doch ab und an der Gedanke, mit einer versteckten Klinge mein "Ziel" zu elimnieren, oder "in der Menge unterzutauchen"... :xugly:


    ABER: Warum habe ich es nicht gemacht? Weil ich aus gutem Hause komme, soziel wie auch psychisch stabil dastehe und genügend Leute habe, die dafür Sorge tragen, dass es auch so bleibt. Man kann nicht die Waffe dafür verantwortlich machen, dass der Schütze abdrückt. Man kann die Waffe strenger reglementieren, aber Spiele wären hier maximal ein kleines Einzelteil, wie zB der Abzug, aber ich denke ihr versteht worauf ich hinaus will.


    Wem ging es evtl auch schon mal so, dass er Gedankenexperimente gemacht hat, die durch das intensive Spielen eines Spiels zustande kamen?

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